Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Wie zwei Buslinien zusammengelegt werden
Dresden Lokales Wie zwei Buslinien zusammengelegt werden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:27 17.05.2019
Dieses Bild gehört bald der Vergangenheit an. Ab 6. Juli steht „75 Niederwartha“ auf der Busanzeige. Quelle: Foto: Dietrich Flechtner
Dresden

Bei den Dresdner Verkehrsbetrieben (DVB) hat man so seine eigene Art zu rechnen. Ein Beispiel: Wenn am 6. Juli 75 und 94 zusammengenommen werden, heißt das Ergebnis 75. Ab 2021 kommt bei der gleichen Addition dann 68 heraus. DNN zeigen, wie diese Rechnung aufgeht.

Darum geht es

Anfang Juli steht die vom Stadtrat beschlossene Hochzeit der Buslinien 75 und 94 an. Die neue Linie wird „75“ heißen und zwischen Leubnitzer Höhe und Stadtzentrum alle zehn, Richtung Goppeln und nach Niederwartha meist alle 20 Minuten fahren.

Anfang 2021 soll dann durchgängig alle zehn Minuten gefahren werden. Damit wird die verlängerte „75“ Premiumbuslinie und folgerichtig in „68“ umbenannt.

Das sind Vorteile

Allein das Zusammenlegen von 75 und 94 bringt entlang der Strecke 1700 zusätzliche Fahrgäste an Werktagen, rechnet Andreas Hoppe vor. Er ist Leiter der DVB-Verkehrsplanung und sieht im Zusammenlegen kurzer Buslinien vor allem Vorteile. „Kurze Linien haben den Nachteil, dass sie viele Fahrgäste zum Umsteigen zwingen“, sagt er.

Anders bei der verlängerten 75. Sie verbindet Wasaplatz, Zoo, Krankenhaus Friedrichstadt und das Stauseebad Cossebaude mit dem Stadtzentrum und sorgt so für Fahrgastgewinn. Der rechtfertigt auch, dass dann nur noch Gelenkbusse auf der Strecke fahren. Die Taktverdichtung auf zehn Minuten ab 2021 sorgt dann für noch einmal 1700 neue Fahrgäste, wobei geringe negative Auswirkungen auf die Straßenbahnlinien 1 und 9 erwartet werden.

Das sind Nachteile

Es gebe nur einen Nachteil, meint Hoppe. „Die neue 75 bedient den Pirnaischen Platz nicht mehr“, sagt er. Stattdessen verkehren die Busse ähnlich wie die Straßenbahnlinie 11 über „Prager Straße“ und Postplatz. Fahrgäste, die dort sonst in die „7“ nach Norden oder Süden wechseln, müssen künftig am Wasaplatz in die „13“ oder am Postplatz in die „8“ umsteigen.

Für die Verkehrsbetriebe selbst hat es durchaus einen Vorteil, eine Linie vom viel befahrenen Pirnaischen Postplatz zu nehmen. Aber: „Betriebsbedingte Gründe dürfen niemals zu so einem Eingriff führen – es geht uns allein um die Angebotsverbesserung“, sagt Hoppe.

Das kostet es

Diese Worte bezeichnen eine Haltung, die die DVB immer stärker nach außen tragen. „Von den Kosten her zu denken, ist falsch. Es geht um das Angebot“, sagt Hoppe etwa. Dennoch hatten die Verkehrsbetriebe zunächst keinen Zehn-Minuten-Takt zwischen Postplatz und Niederwartha vorgeschlagen.

Die Linienhochzeit ist mit 55 000 Euro Mehrkosten noch relativ kostengünstig zu haben, die neue Premiumbuslinie 68 geht dagegen richtig ins Geld: Sie kostet 810 000 Euro mehr, weil fünf neue Busse angeschafft und zwölf zusätzliche Busfahrer beschäftigt werden müssen. Dennoch begrüßt Hoppe, dass sie auf Betreiben der linkselbischen Ortschaften vom Stadtrat beschlossen wurde. Mit prognostizierten 17 500 Fahrgästen sei der Aufwand gerechtfertigt.

Deshalb dauert es

Die neuen Anschaffungen und Anstellungen sind der Grund, weshalb der Stadtrat ein zweistufiges Verfahren bis zur „68“ gewählt hat. Eigentlich sollte der erste Bus der neuen Linie laut Beschluss Ende 2020 fahren, aber die DVB stellen ihren Fahrplan nicht mitten im dicksten Adventsverkehr sondern traditionell Anfang Januar um.

Von Uwe Hofmann

In Dresden wird seit Donnerstag einem 40-jährigen Palästinenser der Prozess gemacht, der tausende Flüchtlinge auf schrottreifen Schiffen übers Mittelmeer geschleust haben soll. Er und seine Komplizen nahmen bis zu 6000 Dollar pro Fahrt von den Flüchtlingen.

16.05.2019

Inzwischen haben sechs Anbieter Interesse bekundet, in der Stadt ein Leihsystem für Elektroroller aufbauen zu wollen. Die Stadt will mit freiwilligen Vereinbarungen verhindern, dass es wie anderswo Probleme gibt – und setzt unter anderem auf „rote Zonen“ und eine automatische Regulierung des Tempos.

16.05.2019

Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Bau hat mit den Stimmen von CDU, FDP, Bürgerfraktion und AfD den vierspurigen Ausbau des Zelleschen Weges beschlossen. Grüne und der Studentenrat der TU sind empört.

16.05.2019