Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Kanzlerkandidat Laschet besucht Chiphersteller in Dresden: „Wir brauchen Chip-Autonomie in Europa
Dresden Lokales

Armin Laschet besucht Chiphersteller in Dresden: „Wir brauchen Chip-Autonomie in Europa

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:05 12.08.2021
Armin Laschet hat einen Chiphersteller in Dresden besucht.
Armin Laschet hat einen Chiphersteller in Dresden besucht. Quelle: Sebastian Kahnert/dpa
Anzeige
Dresden

Unionskanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) hat sich für schnellere Genehmigungs- und Planungsverfahren ausgesprochen, um die Halbleiterfertigung in Europa voranzubringen. „Es braucht eine neue Dynamik und ein klares Ziel“, sagte der Politiker am Donnerstag bei einem Besuch des Dresdner Chipherstellers Globalfoundries. Der Weltmarktanteil der EU bei der Chip-Produktion müsse auf 20 Prozent verdoppelt werden. Dafür braucht es laut Laschet unter anderem ein verändertes Wettbewerbsrecht in Europa. „Wir brauchen Chip-Autonomie.“ Die weltweite Knappheit an Halbleitern mache sich „dramatisch“ bemerkbar und könnte die „industrielle Substanz Deutschlands gefährden, wenn wir nicht selbst autark werden.“

Prozesse müssten beschleunigt werden

Laschet räumte ein, dass Entscheidungen oft mühsam seien. Es sei die Aufgabe einer neuen Bundesregierung, die Prozesse zu beschleunigen. Derzeit laufen die Verhandlungen für eine milliardenschwere geplante Neuauflage des europäischen Beihilfe-Programms IPCEI für die Mikroelektronik. Zuvor hatte Globalfoundries-Geschäftsführer Manfred Horstmann erklärt, dass am Dresdner Standort rund eine Milliarde in den Ausbau der Chip-Produktion fließen soll. Dafür brauche es Subventionen, um den Ausbau zu stemmen.

Der CDU-Bundesvorsitzende und Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen machte auf seiner Wahlkampftour Stopp in Dresden, reiste dann weiter nach Torgau und Frankfurt/Oder. „Ganz bewusst“ habe er sich zu Beginn seines Wahlkampfes für Stationen im Osten entschieden, betonte Laschet. Es brauche in der Region mehr Arbeitsplätze, Wertschöpfung und Bundesbehörden.

Von RND/dpa