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Lokales Auch Dealer werden älter: 74-Jähriger soll kiloweise Drogen verkauft haben
Dresden Lokales Auch Dealer werden älter: 74-Jähriger soll kiloweise Drogen verkauft haben
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14:17 29.01.2019
Symbolfoto Quelle: dpa
Dresden

Viele Branchen jammern über fehlenden Nachwuchs, finden keine neuen Fachkräfte. Verfolgt man die Prozesse, kann man dies von der Drogenszene eigentlich nicht behaupten, trotzdem scheinen auch hier die Dealer immer älter zu werden. Erst Anfang Januar wurde der über 70-Jährige Franz T. wegen Drogenhandels zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und elf Monaten verurteilt.

Seit Montag muss sich der 74-jährige Jörg N. vor dem Dresdner Landgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm unerlaubten Handel mit Betäubungsmitteln in 22 Fällen vor. Der Angeklagte hat da richtig geklotzt und nicht gekleckert. Zwischen Dezember 2017 und Juli 2018 soll er insgesamt um die 68 Kilogramm Marihuana und etwas über 400 Gramm Kokain verkauft haben. Ein Teil des Koks war wohl auch für ihn selbst bestimmt, der Angeklagte ist nach eigenen Angaben kokainabhängig.

Netzwerk unter Rentnern

Einer seiner Kunden war Franz T. Die Herren, beide erheblich vorbestraft, kannten sich ganz gut. „Wir haben uns in der JVA Waldheim kennengelernt“, hatte T. bei seiner Verhandlung erzählt. Danach trafen sie sich wieder und machten „Geschäfte“ – sprich: Jörg N. versorgte Franz T. mit Drogen (Marihuana und Kokain), die der dann wiederum weiterverkaufte oder für den Eigenbedarf, die Linderung seiner Rückenschmerzen, behielt.

Den Großteil der Drogen vertickte der Angeklagte allerdings an den Dresdner Großdealer Frank H. Als der festgenommen wurde, legte er eine Beichte ab und nannte Namen von Käufern und Lieferanten. So geriet auch Jörg N. ins Visier der Ermittler und wurde festgenommen.

Kein Leben in Saus und Braus

Über 150 000 Euro gingen durch die Finger des Angeklagten, ein Leben ins Saus und Braus führte er aber offenbar nicht, er war wohl eher ein kleines Rädchen im großen Drogengeschäft, das ganz große Geld verdienten andere. Da der Angeklagte selbst Kokainkonsument ist, hat er sich möglicherweise mit dem Verkauf der Betäubungsmittel seinen Eigenkonsum verdient. „Er hat sich mit den falschen Leuten eingelassen, angesichts der Mengen muss es im Hintergrund Geldgeber gegeben ha­ben“ erklärte seine Anwältin.

Die Kammer, so der Vorsitzende Richter, könne sich bei einem umfang- und detailreichen Geständnis eine Strafe zwischen sechs Jahren und neun Monaten vorstellen. Hart für einen 74-Jährigen. Vorstellbar, so die Kammer, wäre eine Kombination aus Haft und Maßregelvollzug. Der Prozess wird fortgesetzt, zunächst sind vier weitere Verhandlungstage angesetzt.

Von Monika Löffler

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