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Lokales Was der Sandmann mit Sachsen am Hut hat
Dresden Lokales Was der Sandmann mit Sachsen am Hut hat
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12:27 29.11.2019
Die Technischen Sammlungen Dresden widmen dem Sandmännchen eine ganze Ausstellung. Im Bild: Ausstellungs-Kurator Volker Petzold. Quelle: Heiko Weckbrodt
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Dresden

Er war Sachse und Preuße gleichermaßen, einer der wenigen dauererfolgreichen Exportschlager der DDR und ein ganz großer Abenteurer: Der kleine Schlingel ist zu Rapunzel in den Turm geklettert, hat das ostdeutsche Luftfahrtprogramm angekurbelt, ist mit seinem Zauberkoffer in den Palast von Scheherazade eingeschwebt und hat die erste Kinderferienstation im All besucht. Gerade feiert er seinen 60. Geburtstag.

Die Rede ist vom Sandmann, der Generationen von Kindern in Ost und West allabendlich mit magischem Schlafsand ins Reich der Träume geschickt hat.

Das „Deutsche Institut für Animationsfilm“ (Diaf) widmet dem kleinen Kerl mit Spitzbart und Zipfelmütze nun eine Sonderausstellung mit Dutzenden Originalpuppen, Sandmännchen-Fahrzeugen, Schautafeln, Filmausschnitten und einer Märchenwald-Höhle.

Sandmann-Schöpfer kamen aus Dresden

Geöffnet ist diese Schau unter dem Titel „Der Sandmann und Sachsen – 60 Jahre Fernsehstar“ ab heute in den Technischen Sammlungen Dresden. „Wir wollen hier die vielen Bezüge zeigen, die der Sandmann zu Sachsen hat“, erklärte Ausstellungs-Kurator Volker Petzold. „Und das gilt sowohl für das Ost-Sandmännchen wie für das West-Sandmännchen.“

Denn viele Macher der Sandmännchen-Geschichten kamen aus Dresden und dem Umland. Sie gehörten zu den Schöpfern der Ost- wie der West-Sandmännchen. „Das war damals ein Wettlauf, wer den ersten Sandmann hat“, berichtet der wissenschaftlich-künstlerische Diaf-Leiter Till Grahl. „Der Wettbewerb der Systeme fand damals nicht nur im Weltall, sondern auch im Fernsehen statt.“

Dresden als „Abendgruß“-Drehort

Zudem hat das Dresdner Defa-Trickfilmstudio viele der in die Sandmännchen-Reisen eingebetteten „Abendgruß“-Kurzfilme produziert. In Dresden gedreht wurden beispielsweise die Abenteuer von Jan und Tini in ihrem Silberhummel-Auto. „Das war damals eine sehr interessante und moderne Kombination von Techniken“, erzählt Till Grahl: „Neben Stoptrick und Stabpuppen setzten die Macher auch Animatronik ein, um die Beiden in ihrer Silberhummel fernzusteuern.“

„Der Sandmann und Sachsen – 60 Jahre Fernsehstar“, Technische Sammlungen Dresden, Junghansstraße 1, Öffnungszeiten: 29. November 2019 bis 29. März 2020, jeweils Di–Fr 9–17 Uhr, Sa, So, Feiertag 10–18 Uhr, Eintritt: fünf Euro, ermäßigt vier Euro, Kinder unter sieben Jahren frei, mehr Infos im Inernet: tsd.de

Von Heiko Weckbrodt

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