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Lokales Asylbewerberheim in Pappritz soll schließen
Dresden Lokales Asylbewerberheim in Pappritz soll schließen
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17:13 29.05.2019
Die Stadt soll den Vertrag für dieses ehemalige Hotel in Pappritz nicht verlängern, fordert der Ortschaftsrat. Quelle: Archiv
Dresden

Der Ortschaftsrat von Schönfeld-Weißig hat Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) aufgefordert, den Mietvertrag für das Hotel „Pappritzer Hof“ nicht über den 19. März 2020 zu verlängern. Das Gebäude wird als Asylbewerberheim genutzt. Die Verwaltung hat laut Ortsvorsteherin Daniela Walter (CDU) einen Fünf-Jahresvertrag mit dem Eigentümer der Immobilie geschlossen, der per Option verlängert werden kann. Mit zwölf Ja-Stimmen bei vier Ablehnungen hat der Ortschaftsrat seinen Willen geäußert, das Gebäude einer anderen Nutzung zuzuführen.

Zunächst sollten laut Walter 80 Asylbewerber in dem ehemaligen Hotel am Rande von Dresden untergebracht werden. Wegen der Brandschutzauflagen habe es aber nur für 60 Plätze eine Freigabe gegeben. Nach Beobachtungen von Anwohnern seien aber regelmäßig nur die Hälfte der Plätze belegt. Nach Angaben der Stadtverwaltung würden in dem Heim auch mehrere Personen wohnen, die zwar über einen Aufenthaltstitel verfügen, aber noch keine Wohnung gefunden haben, so Walter.

Die Mehrzahl der Einwohner von Schönfeld-Weißig hatten das Heim stets skeptisch gesehen, da die Möglichkeiten einer Integration der Bewohner im ländlich geprägten Pappritz eher gering sind. Vor zwei Jahren hat der Eigentümer des Gebäudes gewechselt. Ein Pappritzer, der in Kontakt zu dem neuen Besitzer steht, erklärte gegenüber DNN, dieser habe durchaus Pläne für das Gebäude, falls die Nutzung als Heim wegfällt. Der Eigentümer könne sich vorstellen, das Hotel zu einem Wohnhaus umzubauen. In Schönfeld-Weißig seien Wohnungen für Familien Mangelware. Der Eigentümer habe bereits Kontakt zu einem Architekturbüro aufgenommen.

„Wir als Ortschaftsräte sind gespannt, wie die Verwaltung mit unserem Votum umgeht“, erklärte die Ortsvorsteherin. Mehrere Gründe würden für ein Auslaufen des Vertrags sprechen. Die Zahl der Asylbewerber sinke, so dass die Stadt das Heim in abgeschiedener Lage nicht mehr betreiben müsse.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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