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Lokales App „twickly“ macht den Kauf von Museumstickets mobil
Dresden Lokales App „twickly“ macht den Kauf von Museumstickets mobil
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08:04 31.01.2019
OB Dirk Hilbert (l.), Stephanie Forner und Museumschef Gisbert Porstmann wollen den Museumsticketkauf mobil machen. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Was in der Straßenbahn geht, muss doch auch in den Dresdner Museen möglich sein. Dieser Gedankengang war die Geburtsstunde für „twickly“, eine vom Dresdner Unternehmen DevBoost GmbH entwickelte Smartphone-App, die den mobilen Eintrittskartenkauf ermöglicht. Seit Mittwoch funktioniert das Programm – die in allen gängigen Downloadplattformen verfügbare Version hat zunächst die zehn städtischen Museen im Angebot.

Was sich wie ein modernes Angebot für Touristen anhört, ist in den Augen von Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) eigentlich etwas anderes: Wirtschaftsförderung. Unter diesem Vorzeichen hat die Stadt DevBoost mit knapp 50 000 Euro bei der Entwicklung des Programms unterstützt. „Ich habe in der Vergangenheit den Innovationsstandort Dresden immer wieder besungen, aber im Stadtbild sieht man davon kaum etwas“, sagt Hilbert. Deswegen hat die Stadt im vergangenen Jahr eine Million Euro für zukunftsträchtige Projekte junger Unternehmen ausgereicht, in diesem Jahr sind 500 000 Euro vorgesehen. Unterstützt werden Dresdner Entwicklungen, die das Potential haben, überall in der Welt Erfolg zu haben, wie Hilbert betont.

So wie „twickly“, dessen Name eine Kombination aus den englischen Vokabeln ticket und quickly (schnell) darstellt. Die Entwicklung der 16-köpfigen Dresdner Softwareschmiede soll nämlich zum Handyticket-Anbieter Nummer eins für deutsche Museen werden. Man habe 20 Metropolregionen in der Republik ausgemacht, dort will man spätestens in zwei Jahren überall vertreten sein, sagt Produktmanagerin Stephanie Forner. Die Bundesgrenzen wolle man jedoch nicht verlassen. „Wir wollen realistisch bleiben und uns sinnvoll begrenzen“, sagt sie.

Das in etwa ist auch der Leitgedanke bei der App-Gestaltung gewesen. Denn wo bei anderen Angeboten viele Eingaben nötig und allerlei Infos zu lesen sind, gelangt man bei „twickly“ bereits nach wenigen Tastendrücken ans Ziel. Zum Kauf wird derzeit noch eine Kreditkarte benötigt, man sei jedoch mit gängigen Zahlungsabwicklern wie „PayPal“ in Gesprächen.

Die App an sich informiert über die nächstgelegenen Museen zum jeweiligen Standort, deren Öffnungszeiten und die Ticketpreise. „Die sind wirklich aktuell, weil wir mit dem jeweiligen Kassensystem direkt verbunden sind“, sagt Forner. Später ist auch daran gedacht, über laufende Sonderausstellungen zu informieren. Das Ticket ist dann als QR-Code auslesbar und verfällt nach 14 Tagen.

Gedacht ist „twickly“ nicht nur für Touristen, wie Gisbert Porstmann, Direktor der städtischen Museen, betont. „Wir wollen durch das Angebot neue Besuchergruppen unter den Dresdner gewinnen.“ Deshalb versteht er den App-Auftritt auch als eine Form von Marketing – hier wird knapp informiert, was die Stadt an Museen zu bieten hat. Andererseits verspricht er Besuchern echte Vorteile. „Gerade in der Weihnachtszeit haben wir im Stadtmuseum lange Schlangen. Mit dem Handyticket muss man sich nicht mehr anstellen“, sagt er.

Von Uwe Hofmann

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