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Lokales Architekturkritiker loben Friedrichstädter Tor
Dresden Lokales Architekturkritiker loben Friedrichstädter Tor
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16:52 15.12.2017
So stellt sich Stadtbild Dresden das Friedrichstädter Tor vor. Quelle: Stadtbild Dresden
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Dresden

Die „Grüne Ecke“ an der Weißeritzstraße/Ecke Friedrichstraße gehört zu den Hinterlassenschaften des letztlich gescheiterten Investors Heinz Nettekoven. Er plante seinerzeit ein Stadtteilzentrum, das aber nicht mehr als ein groß dimensioniertes Einkaufszentrum mit 4650 Quadratmeter Handelsfläche und einem Parkdeck war.

Dagegen setzten sich die Anwohner zur Wehr. Mehr als 1600 Unterschriften gegen das Vorhaben und für den Erhalt der „Grünen Ecke“ sammelte die Bürgerinitiative Friedrichstadt. 300 Stellungnahmen wurden zu dem Bauvorhaben beim Stadtplanungsamt eingereicht. Mit der Unternehmensgruppe Bauwi kam ein neuer Investor, der das Vorhaben komplett umplante: Nun sollen bis zu 140 Wohnungen und im Erdgeschoss Handelsflächen im „Friedrichstädter Tor“ entstehen. Der Innenhof soll einen kleinen Park erhalten, der an die Baumgruppe der „Grünen Ecke“ erinnert.

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Das Stadtplanungsamt hat für die Gestaltung der Fassaden einen Wettbewerb gefordert, bei dem sich ein Entwurf des Dresdner Büros Stellwerk Architekten durchgesetzt hat. Der Entwurf unternehme den Versuch, Gestaltungsthemen der Gründerzeit in eine moderne Formensprache zu übersetzen, hieß es in der Begründung für die Preisvergabe.

Die architekturkritische Initiative Stadtbild Dresden bezeichnete den Entwurf als „Meilenstein“. Die geplanten Gebäude würden den Kontakt zur gründerzeitlichen Altbebauung in der Friedrichstadt suchen und mit echten Dachabschlüssen, Lochfassaden mit klar abgetrenntem Sockelgeschoss und einer dezenten Fassadengestaltung Stadtreparatur schaffen.

Die Initiative hält einige Verbesserungen für nötig, um den Gebäuden den letzten Schliff zu verleihen. So falle der Eckbau Weißeritzstraße/Friedrichstraße zu monolithisch und kubisch aus, bemängelt Stadtbild Dresden. Die Erhöhung über die angrenzende Blockrandbebauung sei zwar richtig, der Bau sollte aber ein Mansarddach erhalten. Schließlich sollte die kahle Wandfläche, die zur Friedrichstraße an das Eck anschließt, noch gestaltet werden. Mit minimalen Änderungen könne das allgemeine Erscheinungsbild des Entwurfs nochmals verbessert werden, erklärte die Initiative.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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