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Lokales Anwohner protestieren gegen Baumfällungen
Dresden Lokales Anwohner protestieren gegen Baumfällungen
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18:14 20.02.2019
Gefällte Bäume auf der Feuerbachstraße. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Dienstagmorgen kreischte die Säge. In Leubnitz-Neuostra rückte der Baumdienst an und begann an einem Garagenhof zwischen Wittenstraße und Zschertnitzer Straße mit Baumfällarbeiten. Nach und nach fiel eine Blaufichte nach der anderen. Anwohner, völlig überrascht von der Aktion, schlugen Alarm.

Anwohner sind fassungslos

„Es handelt sich um 31 Blaufichten. Sie wurden 1981 gepflanzt und haben eine stattliche Höhe erreicht. Drei verschieden Spechtarten, Eichelhäher und Eichhörnchen haben wir dort schon beobachtet. Wir sind hier glücklich über die Bäume, die auch viel Schatten spenden und jetzt wird hier einer nach dem anderen umgesägt“, ist Beatrice John fassungslos. „Beim Anblick der zunehmenden Kahlheit meines Horizonts kommen mir Erinnerungen an die große große Hitzeperiode des letztens Sommers in den Sinn und wie froh ich war, im Erdgeschoss und beschattet von einigen umgebenden Bäumen und Sträuchern zu sein...Dieser Schutz fällt nun für die Häuser Feuerbachstraße 42-46 komplett weg.“

Unterschriftensammlung gegen Fällaktion

Die Anwohner organisierten sofort den Protest. Innerhalb eines Tages sammelten sie nach eigener Aussage 70 Unterschriften, telefonierten mit dem Auftraggeber der Baumfällarbeiten, nahmen Kontakt mit dem Naturschutzbund und mit dem städtischen Umweltamt auf.

Umweltamt sieht keine Möglichkeit einzugreifen

Letzteres sah jedoch keine Möglichkeit einzugreifen. „Juristisch gesehen fallen die Blau-Fichten auf bebauten Grundstücken nicht unter den Schutzstatus der Gehölzschutzsatzung bzw. des Sächsischen Naturschutzgesetzes (§ 19). Dies trifft auch - wie in diesem Fall - bei der Fällung von 31 Blau-Fichten zu. Die Bäume dürfen somit genehmigungsfrei gefällt werden“, so Till Käbsch aus dem Geschäftsbereich Umwelt und Kommunalwirtschaft.

Das Umweltamt habe sich jedoch telefonisch und schriftlich mit der zuständigen Hausverwaltung in Verbindung gesetzt und an diese „appelliert, einen verantwortungsvollen Umgang mit Bäumen und Gehölzflächen zu finden, das Schreiben der AnwohnerInnen ernst zu nehmen und mit den Betroffenen in Dialog zu treten, um auf eine angemessene Lösung zu kommen“.

Objektverwalter begründet Aktion mit Verkehrssicherungspflicht

Ronald Geyer, Prokurist der R&M Immobilienmanagement GmbH, die Auftraggeber der Fällarbeiten ist, nahm am Mittwoch gegenüber DNN Stellung. R & M sei vom Eigentümer als Objektverwalter eingesetzt und komme der Verkehrssicherungspflicht nach. Denn die Bäume seien stark geneigt und drohen umzufallen. Zudem wolle man auch einem Schaden an den Garagen durch die Wurzeln vorbeugen, denn diese würden den Betonboden anheben. „Der Eigentümer hat jedoch vor, die Fläche umzugestalten und neu zu begrünen“, so Ronald Geyer. Ob wieder Bäume gepflanzt werden, konnte er jedoch gegenüber DNN nicht zusagen.

Umweltamt appelliert, Ersatzpflanzungen vorzunehmen

Das Umweltamt legte der Hausverwaltung jedenfalls nahe, „Ersatzpflanzungen für die gefällten Bäume vorzunehmen, um den starken landschaftlichen Eingriff langfristig zu kompensieren. Diesbezüglich sollten mindestens mittelgroßkronige, mistelunanfällige und stadtklimaverträgliche Bäume in entsprechender Anzahl und Pflanzgröße gepflanzt werden“.

Von Catrin Steinbach

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