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Dresden Lokales Das ist das Programm für die Jazz-Tage in Dresden
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06:50 22.10.2019
Luca Stricagnoli ist für den 27. Oktober in den Ostra-Studios angekündigt. Quelle: Foto: Meg Pfeiffer
Dresden

Es wird bunter denn je. Wohl auch deshalb – und vielleicht, weil ein (geschätzt 30 Jahre altes) Foto von Punk-Ikone Nina Hagen das Programm ziert – tragen die am Mittwoch beginnenden Jazztage Dresden ’19 den Untertitel „Out of Space“. Wie nun tatsächlich Hagen oder auch Bob Geldof oder Konstantin Wecker unter das Label Jazz gebracht werden sollen: Wir lassen uns gern überraschen. Schließlich ist kein Oberbegriff so dehnbar wie dieser.

Es gilt: Sich überraschen lassen

An 17 verschiedenen Spielorten gibt es einen Monat lang über 80 Konzerte, häufig mehrere an einem Tag. Hagen und Geldof werden den neuen Hauptspielort der Jazztage nutzen, den Ostra-Dome, von dem es im Programm nur heißt: „nahe Erlwein Capitol“. Schade zunächst, dass jenes mehrjährige Domizil der Jazztage mit seiner ganz eigenen Atmosphäre nicht mehr zur Verfügung steht. Die Homepage der neuen Location verrät sehr wenig über ihren Jazz-Faktor, also gilt auch hier: überraschen lassen.

Ob die großartigen Konzert-Bilder von Hans Joachim Maquet dort auch zu sehen sein werden? Immerhin ist dem langjährigen Fotografen der Jazztage in diesem Jahr eine Ausstellung im Untergeschoss des Quartiers an der Frauenkirche gewidmet. Hoch verdient!

Was erwartet uns außer dem irischen und dem ostdeutschen Megastar? Viele bekannte Namen von Barbara Dennerlein über Lizz Wright bis Ute Lemper. Von Nils Landgren über Curtis Stigers bis Stanley Clarke. Sie alle und viele andere große Namen, waren bereits bei bisherigen Dresdner Jazztagen zu Gast. Aber gut, das Publikum sieht sie gern wieder, und die Neugier, was sie Neues zu bieten haben, ist ja auch durchaus gegeben.

Welt-Stars und unbekannte Entdeckungen

Drummerin Sheila E. spielt im Ostra-Dome Quelle: Pr

Richtig spannend könnte es am 29. Oktober, werden, wenn eine der besten Drummerinnen der Welt – oder sollte frau hier die männliche Bezeichnung wählen, um klar zu machen, dass kaum ein Mensch Sheila E. die Stöcke reichen kann? – dem Publikum einheizen wird. Und so sicher, wie die Musik des viel zu früh verstorbenen Genies Prince Jazz war, so eindeutig lassen sich auch Sheila E.s Töne darunter subsumieren.

Wenn die Dresdner Philharmonie am 2. November „Philip Glass meets David Bowie“ im Kulturpalast zelebriert, dann kann das langweiliges Easy Listening für Bildungsbürger werden – oder aber etwas zum Aufmerken.

Entdeckungen warten vor allem in den Ostra-Studios auf die Besucher. Die Räumlichkeiten gehören zum Ostra-Dome. Hier finden sich eher unbekannte Namen im Programm. Etwa Tuck & Patti, das US-amerikanische Duo, das bereits seit 1978 zusammen Musik macht und Jazz-Klassiker zu Gehör bringt. Die beiden könnten die Dresdner Friend & Fellow sich als Vorbild genommen haben, solche Ähnlichkeiten sind herauszuhören. Was eine Empfehlung sein soll (6. November)! Oder die Kanadierin Laila Biali, von der Sting sagt, dass er sie bewundert. Die Singer-Songwriterin hat gerade erst ihre Debüt-CD beim angesagten Label ACT herausgebracht (2. November). Oder, um noch ein drittes Beispiel aus einer ganz anderen Ecke anzubringen: Bruno Böhmer Camacho, ein Könner der Latin-Szene aus Kolumbien (27. Oktober)

Die Qual der Wahl

Auch im Societaetstheater und im Jazzclub Tonne warten wieder kleine, feine Acts. In der Tonne könnte man etwa auf Teresa Bergmann verweisen. Die gebürtige Neuseeländerin verfügt über einen gewaltigen Stimmumfang, live ist ihr Mix aus ironisch-theatralischen Gesten und großem Gesang ein echtes Erlebnis (18. November).

Es gilt also, sich zu entscheiden: große Namen (außer im Ostra-Dome auch im Kulturpalast und im Gebäudeensemble Hellerau) oder Neuentdeckungen. Oder beides. Für diejenigen, die noch Resturlaub haben und das Urlaubsgeld in Kultur investieren wollen...

Jazztage Dresden ’19: Start Mittwoch, 19.30 Uhr, QF Quartier Frauenkirche mit gleich zehn Live-Acts von der „alpenländischen Percussion“ von Alpin Drums bis zu den Dresden Hepcats. Tickets und mehr Informationen: www.jazztage-dresden.de

Von Beate Baum

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