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Lokales Afrikahaus kostet 1,1 Millionen Euro mehr
Dresden Lokales Afrikahaus kostet 1,1 Millionen Euro mehr
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09:44 21.03.2018
Die Bauarbeiten im Afrikahaus schreiten voran. Quelle: Zoo
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Dresden

Die Stadt soll dem Dresdner Zoo finanziell unter die Arme greifen. Das schlägt jetzt Finanzbürgermeister Peter Lames (SPD) dem Finanzausschuss des Stadtrats vor. Die Zoo GmbH soll 700 000 Euro zur Finanzierung von Mehrkosten beim Umbau des Afrikahauses erhalten. Die Gelder sollen aus den Gewerbesteuermehreinnahmen des vergangenen Jahres kommen, die in nie dagewesener Höhe geflossen sind.

2015 hatte die Zoo GmbH mit dem Umbau und der Sanierung des Afrikahauses begonnen. Bis Ende des zweiten Quartals 2017 hätten die Verantwortlichen den Kostenrahmen für das Gesamtprojekt einhalten können, so Lames. Doch dann habe der Projektsteuer dem Aufsichtsrat der Gesellschaft Mehrkosten angezeigt.

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Es handelt sich um erhebliche Mehrkosten von ungefähr 1,1 Millionen Euro. In einer Aufstellung werden 15 zusätzliche Leistungen gegenüber der genehmigten Planung erfasst, darunter Ausgaben für Brandschutztüren in Höhe von rund 95 000 Euro oder die Änderung der Elefantentore für rund 96 000 Euro. Es habe auch mehrere böse Überraschungen wie defekte Dachkonstruktionen und durchfeuchtetes Dämmmaterial gegeben. Deshalb steige das Gesamtbudget von 7,52 Millionen Euro auf 8,62 Millionen Euro. Mitverantwortlich für den Anstieg seien auch erhebliche Preissteigerungen in der Bauwirtschaft.

Die Landeshauptstadt sollte für das Investitionsvorhaben ursprünglich 6,67 Millionen Euro zur Verfügung stellen, dieser Anteil steigt nun auf 7,37 Millionen Euro – wenn der Finanzausschuss seine Zustimmung erteilt. Die Zoo GmbH werde alle ihr zur Verfügung stehenden Eigenmittel für die Baumaßnahme einsetzen und ihren Eigenanteil von 854 500 Euro auf 1,25 Millionen Euro erhöhen, heißt es in der Vorlage.

Das Afrikahaus soll nach dreijähriger Bauzeit spätestens im Mai wieder seine Pforten öffnen. Gegenwärtig schreitet der Innenausbau weiter voran, Haustechniker seien mit Installationsarbeiten beschäftigt. Der Finanzausschuss wird voraussichtlich am 7. Mai über den städtischen Zuschuss entscheiden.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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