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Lokales Alte Herkuleskeule in Dresden soll 2020 verschwinden
Dresden Lokales Alte Herkuleskeule in Dresden soll 2020 verschwinden
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11:21 20.11.2019
Ein Bild aus alten Tagen: Lange wird die alte Spielstätte der Herkuleskeule am Sternplatz nicht mehr stehen. 2020 ist der Abriss des Komplexes geplant. Quelle: Archiv
Dresden

Im nächsten Jahr soll das Gebäudeensemble mit der ehemaligen Spielstätte der Herkuleskeule und den daneben stehenden Flachbauten am Sternplatz abgerissen werden. Das sehen aktuelle Pläne von Dresdens Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Bündnis 90/Die Grünen) vor, die er jetzt dem Stadtrat vorgelegt hat. An die Stelle der Altbauten aus den 1960er Jahren sollen Wohngebäude mit rund 50 Wohneinheiten sowie Ladengeschäfte in den Erdgeschossbereichen rücken.

Stadt übernimmt den Abriss

Für den Wohnungsbau hat Schmidt-Lamontain zwei Akteure im Blick: Die städtische Wohnungsgesellschaft Wohnen in Dresden GmbH & Co. KG (WiD) soll auf 3300 Quadratmetern Nutzfläche bis zu 39 Ein- bis Sechsraum-Wohnungen und drei Ladengeschäfte errichten. Die zweite, 1600 Quadratmeter große Teilfläche soll für Bauherrengemeinschaften ausgeschrieben werden. Hier könnten 15 Ein- bis Vierraum-Wohnungen sowie ein Ladengeschäft entstehen.

Die Stadtplaner gehen von Abrisskosten in Höhe von 1,2 Millionen Euro aus. Die Landeshauptstadt will den Abriss selbst übernehmen, da die Grundstücksgrenze für die beiden zu schaffenden Flächen mitten durch Bestandsgebäude verläuft. Da die WiD deutlich schneller mit dem Wohnungsbau beginnen wird als eine Bauherrengemeinschaft – die Ausschreibung erfordert viele Vorarbeiten und wird mindestens ein Dreivierteljahr in Anspruch nehmen – wäre mit ei­nem hohen Sicherungsaufwand für teilweise abgerissene Gebäude zu rechnen, heißt es in der Vorlage.

Die Abrisskosten sollen zum ei­nen aus dem Etat der WiD und zum anderen über Mehrerlöse beim Verkauf des zweiten Grundstücks finanziert werden. Zunächst soll die WiD den gesamten Abriss vorfinanzieren und dann den Erlös der zweiten Fläche erhalten, so dass der Etat der städtischen Wohnungsbaugesellschaft mit 720.000 Euro belastet wird. Dafür soll das Baugrundstück als Kapitaleinlage in die Ge­sellschaft eingebracht werden. Da die Stadt Teilhaberin an der WiD ist, wird keine Grundsteuer bei diesem Geschäft fällig.

Sanierung wäre ineffizient

Das Stadtplanungsamt hat als Alternativvariante eine Sanierung der vorhandenen Gebäudesubstanz geprüft, aber als ineffizient verworfen. Zum einen wären die Kosten sehr hoch, zum anderen könnten keine Wohnungen in den Altbauten entstehen. Zwar wäre es möglich, Räume für die Kultur- und Kreativwirtschaft einzurichten. Dabei entstünde aber ein erhebliches Konfliktpotenzial mit der umliegenden Wohnbebauung. Zudem würden wegen der hohen Sanierungskosten sehr hohe Mieten fällig, so Schmidt-Lamontain.

Die Pläne sollen jetzt im Stadtbezirksbeirat Altstadt und in den Ausschüssen für Finanzen sowie Stadtentwicklung und Bau diskutiert werden. Letzterer soll auf seiner Sitzung am 5. Februar 2020 die Entscheidung treffen.

Die Parkanlage gegenüber der ehemaligen Herkuleskeule. Quelle: Stadt Dresden

Die Pläne sind Teil einer großen Umgestaltung des Sternplatzes. Die Parkanlage in der Mitte des innerstädtischen Platzes wird gegenwärtig zu Dresdens neuer grüner Mitte“ umgestaltet.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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