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Lokales Appartements für kleine Familien: Studentenwerk investiert in Wohnheim an der „Borsi“
Dresden Lokales Appartements für kleine Familien: Studentenwerk investiert in Wohnheim an der „Borsi“
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14:27 28.08.2019
Das Wohnheim an der Borsbergstraße ist eines der wenigen, das das Studentenwerk bisher noch nicht saniert hat. Nun tut sich zumindest etwas im Inneren. Quelle: Anja Schneider
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Dresden

Praktisch, quadratisch und vor allem günstig: Im Studentenwohnheim an der Borsbergstraße in Striesen wohnt der akademische Nachwuchs besonders preiswert. Als eines der wenigen Wohnheime des Studentenwerks ist die Platte an der „Borsi“ noch nicht sa­niert, bietet neben günstigen Mieten vor allem den Charme der in der DDR gepflegten industriellen Bauweise. Doch nun sind dort die Bauleute angerückt – um zu­mindest Teile des Inneren zeitlich auf Au­genhöhe zu bringen.

Noch bis Ende des Jahre will das Studentenwerk in dem Wohnheim die maroden Wasserleitungen austauschen und die sanitären Anlagen erneuern lassen. Zugleich werden teils aber auch Zuschnitte geändert: So werden aus einzelnen Zimmern bis zu 40 Quadratmeter große Appartements entstehen, die an studierende Eltern mit Kind vermietet werden sollen. Insgesamt, so sagt Heike Müller, Sprecherin des Studentenwerkes, sind sieben dieser Wohnungen geplant, die unter an­derem auch über eine eigene Dusche verfügen werden.

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Zuschüsse vom Freistaat machen Sanierung möglich

Insgesamt investiert das Studentenwerk 325 000 Euro in die Teilsanierung des Wohnheims in Striesen. Möglich wird das allen voran dank der erhöhten Zuschüsse vom Freistaat, durch die sächsischen Studentenwerke dieses Jahr insgesamt fünf Millionen Euro erhalten werden – 1,8 Millionen Euro davon ge­hen nach Dresden. Ein Großteil dieses Summe steckt das Studentenwerk in seine Mensen.

Das Wohnheim bietet gegenwärtig Platz für etwa 230 Studenten. Je nach Zimmerart zahlen die Mieter dort zwischen 178 und 199 Euro – und somit deutlich weniger als in anderen, sanierten Wohnheimen. Zwar ist die Einrichtung recht weit entfernt vom Univiertel im Dresdner Süden. Dafür sind die Wege zur Medizinischen Fakultät vergleichsweise kurz, weshalb im Heim be­sonders viele angehende Studenten aus diesem Bereich wohnen.

Nachfrage nach Wohnheimplätzen sehr groß

Insgesamt betreibt das Studentenwerk in Dresden und Tharandt 33 Wohnheime mit etwa 6000 Plätzen. Aktuell wird wenige Wochen vor dem Start des neuen Wintersemesters etwa ein Drittel der Plätze neu vergeben. Auch dieses Jahr, so heißt es vom Studentenwerk, „ist die Nachfrage wieder sehr groß.“

Die größte Baustelle des Studentenwerks ist derzeit an der Paluccastraße zu finden. Seit Monaten wird dort nach dem ersten Hochhaus auch der benachbarte 17-Geschosser komplett saniert. Bis An­fang Oktober sollen die Arbeiten be­endet sein. Das Studentenwerk in­vestiert eigenen Angaben zufolge insgesamt 23,5 Millionen Euro in die Heime an der Paluccastraße.

Von Sebastian Kositz