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Lokales Ärger um Zustände für 15. Grundschule in Dresden
Dresden Lokales Ärger um Zustände für 15. Grundschule in Dresden
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09:27 29.05.2019
Seit vergangenem Jahr wird die 15. Grundschule an der Seifhennersdorfer Straße saniert. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Die Stadtverwaltung widerspricht der Kritik der Grünen am Bauzustand des gegenwärtigen Standorts für die 15. Grundschule. „Es handelt sich um ein unsaniertes Schulgebäude, das zum Zweck der Bauauslagerung nutzbar ist“, erklärte Bildungsbürgermeister Hartmut Vorjohann auf DNN-Anfrage. „Es liegen keine Mängel vor, welche den sicheren Schulbetrieb gefährden würden“, fügte der CDU-Politiker hinzu.

Grüne Stadtbezirksbeiräte hatte kürzlich ihr „Unverständnis“ über die von Eltern an sie herangetragenen Missstände am Gymnasium Dreikönigschule geäußert. Ein Teil des derzeit in der Sanierung befindlichen Gymnasiums wird von der 15. Grundschule als Interimsstandort genutzt, bis deren Stammhaus an der Görlitzer Straße instandgesetzt ist.

Durch die Elternschaft werde bereits seit langem vergeblich auf die Mängel beim Brandschutz, der Raumakustik, der Arbeitsschutzvorschriften und der personellen Unterversorgung im Verwaltungsbereich aufmerksam gemacht, erklärten die Grünen. Nach erfolglosen Monaten der Information und Kommunikation mit dem Schulverwaltungsamt und dem Landeamt für Schule und Bildung (Lasub) hätten die Mütter und Väter inzwischen die Mängel am Auslagerungsstandort gegenüber Vorjohann in einer Dienstaufsichtsbeschwerde angezeigt und ihn zum Handeln aufgefordert. Das sei bereits vor mehr als sechs Wochen erfolgt. Bislang habe es jedoch weder eine Reaktion der Verwaltung gegeben noch habe es Abhilfe für die Mängel gegeben.

„Wir fordern das Schulverwaltungsamt auf, die Hinhaltetaktik unverzüglich aufzugeben und zu den in der Dienstaufsichtsbeschwerde benannten Problemfeldern gemeinsam so schnell wie nur möglich mit der Schulleitung tragfähige Lösungen zu finden“, erklärte Oliver Mehl, bildungspolitischer Sprecher der Stadtbezirksbeiräte der Grünen in der Neustadt. Gesundheitsgefährdende Zustände für Schüler und Lehrer dürfe es auch in Auslagerungsstandorten nicht geben und auch nicht auf Zeit.

Keine großen Investitionen vor Gesamtsanierung

Laut Vorjohann gebe es aktuell, trotz der im unsanierten Bestand regelmäßig bestehenden Abweichungen von den aktuellen Vorgaben zum baulichen Brandschutz, keine Mängel, welche einer weiteren Klärung bedürfen. Brandschutzprobleme im 3. Obergeschoss seien durch die Sperrung der Räume abgestellt worden. „Die Raumakustik ist nicht schlechter als im unsanierten Schulgebäude der 15. Grundschule.“ Es sollte nachvollziehbar sein, dass in einem Gebäude, welches kurzfristig in die Gesamtsanierung geht keine kostenintensiven Maßnahmen zur Raumakustik umgesetzt werden. Damit zielte Vorjohann auf die geplante Sanierung alle Gebäude der Dreikönigschule ab.

Den von den Eltern vorgeschlagenen Fußbodenbelag lehne die Stadt als Schulträger ab, da dieser „nachweislich nicht zu einer Verbesserung der Raumakustik beiträgt, aber höhere Kosten bei der Reinigung nach sich zieht“. Das Bespannen der Wände mit Messe-Auslegeware lehne die Stadt ebenfalls ab, weil das „unwirksam“ sei.

Der Sportplatz sei nicht gesperrt, widersprach Vorjohann einem weiteren Punkt der Grünen-Kritik. Der 15. Grundschule sowie dem Schulhort stehe der eigene Sportplatz auf der Seifhennersdorfer Straße zur Verfügung. Das dem Gymnasium Dreikönigschule zugeordnete Kleinspielfeld hinter der Sporthalle Alauenstraße sei ausschließlich der schulischen Nutzung vorbehalten. Vorjohann bekräftigte: Es handelt sich um ein Bauauslagerungsobjekt. Das bisher durch das Gymnasium Dreikönigschule genutzte Gebäude erfülle die Anforderungen an den Schul- und Hortbetrieb. Die Dienstaufsichtsbeschwerde werde nach den verwaltungsinternen Regularien bearbeitet. „Zum Sachstand wird keine Auskunft erteilt“, sagte Vorjohann.

Von Ingolf Pleil

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