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Lokales 70 Jahre und kein bisschen müde: Jubiläum für die Planer der Dresdner Frauenkirche
Dresden Lokales 70 Jahre und kein bisschen müde: Jubiläum für die Planer der Dresdner Frauenkirche
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09:40 27.11.2019
Zwei „IPRO“-Projekte in einem Bild: Die Kunsthochschule und die Frauenkirche. Quelle: PR
Dresden

Natürlich, sagt Lutz Junge, Geschäftsführer des Architektur- und Ingenieurbüros „IPROconsult“, überstrahle die Frauenkirche einfach alles. Das Büro hat den Wiederaufbau der berühmtesten Dresdner Kirche an erster Stelle auf der Liste seiner Referenzen stehen. „IPROconsult“ hat jedoch an vielen Stellen in Dresden Spuren hinterlassen. Am Dienstag feierte das Büro das 70. Jubiläum seiner Gründung mit einer Fachveranstaltung zur Digitalisierung der Baubranche.

Know-how für Notre-Dame?

Vielleicht kann sich „IPROconsult“ eines Tages noch ein anderes weltberühmtes Gotteshaus ins Stammbuch schreiben. „Wir haben der französischen Regierung das Angebot unterbreitet, unser Know-how für den Wiederaufbau von Notre-Dame zur Verfügung zu stellen“, sagt Junge.

Weiterlesen: Dresdner Expertise könnte Notre Dame helfen

Schon kurz nach dem Brand im April hatte das Büro Frankreich seine Expertise angeboten. „Wir haben auch ein Dankschreiben vom Büro des Präsidenten Emmanuel Macron erhalten“, erklärt Junge. Ihm sei klar, dass „IPROconsult“ nicht den Wiederaufbau der Kirche in Paris planen werde. „Aber wir besitzen Erfahrung im Umgang mit ausgebrannten Kirchengebäuden, kennen uns mit Haustechnik und Brandschutz in so einem Gebäude aus und wollen uns für das Beratungsgremium für den Wiederaufbau zur Verfügung stellen.“

Von 1000 Arbeitsplätzen blieben 200 übrig

Dass ein Unternehmen mit ostdeutschen Wurzeln sein 70. Jubiläum feiern kann, kommt nicht so oft vor. 1949 für die Industrieprojektierung im Kombinat Kohle und Energie gegründet, überlebte „IPRO“ dank der Kompetenz der Mitarbeiter. Der Betrieb hatte sich nach 1990 nicht mit einem veralteten Maschinenpark und nicht marktfähigen Produkten herumzuschlagen, sondern wurde schon 1991 Tochterunternehmen der Ingenieurgesellschaft Lahmeyer International GmbH im RWE-Konzern.

Bekannte Dresdner Projekte der IPROconsult

Von gut 1000 Arbeitsplätzen blieben nur 200 übrig, das markante Gebäude an der Schnorrstraße musste auch an andere Unternehmen vermietet werden. Sogar die Dresdner Bank zählte in den 1990er-Jahren kurzzeitig zu den Mietern von „IPRO“. Heute ist laut Junge von 12.000 Quadratmetern Nutzfläche knapp die Hälfte fremdvermietet.

IPRO will wachsen

Im Jahr 2000 kauften leitende Mitarbeiter das Unternehmen aus dem Lahmeyer-Konzern heraus und gründeten eine Kleine Aktiengesellschaft. Vielleicht ein Geheimnis für den Erfolg – gut 40 Führungskräfte sind an dem Unternehmen beteiligt. 2013 wurde das operative Geschäft in die „IPROconsult“ ausgegliedert, die rund 350 Mitarbeiter beschäftigt und über 13 Standorte in Deutschland, Österreich und Marokko verfügt. „Ziel ist es, in jedem Bundesland eine Niederlassung zu haben“, sagt Junge, „wir legen aber Wert auf organisches Wachstum.“

Von Thomas Baumann-Hartwig

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