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Lokales Ab 6. Juli fahren die ersten Straßenbahnen über die Oskarstraße
Dresden Lokales Ab 6. Juli fahren die ersten Straßenbahnen über die Oskarstraße
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18:44 26.04.2019
Nach vielen Problemen hat Reinhard Koettnitz am Wasaplatz doch noch gut zu lachen. Über die gepflasterte Strecke fahren ab 7. Mai die Busse und Autos. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Ab 6. Juli rollen die ersten Straßenbahnen über die Oskarstraße. Für Stadt und Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) endet damit eines der schwierigsten Kapitel der jüngeren Baugeschichte – das Oberverwaltungsgericht hatte wegen Verfahrensfehlern, die beide nicht zu verantworten hatten, einen 14-monatigen Baustopp verhängt, der alle Bauabläufe durcheinander brachte und die Kosten in die Höhe schießen ließ. Etwa 30 Millionen Euro werden Stadt, DVB und die beteiligten Versorgungsunternehmen am Ende zahlen müssen, meint DVB-Vorstand Andreas Hemmersbach. Zu Baubeginn war noch von reichlich 20 Millionen Euro die Rede.

Dennoch sei er zufrieden, dass nun der „Endspurt“ im ersten Abschnitt der Campuslinie begonnen habe, sagt Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne). Künftig werden Bahnen der Linien 9 und 13 vom Wasaplatz über die Oskarstraße zur Tiergartenstraße fahren und dabei direkt am Haltepunkt Strehlen halten. „Das bringt für unsere Fahrgäste eine deutliche Verbesserung“, sagt DVB-Vorstand Hemmersbach. Etwa 30 000 Menschen passieren mit Bus und Bahn den Wasaplatz, ein Zehntel davon stieg vor Beginn der Arbeiten von und zur S-Bahn um. Zahlen, die nach dem Umbau steigen sollen.

Auf der Oskarstraße liegen die Gleise schon. Trotzdem rollt der Verkehr erst Anfang Juli. Erst dann ist die Oberleitung fertig. Quelle: Dietrich Flechtner

40 bis 50 Bauleute und 20 Bagger hat DVB-Vorstand Hemmersbach auf der Strecke gezählt. Derzeit haben sie vor allem an drei Schwerpunkten zu tun. So gibt es derzeit vor allem an der Kreuzung Tiergartenstraße/Franz-Liszt-Straße viel zu erledigen, wo auch noch Kanalarbeiten laufen. Vor dem Haltepunkt Strehlen und auf der anderen Seite der Bahnunterführung Richtung Gustav-Adolf-Platz ist ebenfalls viel los. Dort bietet sich derzeit ein besonderer Anblick: Der Kaitzbach wird provisorisch durch dicke Rohre zu dem bereits vor Jahren fertiggestellten unterirdischen Kanal geführt. Kurz davor liegen schon die Straßenbahngleise auf der Oskarstraße, die einen Sprung über den Kaitzbach nehmen müssen, um dann unter der Bahnunterführung hindurch abzutauchen. „Das sieht so aus, als ob der Platz nicht genügen würde, aber das klappt“, versichert Straßen- und Tiefbauamtsleiter Reinhard Koettnitz.

Am meisten zu tun gibt es noch am Wasaplatz. Dort ändert sich am 7. Mai die Verkehrsführung, Autos und Busse fahren dann im Halbbogen über den nördlichen Platzteil, damit die Bauleute auf dem restlichen Wasaplatz freies Spiel haben. Die Linienführung der umgeleiteten Busse und des Schienenersatzverkehrs bleibt dessen ungeachtet unverändert, heißt es von den DVB.

Der Wasaplatz bietet viele Besonderheiten. So wird die denkmalgeschützte Eiche in der Platzmitte mit großem Aufwand geschützt. Eine eigene Wasserversorgung schließt sich an die Entwässerung der Straßenbahngleise an, um die unter dem neuen Asphalt liegenden Wurzeln mit Wasser zu versorgen. Die Straßenbahnhaltestelle wird barrierefrei umgebaut, der Bushalt bleibt jedoch mehr oder weniger wie er ist. Er wird erst mit dem nächsten Abschnitt der Campuslinie, der Straßenbahnen vom Zelleschen Weg zum Wasaplatz führt, umgestaltet.

Erst dann entsteht übrigens auch das erforderliche Gleisdreieck. Aus fördermitteltechnischen Gründen dürfen diese Arbeiten nicht schon jetzt erledigt werden. Wenn im September die letzten Arbeiten an der Platzgestaltung erledigt sind, bedeutet das für den Wasaplatz also nur eine Baupause.

Von Uwe Hofmann

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