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Lokales Albertstraße: Pläne für Radwege stehen vor dem Aus
Dresden Lokales Albertstraße: Pläne für Radwege stehen vor dem Aus
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11:01 15.01.2019
An der Albertstraße haben es Radler nicht einfach. Weil es Querelen im Stadtrat gibt, droht sich daran auch vorerst nichts zu ändern, obwohl die Gelegenheit derzeit so günstig ist wie lange nicht. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Die Chancen für Radwege an der Albertstraße stehen schlecht. Denn auch durch eine nichtöffentliche Beratung im Bauausschuss, bei der alle Fakten auf den Tisch kamen, haben sich die Gegner des zur Nord-Süd-Route für Radler gehörenden Projekts dem Vernehmen nach nicht vom Vorhaben überzeugen lassen. Die Fraktionen CDU, FPD/FB und Bürgerfraktion halten demnach weiterhin ihren Antrag aufrecht, die vier Spuren auf der Albertstraße zu erhalten und zu prüfen, ob sich Radwege auf den Gehwegen einrichten lassen. Diese seien dafür jedoch zu schmal, hatte Verkehrsbürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne) im Vorfeld gesagt, was bei Beibehaltung der Vierspurigkeit zu einer teueren und langwierigen Umplanung der gesamten Albertstraße führen würde.

Stattdessen verfolgt der Verkehrsbürgermeister diesen Plan: Eine Fahrspur in Richtung Albertplatz wird gestrichen, der Verkehrsraum dann so organisiert, dass zwei Radlerspuren beiderseits der Straße Platz haben. Am Carolaplatz würde das die Wartezeit für Autofahrer im Schnitt um eine Sekunde verlängern – mehr Beeinträchtigungen seien laut einer Studie für Autofahrer nicht zu befürchten.

Nicht nur deshalb hat der hartnäckige Widerstand gegen das Projekt die Verwaltung überrascht. Bisher gab es für Radwege auf der Fahrbahn der Albertstraße weitestgehend Einmütigkeit. So hatte der Petitionsausschuss dies 2011 nach Prüfung eines entsprechenden Antrags des Fahrradverbandes ADFC einmütig so gefordert und damit den gesamten Planungsprozess erst in Gang gesetzt. Die FDP, einer der jetzigen Ausbaugegner, hatte sich zudem 2014 diese Sätze ins Kommunalwahlprogramm geschrieben: „Bei geplanten und zukünftigen Verkehrsprojekten sind Radfahrstreifen auf Fahrbahnniveau zu bevorzugen, bei beengten Platzverhältnissen auch Schutzstreifen. Die Nord-Süd-Verbindung zwischen Albertplatz und Hauptbahnhof muss besser für den Radverkehr erschlossen werden.“ Diesen Vorgaben widerspricht die Stadtratsfraktion FDP/FB nun im Fall der Albertstraße.

Das ist aus Sicht der Radweg-Befürworter besonders ärgerlich, weil die Chancen auf eine Realisierung derzeit so gut stehen wie noch nie. Nach langen Planungen und einer geplatzten Ausschreibung liegen der Stadt nun fünf valide Angebote von Firmen vor. Im Februar sollte der Ausschuss für Wirtschaftsförderung deshalb über die Vergabe des rund 530 000 Euro teuren Projekts entscheiden. Da dem Vernehmen nach eine Förderquote in Höhe von 90 Prozent in Aussicht stehen soll, bekäme die Dresden also für reichlich 50 000 Euro Eigenmittel eine bequeme Radwegführung an einer der wichtigsten Radlerrouten der Stadt. Der Eilantrag der Vierspurbefürworter wird noch in diesem Monat im Stadtrat verhandelt.

Von uh

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