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Lokales Angriff mit Machete: Linken-Chefin Kipping warnt vor vergiftetem gesellschaftlichen Klima
Dresden Lokales Angriff mit Machete: Linken-Chefin Kipping warnt vor vergiftetem gesellschaftlichen Klima
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14:19 29.07.2019
Linken-Bundesvorsitzende Katja Kipping ist entsetzt über den brutalen Angriff. Quelle: Archiv/Britta Pedersen/dpa
Dresden

Nach dem brutalen Angriff auf die Wohnung zweier Libyer in Übigau Mitte Juli hat Linken-Parteichefin Katja Kipping vor einer Verharmlosung rechter Gewalt gewarnt. „Das ständige Relativieren rechtsextremer Straftaten als gewöhnliche Kriminalität oder jugendlichen Übermut muss ein Ende haben“, erklärt die Dresdner Politikerin. Sie zeigte sich schockiert über das Vorgehen des Angreifers – aber auch über die Haltung einiger Bewohner des Mehrfamilienhauses.

Bei dem Vorfall am 18. Juli in einem Wohnhaus an der Scharfenberger Straße hatte der 35-Jährige zunächst ein Hakenkreuz auf die Wohnungstür seines 32-jährigen Nachbarns geschmiert und versucht, diese anzuzünden. Anschließend schlug er laut Polizei die Tür mit einer Machete ein, warf Pyrotechnik durch den Hausflur und rief fremdenfeindliche Parolen. Auch die zwischenzeitlich angerückten Polizisten habe er mit der Machete attackiert. Die Beamten griffen daraufhin zum Pfefferspray und konnten den Mann schließlich überwältigen.

In der Verantwortung für den Gewaltausbruch sieht Katja Kipping allen voran auch jene, die ganz bewusst Stimmung gegen Andersaussehende und Fremde machen. „Der von rechten Hetzern aller Couleur verbal gesäte Hass bricht sich in genau solchen Taten Bahn“, erklärt die Bundesvorsitzende der Linken. An die Politik und die Strafverfolgungsbehörden appelliert sie, dass diese „endlich den Ernst der Lage erkennen und entschieden gegen Hasskriminalität vorgehen müssen“. Für rassistische Gewalt gebe es keine Entschuldigung: „Und zwar egal, ob sie angedroht, verherrlicht oder am Ende ausgeführt wird.“

Neben der eigentlichen Tat empört Katja Kipping zugleich das Verhalten einiger Nachbarn. Die Tageszeitung „taz“ hatte darüber berichtet, wie Bewohner des Hauses ihr Verständnis für den Angriff geäußert hatten. „Einmal mehr zeigt sich hier, wie Fremdenhass das Klima in der Gesellschaft vergiftet hat, wenn danach der Täter von seinen Nachbarn als das Opfer bezeichnet und in Schutz genommen wird“, so Katja Kipping.

Von seko

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