Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales 76 Prozent Preisanstieg bei Wohnimmobilien
Dresden Lokales 76 Prozent Preisanstieg bei Wohnimmobilien
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:50 17.07.2018
Kaum noch zu bezahlen: Der Traum von den eigenen vier Wänden. Quelle: Archiv
Anzeige
Dresden

In Dresden sind die Preise für Wohnimmobilien in den vergangenen zehn Jahren um 76 Prozent gestiegen. Das hat das Portal Immowelt ermittelt. Den Angaben zufolge kostete im ersten Halbjahr 2008 der Quadratmeter in einem Eigenheim oder einer Eigentumswohnung im Durchschnitt 1270 Euro. Im ersten Halbjahr 2018 liege der Kaufpreis dagegen bei 2230 Euro pro Quadratmeter.

Eine ähnlich rasante Entwicklung wie die Landeshauptstadt hat laut Immowelt auch die Messestadt Leipzig genommen. Dort sei der Kaufpreis in den vergangenen zehn Jahren um 74 Prozent auf durchschnittlich 1910 Euro pro Quadratmeter gestiegen. Für beide sächsischen Großstädte gelte, dass sie immer attraktiver würden. Dank ihrer Universitäten und einem vielfältigen Jobangebot würden vermehrt junge Menschen nach Leipzig und Dresden ziehen, konstatiert das Portal einen Grund für den deutlichen Preisanstieg.

Anzeige

Vor zehn Jahren war Wohneigentum nur in Leipzig billiger als in Dresden im Vergleich der 14 größten deutschen Städte. Mittlerweile sind Immobilien in Bremen (2030 Euro pro Quadratmeter), Dortmund (1720) und Essen (1620) billiger als in Dresden. Regelrecht explodiert sind die Preise dagegen in München: Dort werden mittlerweile 7070 Euro pro Quadratmeter im Durchschnitt fällig, das ist eine Steigerung um 141 Prozent. Auch in Berlin (129 Prozent), Hamburg (103 Prozent) und Stuttgart (100 Prozent) sind die Preise extrem angezogen.

Ein mit neun Prozent einstelliges Wachstum konstatierten die Analysten dagegen in Essen im Ruhrgebiet. Dort sei die Entwicklung lange Zeit von rückläufigen Einwohnerzahlen geprägt gewesen. Erst in den vergangenen zwei, drei Jahren sei eine Erholung zu beobachten.

Immowelt hat für die Übersicht 226 000 Immobilieninserate in den Großstädten ausgewertet. Es handelt sich um Angebotspreise und nicht die tatsächlich erzielten Kaufpreise. Man habe aber ausschließlich Angebote berücksichtigt, die vermehrt nachgefragt worden seien, so das Portal.

Von Thomas Baumann-Hartwig

17.07.2018
17.07.2018
Lokales Dresdner Krankenschwester an Bord von Africa Mercy - Für Einzelne das Leben verändern
17.07.2018