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Alte Sorten erhalten – Dresdner Saatgutbibliothek ruft zum Mitmachen auf

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08:28 29.07.2021
Saatguttütchen in der Dresdner Saatgutbibliothek.
Saatguttütchen in der Dresdner Saatgutbibliothek. Quelle: Dietrich Flechtner
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Dresden

Seit dem Frühjahr hat Dresden eine Saatgut-Bibliothek. Sie ist Teil der Abteilung Sach- und Fachliteratur und der Kinderbibliothek in der Dresdner Zentralbibliothek im Kulturpalast. Weil wenige Großkonzerne den Saatgutmarkt beherrschen und alte Sorten mehr und mehr verloren gehen, wurde die Saatgutbibliothek zusammen mit mehreren Partnern ins Leben gerufen.

Anbauen, freuen, nutzen, Samen produzieren und zurückbringen

Ziel ist, nicht nur alte Zier- und Nutzpflanzen zu erhalten, sondern auch für Hobbygärtner nutzbar zu machen. Deswegen konnten sich Nutzer der Städtischen Bibliotheken in den vergangenen Wochen Samentütchen in der Bibliothek holen.

Die Saatgutbibliothek kann aber nur weiterbestehen und bestenfalls wachsen, wenn sich die „Entleiher“ der Samen nicht nur an den Blüten und Früchten erfreuen, sondern auch Saatgut produzieren und davon wieder etwas in die Bibliothek zurückzubringen. Zudem kann jeder, der alte Nutzpflanzensorten in seinem Garten hat, ebenfalls Samen in die Bibliothek bringen. Die Abgabe ist an allen öffentlichen Service/Info-Plätzen in der Zentralbibliothek möglich.

Nur sortenreines, samenfestes Saatgut ist gefragt

Saatgut von Hybridsorten (F1-Kennzeichnung) ist nicht gefragt, sondern nur sortenreines, samenfestes Saatgut von Kräutern, Gemüse, Blumen- und Wildpflanzen, insektenfreundlichen Pflanzen, seltenen Sorten und regionalen Sorten. Die trockenen Samen am besten in Papiertütchen geben, diese mit dem Namen der Pflanze, dem Erntedatum und gegebenenfalls Besonderheiten beschriften und dann in die Bibo bringen.

Von Catrin Steinbach