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Lokales Auf Kriegsfuß – nicht nur mit der Polizei: 29-Jähriger in Dresden vor Gericht
Dresden Lokales Auf Kriegsfuß – nicht nur mit der Polizei: 29-Jähriger in Dresden vor Gericht
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11:09 08.10.2019
Vier Anklagen werden vor dem Amtsgericht Dresden verhandelt (Symbolfoto). Quelle: dpa/Uli Deck
Dresden

Körperverletzung, Sachbeschädigung, Bedrohung, Beleidigung: Bei Felix H. kam zwischen Sommer 2018 und Januar 2019 einiges zusammen. Vier Anklagen verlas die Staatsanwältin. Wenn der 29-Jährige in der Neustadt unterwegs war, war wohl immer was los. Jetzt steht der junge Mann vor dem Amtsgericht.

Gegen Polizei und AfD

Er soll „aus seiner linken Gesinnung heraus“ – so steht es in der Anklage – einen Stein an eine Scheibe eines Hauses an der Martin-Luther-Straße geworfen und dann gegenüber einem Zeugen behauptet haben: „Das waren Nazis“. Am Schlesischen Platz, so die Staatsanwaltschaft, habe er Pkw-Außenspiegel abgetreten und danach Polizisten beleidigt.

„Wichser oder Bullenschweine hören wir ja häufig, aber: ,Der Typ hat beim G-20 nicht genug auf den Kopf bekommen’ oder ,Solchen Leuten muss man mal richtig auf den Schädel schlagen’, ist eher seltener“, sagte ein Beamter. Felix H. scheint mit der Polizei und auch mit AFD-Mitgliedern auf Kriegsfuß zu stehen.

Angriff an der Rothenburger Straße

Zu den Tatvorwürfen wollte er sich eigentlich nicht äußern. Dann machte er zwar doch seinem Ärger über Polizei und Justiz deutlich Luft, wiegelte aber ansonsten ab. Der Steinewerfer sei er nicht gewesen. Nur wurden er selbst sowie eine Sturmhaube und Handschuhe mit seiner DNA am Tatort entdeckt. Und beim Abtreten der Autospiegel war die Polizei ebenfalls vor Ort.

Der einzige Tatvorwurf, der Felix H. unangenehm war, war der tätliche Angriff auf einen dunkelhäutigen Mann im Dezember 2018, den er auf der Rothenburger Straße geschlagen und getreten haben soll. „Da bin ich perplex, das hört sich nazistisch an, bei der Hautfarbe“. „Ich war mit Freunden unterwegs, da kamen etwa zehn schwarz gekleidete und zum Teil vermummte Leute auf uns zu“, erinnerte sich das Opfer, das den Angeklagten wiedererkannte.

Kann nicht sein, so Felix H. Er sei an jenem Abend erst auf einem Konzert und dann bei einem Freund gewesen. Der soll nun als Zeuge gehört werden.

Von DNN

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