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Lokales Arbeiter haben Brücke am Alberthafen verhüllt
Dresden Lokales Arbeiter haben Brücke am Alberthafen verhüllt
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10:42 14.09.2018
Unter der dicken Plane sind Arbeiter damit beschäftigt, Rost und einen alten Farbauftrag mit Sand abzustrahlen. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Praktische Verhüllungskunst lässt sich derzeit am Alberthafen bestaunen. Dort haben die Arbeiten an der maroden Stahlfachwerkbrücke im Zuge des Elberadwegs Fahrt aufgenommen. Ein Teil der 125 Jahre alten, maroden Brücke ist komplett eingerüstet und eingehüllt. Arbeiter sind unter der Verkleidung damit beschäftigt Rost und den alten Farbauftrag mittels Sandstrahlern zu entfernen. Weil dieser giftig ist, darf er nicht in die Elbe fallen oder sonst in die Umwelt gelangen – daher die dicken Planen.

Bis zum Frühjahr 2019 wollen die Arbeiter defekte Stahlteile der denkmalgeschützten Konstruktion ausgetauscht und gerade gerückt haben sowie einen neuen Farbanstrich aufgebracht haben. Dann steht die Brücke, die seit 2013 für den Auto- und Lastverkehr gesperrt ist und nur noch von Radfahrern genutzt wird, wieder gänzlich zur Verfügung. Damit wird an dem Bauwerk in einem Rutsch erledigt, worauf das Blaue Wunder in Loschwitz noch warten muss – auch dort stehen ab nächstem Jahr die Arbeiten am Stahlfachwerk und der Auftrag eines neuen Korrosionsschutzes an. Dabei sollen ebenfalls Gerüste mit verhüllenden Planen aus Gründen des Umweltschutzes zum Einsatz kommen – was sich auch auf den Verkehr auf der Brücke auswirken wird.

Das ist bei weitem nicht die einzige Gemeinsamkeit zwischen beiden Brücken. Sie stammen beidem vom gleichen Konstrukteur, Claus Köpke. Außerdem feierten sie im gleichen Jahr, 1893, Eröffnung. Die Brücke im Alberthafen wird deshalb auch kleines Blaues Wunder genannt. Die Sanierung der kleinen Schwester am Alberthafen trägt zu 90 Prozent der Freistaat, der der Stadtkasse dafür 2,5 Millionen Euro überwiesen hat. Die große Schwester, die Loschwitz und Blasewitz verbindet, soll dagegen bis 2030 überarbeitet werden. Kostenpunkt: geschätzte 45 Millionen Euro.

Von uh

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