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Lokales Aufregung um Plätze an Oberschulen im Dresdner Norden
Dresden Lokales Aufregung um Plätze an Oberschulen im Dresdner Norden
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14:12 18.08.2018
Symbolfoto. Quelle: dpa
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Dresden

Im Dresdner Norden wächst die Sorge um die Zahl der Plätze an Oberschulen in dem Stadtgebiet. „Die Situation wird sich ab dem Schuljahr 2019/20 verschärfen“, befürchtet CDU-Stadträtin Silvana Wendt. Sie sieht sich mit den Elternvertretern aus dem Bereich Langebrück, Weixdorf, Klotzsche einig, dass sich etwas tun muss. Während der Diskussion um die Sanierung des Gymnasiums Klotzsche hatte Vorjohann die Eltern immer wieder zum engagierten Einsatz aufgefordert. Jetzt setzen sie ihren Kampf fort.

Kritiker: Zu wenig Platz an Oberschulen

Nach Wendts Rechnung stehen an den Oberschulen im Norden (82. und Oberschule Weixdorf) nur vier Züge zur Verfügung. Damit können maximal 112 Kinder aufgenommen werden. Gleichzeitig würden aber 349 Grundschüler aus dem Stadtgebiet in eine fünfte Klasse an Oberschule und Gymnasium wechseln. Bei einer im Schulnetzplan unterstellten Wechselquote an die Oberschule von 42 Prozent, die Realität habe diese in der Vergangenheit auch übertroffen, würden knapp 140 Oberschulplätze benötigt. „Man kann leicht erkennen, dass diese Anzahl über den verfügbaren Platz übersteigt“, stellt Wendt fest. Sie und die Elternvertreter fordern deshalb die Vorgründung der 151. Oberschule, um den Bedarf decken zu können.

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Lange hatten die Protagonisten im Norden gehofft, die 151. Oberschule könnte in den Container-Einheiten des Gymnasiums Klotzsche starten, wenn dieses für die Sanierung des Hauptgebäudes nach Pieschen ausgelagert ist. Doch daraus wird jetzt nichts. Die Stadt will während der Sanierung des Gymnasiums in den Container auf der gegenüberliegenden Straßenseite für 18 Monate ab Sommer 2019 die 19. Grundschule („Am Jägerpark“) auslagern. Deren Gebäude soll energetisch saniert werden. Das für die Auslagerung ins Auge gefasste Schulgebäude an der Luboldtstraße auf dem Weißen Hirsch sei jedoch zu klein, erklärte Bildungsbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) gegenüber DNN. Ob dieses Gebäude für die Vorgründung der 151. in Frage käme, ist offen.

Stadt: Keine Schulbezirke bei Oberschulen

Die Stadt betrachtet die Sache ohnehin globaler und kommt daher zu anderen Einschätzungen. Grundsätzlich sei zu beachten, so heißt es aus Vorjohanns Geschäftsbereich, dass für den Bereich der Oberschulen keine Schulbezirke existieren. Schülerinnen und Schüler können die Oberschulen der Landeshauptstadt frei wählen. Laut Fortschreibung der Schulnetzplanung sei die vorhandene Kapazität im Planungsbereich Rechtselbisch Nord in den folgenden Schuljahren ausreichend. Die Stadt geht dabei davon aus, dass an der 82. Oberschule und der Oberschule Weixdorf Kapazitäten für jährlich wechselnd zwei und drei Klassen bestehen. Die Schüler in den Vorbereitungsklassen würden je nach Lernfortschritt in die Regelklassen integriert und zudem ändere sich gerade das Wechselverhalten der Viertklässler im Zusammenhang mit den neuen Regeln zur Bildungsempfehlung. Die Stadt geht also von einem größeren Hang zum Gymnasium aus und „hält daher an der Vorgründung der 151. Oberschule zum Schuljahr 2020/21 fest“.

Das will auch CDU-Stadträtin und Bildungspolitikerin Heike Ahnert nicht akzeptieren. „Wir brauchen für die Kinder im Dresdner Norden wohnortnah Oberschulplätze.“ Die Obergrenze für Schulwege liege bei einer Stunde. Längere Wege würden die Zulassungsverfahren an den Oberschulen im Norden berühren. Deshalb spricht auch sie sich für die Vorgründung der 151. Oberschule ab 2019/20 aus. „Das muss passieren.“

Von Ingolf Pleil

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