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Lokales Anwohner kritisieren Ausbau der „Königsbrücker“ und Stauffenbergallee
Dresden Lokales Anwohner kritisieren Ausbau der „Königsbrücker“ und Stauffenbergallee
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15:27 16.10.2018
Knapp 50 000 Fahrzeugen befahren täglich die Kreuzung der Stauffenbergallee mit der Königsbrücker Straße. Laut Prognose werden es bis 2030 noch mehr, weil die Stauffenbergallee dann zur Bundesstraße 6 umgewidmet wird. Quelle: Anja Schneider/Archiv
Dresden

Stefan Szuggat nahm kein Blatt vor den Mund. „Natürlich ist das eine gigantische Aufweitung“, räumte der Leiter des Planungsamts bei einem Infoabend im Neustädter Stadtbezirksamt über die eigenen Pläne zum Umbau der Kreuzung Königsbrücker Straße und Stauffenbergallee ein. Dort sollen sich später einmal zwei Bundesstraßen kreuzen, wenn die B 6 von der Bauzner Straße auf die dann sanierte Stauffenbergallee verlegt worden ist – einer der Gründe für die Aufweitung von 19 auf 38 Meter an der breitesten Stelle. Von den Anwohnern gab es teils deutliche Kritik.

Worum geht es?

Um den nächsten Sanierungsabschnitt der Königsbrücker Straße. Während für den Teil vom Albertplatz bis zur Stauffenbergallee das Planfeststellungsverfahren läuft, schließt sich nun der Abschnitt Stauffenbergallee bis Fabricestraße an. Es ist das letzte Stück Strecke, auf dem die Straßenbahnen der Linien 7 und 8 auf der Straße fahren, auf Höhe Fabricestraße schwenken sie auf einen eigenen Gleiskörper. Deshalb sind die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) sehr an einem raschen Ausbau interessiert, weil dort noch die Gleise aufgeweitet werden müssen, damit die neuen, breiteren Stadtbahnwagen eingesetzt werden können. Knackpunkt der Planung ist jedoch die Kreuzung Königsbrücker Straße und Stauffenbergallee, deren Verkehrsbelastung laut Prognose von derzeit 49 000 Fahrzeugen am Tag auf 51 700 steigen im Jahr 2030 soll. Die Baukosten liegen insgesamt bei rund 4,85 Millionen Euro.

Warum wird die Kreuzung breiter?

„Weil die derzeit zu schmale Haltestelleninsel barrierefrei wird und sich ihre Breite deswegen verdoppelt“, bebgründet Planer André Zschoge auf. Außerdem erhalten Radler entlang der Königsbrücker Straße beidseitig einen, wenn auch nur 1,85 Meter breiten, eigenen Fahrstreifen. Drittens wird südlich der Kreuzung eine neue Autospur geschaffen, der dafür sorgen soll, dass mehr Autofahrer pro Ampelphase stadtauswärts über die Kreuzung gelangen. Nachdem sie die Haltestelleninsel passiert haben, werden sie wieder auf eine Fahrspur zusammengeführt. Derzeit laufe aber auch eine Prüfung, ob die Königsbrücker auch im Norden mehr als zwei Fahrspuren erhalten solle, so Zschoge.

Was bringt die neue Autospur?

Man habe viele Varianten des Ausbaus simuliert, eine verkehrliche Entlastung für alle Verkehrsteilnehmer habe sich nur ergeben, wenn diese Autospur dazukomme, sagt Zschoge. Entlastet wird vor allem der Verkehr auf der Stauffenbergallee, wovon auch die Busse der Linie 64 profitieren. Diese hätten derzeit wegen der Kreuzung Pünktlichkeitsprobleme, weil sie im stockenden Verkehr mitschwimmen müssen, sagt DVB-Chefplaner Andreas Hoppe. Die DVB prognostizieren bis 2030 an den Haltestellen an der Stauffenbergallee eine Zunahme des Fahrgastaufkommens um 60 Prozent auf 7500 Fahrgäste am Tag, an der Königsbrücker Straße sollen es 27 Prozent mehr (insgesamt 17 800) sein. Grund dafür ist auch eine neue Oberschule, die zwischen Kreuzung und Bahnstrecke geplant ist.

Was wird kritisiert?

Vor allem im Sinne der Schüler haben zahlreiche Mitglieder des Fahrradklubs ADFC beim Infoabend Kritik geäußert. Zum einen seien zwar an allen Kreuzungsarmen Fußgängerinseln geplant, diese aber für den Betrieb zu Stoßzeiten bei Unterrichtsbeginn zu schmal ausgelegt. Außerdem werden die Ausmaße der Kreuzung moniert.

Wann wird gebaut?

„Frühestens 2023“, sagte Straßen- und Tiefbauamtsleiter Reinhard Koettnitz. Wirklich sagen könne er das jedoch nicht, weil der Kreuzungsausbau im Zusammenhang mit dem Ausbau der „Königsbrücker“ ab Albertplatz und der Sanierung der Stauffenbergallee in Richtung Radeburger Straße gesehen werden müsse. „Das alles können wir ja nicht gleichzeitig bauen“, sagte er.

Von Uwe Hofmann

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