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Lokales Adventskonzert: Weihnachten im Rudolf-Harbig-Stadion
Dresden Lokales Adventskonzert: Weihnachten im Rudolf-Harbig-Stadion
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17:44 07.11.2019
Zu den Höhepunkten des Adventskonzerts 2019 gehört Musicalstar Zodwa Selele, die sich für die Veranstaltung ganz besonders wappnen will. Quelle: Anja Schneider
Dresden

In rund anderthalb Monaten ist es wieder soweit: Der heilige Rasen von Dynamo Dresden im Rudolf-Harbig-Stadion verwandelt sich dann „in eine Bühne voller Emotionen“, wie Holger Zastrow, Pressesprecher des Dresdner Adventskonzert, das Großereignis zusammenfasst. Am 19. Dezember „erlebt Dresden das Jubiläum des schönsten und ergreifendsten Events der Vorweihnachtszeit“.

Zum fünften Mal werden dann die Stimmen des Dresdner Kreuzchores sowie erstmalig der Dresdner Kapellknaben zu hören sein. „Durch unsere Teilnahme werden wir natürlich aus unserer Tradition herausgerissen“, sagt Matthias Lieblich, Chordirektor der Kapellknaben. Der Stadionkontext sei nämlich nicht das Fachgebiet der Kapellknaben. „Vor allem auch wegen der erwarteten Zuschauerzahl sind wir deshalb sehr aufgeregt.“ Doch der Chordirektor sowie die Jungs seien guter Dinge – und haben schon mit den Vorbereitungen angefangen.

Der Dresdner Kreuzchor hat wenige Tage vor Weihnachten wieder Tausende Fans mit einem Konzert im Dynamo-Stadion begeistert. Zum nunmehr vierten Adventskonzert kamen nach Angaben der Veranstalter nahezu 25.000 Gäste ins Fußballstadion. Als Stargäste wirkten die finnische Sopranistin Camilla Nylund und Rocksänger Peter Maffay mit. Mehr als 100 Kruzianer unter Leitung von Roderich Kreile gestalteten das Konzert.

Zwist und Streiterein vergessen

Roderich Kreile, Kreuzkantor des Dresdner Kreuzchores, blickt ebenfalls mit Vorfreude auf das bevorstehende Ereignis: „Auch in einem großen Stadion können wir einen gewissen Grad an Intimität kreieren und die Musik aus der Kirche in einem neuen Kontext präsentieren.“

Bereits seit 2015 organisiert der Initiator und Regisseur Thomas Reiche das Adventskonzert. „Irgendwie hat sich alles geändert und glücklicherweise nichts“, sagt er. Geblieben sei die Grundausrichtung des Konzertes, sprich viele Menschen in einer friedlichen Atmosphäre, die gemeinsam Weihnachtslieder singen und sich auf die festliche Zeit einstimmen. „In den rund 90 Minuten des Konzertes sind Zwist und Streiterein vergessen.“

22 000 Besucher erwartet

Geändert habe sich allerdings trotzdem viel. In den vergangenen Jahren hat sich das Adventskonzert vergrößert: mehr Licht, eine größere Bühne und natürlich mehr Sterne – die überall im Stadion verteilt hängen werden. Dieses Jahr wohl weit über 200. Die Zahl der Gäste sei über die Jahre ebenfalls angestiegen. Reiche rechnet am 19. Dezember mit rund 22 000 Besuchern.

Der Mix aus klassischen Weihnachtsliedern und schwungvollen internationalen Hits mit Bandbegleitung macht das Konzert wohl zu etwas besonderem – allerdings auch zu einer Herausforderung für die Künstler, die viele verschiedene Genres bespielen müssen. „Unsere Orchestra besteht aus rund 20 Musikern und es spielen nicht immer alle gleichzeitig“, sagt Peter Christian Feigel, Arrangeur und musikalischer Supervisor. „Unterschiedliche Stilistiken werden unterschiedlich begleitet.“ So gibt es Musik, die dringend eine Rhythmusgruppe braucht – also ein Schlagzeug, einen Bass sowie eine E-Gitarre.

Spezialisten für jedes Genre

Dann wiederum gibt es Streicher und Bläser, die für den klassischen Bereich zuständig sind. „Bei der Auswahl der Musiker ist uns genau diese Vielfalt wichtig – wir brauchen Spezialisten für jedes Genre.“ Und das versucht der musikalische Supervisor umzusetzen: So spielt einer der zwei Trompeter beispielsweise regelmäßig bei Udo Lindenberg.

Programmhöhepunkte in diesem Jahr werden wohl unter anderem die Auftritte der finnischen Sopranistin Tuuli Takla sowie des Musicalstars Zodwa Selele sein. Letztere verkörperte bereits mehrere Hauptrollen, beispielsweise in der „König der Löwen“ und „Hairspray“. 2010 wählte Whoopi Goldberg die in Berlin lebende Solistin persönlich für die Rolle der Deloris van Cartier in „Sister Act“ aus, die sie fünf Jahre in Folge als Erstbesetzung in Hamburg, Stuttgart und Oberhausen verkörperte. Nun haben auch Dresdner die Chance, Selele beim fünften Adventskonzert live zu erleben.

Der größte Unterschied für den Musicalstar zu einer Performance im geschlossenen Haus: „Zum einen ganz klar die Größe der Veranstaltung. Vor mehr als 20 000 Menschen zu singen, ist etwas ganz besonders.“ Zum anderen aber auch die klimatischen Bedingungen einer Open-Air-Veranstaltung im Dezember: Seleles Stimme ist nämlich kälteempfindlich. „Ich muss aufpassen, dass meine Stimme nicht auskühlt. Dafür trage ich beim Auftritt wahrscheinlich einen Schal oder dicken Mantel. In den Pausen trinke ich dann noch ganz viel Tee und hoffe das Beste.“

Der Kartenverkauf läuft bereits, die Preise starten bei 20 Euro. Einlass ist am 19. Dezember gegen 16 Uhr. 18 Uhr soll es dann losgehen. Weitere Informationen gibt es unter www.adventskonzert.de.

Von Felix Franke

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