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Lokales Asyl: Freistaat nimmt Hallen an Bremer Straße in Betrieb
Dresden Lokales Asyl: Freistaat nimmt Hallen an Bremer Straße in Betrieb
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16:28 29.01.2016
Quelle: Tanja Tröger
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Dresden

 Mit Hilfe von Leichtbauhallen will der Freistaat Sachsen in den kommenden Wochen die Kapazität der Erstaufnahmeeinrichtungen für Asylsuchende weiter ausbauen. Unter anderem sollen in den neu errichteten Hallen auf der Bremer Straße in Dresden Menschen unterkommen. Dort wurde seit Oktober die einstige Zeltstadt winterfest umgebaut.

Rund 20.000 Plätze in den Erstaufnahmeeinrichtungen gibt es aktuell im Freistaat, davon sind rund 5000 belegt, sagte Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) am Donnerstag. Im Januar kamen bislang 2650 Flüchtlinge neu in Sachsen an.

Hunderte Menschen leben in der Zeltstadt an der Bremer Straße. Das DRK zeigt ein paar Eindrücke von vor Ort.

Da aktuell genügend freie Kapazitäten vorrätig sind, will der Freistaat die Leipziger Ernst-Grube-Halle wieder für ihre reguläre Nutzung als Sporthalle freigeben. Die dort lebenden Flüchtlinge sollen an anderen Orten unterkommen. Die Halle soll in den Semesterferien saniert werden.

Laut Ulbig sollen künftig weniger als 500 Flüchtlinge pro Woche an die Kommunen verteilt werden. Das wäre auch für Dresden eine Entlastung. Die Landeshauptstadt müsste dann für maximal 60 Menschen pro Woche eine Unterkunft finden, aktuell sind es rund 100 pro Woche. Die Stadtverwaltung Dresden teilte mit, dass dies keine Änderungen am Konzept bedeute. Dresden habe bereits ein flexibles Konzept, mit dem man sich auf verändernde Zuweisungszahlen einstellen könne. "Die Suche nach geeigneten Objekten geht aber nach wie vor weiter und ist Teil des flexiblen Konzeptes", so Sprecher Kai Schulz.

Zudem kündigte der Innenminister an, dass das Personal in den sächsischen Außenstellen des Bundesamtes für Migration und Flucht (BAMF) deutlich aufgestockt werden soll. Auch das Thema Abschiebung wird in diesem Jahr eine wichtige Rolle spielen, so Ulbig. Zum Jahresende 2015 lebten in Sachsen 7258 ausreisepflichtige Asylsuchende. In vielen Fällen gab es allerdings Hindernisse für eine Abschiebung, zum Beispiel fehlten Ausweispapiere. Ulbig war optimistisch, dass es auch im Fall Tunesiens bald eine Vereinbarung über die Rücknahme von Flüchtlingen gibt. Man höre da positive Signale, sagte der Minister.

Von sl/JV (mit dpa)

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