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Lokales 600 Pedalritter für sichere Radwege
Dresden Lokales 600 Pedalritter für sichere Radwege
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18:58 10.02.2019
Mit vereinten Kräften auf der Albertstraße. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Auf Initiative des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs (ADFC) Dresden e. V. haben am Sonntag mehr als 600 Radfahrer für eine sichere und gut nutzbare Nord-Süd-Fahrrad-Route demonstriert. Das Motto „Albert, Carola und Peter wollen endlich Radfahren!“ gab die Strecke vor: Vom Jorge-Gomondai-Platz aus radelte der lange Tross über Albertstraße, Carolabrücke und St. Petersburger Straße zum Hauptbahnhof und wieder zurück zum „Nudelturm“.

„Die Nord-Süd-Route ist für viele Radfahrer ein wichtiger und viel genutzter Weg. Studenten beispielsweise, die in der Neustadt wohnen und zur Uni fahren oder Leute, die südlich der Elbe leben und nördlich der Elbe arbeiten, nutzen diese Strecke jeden Tag“, erläuterte Nils Larsen, Vorstandsmitglied im Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club (ADFC) Dresden e. V. Laut ADFC zeigen Zahlen der Stadtverwaltung, dass im Jahr 2018 über 50 Prozent mehr Radfahrer die Carolabrücke passierten als noch 2009. Umso wichtiger sei es, an der bisher sträflich vernachlässigten Albertstraße endlich Radstreifen zu bauen.

Deshalb bekamen auch die Stadtratsfraktionen, die am 24. Januar die Errichtung eines Fahrradstreifens verhindert hatten, ihr Fett weg – allen voran FDP-Chef Holger Zastrow. Man habe die Fraktionsmitglieder eingeladen, an der Demonstration teilzunehmen oder zu sprechen, so der ADFC, aber gekommen sei keiner von ihnen.

„Albert, Carola und Peter wollen endlich Radfahren!“ lautete das Motto der Veranstaltung.

Priorisierung des Autos nicht mehr zeitgemäß

Dafür bringt das aktuelle Hin und Her dem ADFC ordentlich Zulauf ein. Eines der neuen Mitglieder ist – Überraschung – Jens Georgi, Plauener Grünen-Stadtbezirksbeirat und ehemaliger Inhaber des Fahrradkurierdienstes „ImNu“. „Ich war tatsächlich bisher nicht Mitglied, aber angesichts dieser rückwärtsgewandten Politik finde ich es wichtig, sich für die Belange des Radverkehrs einzusetzen“, sagte er bestimmt. Deshalb werde er jetzt dem Verein beitreten. „Die realen Verkehrsbedingungen haben sich geändert, die Priorisierung des Autos entspricht nicht mehr den aktuellen Entwicklungen.“ Längst sei es nicht mehr nur das klassische Grünen-Klientel, das mit dem Rad unterwegs ist.

„Radfahrern wird ja oft Anarchie vorgeworfen“, fügte Georgi hinzu, „aber das liegt auch daran, dass oft genug keine vernünftigen Radverkehrsanlagen vorhanden sind.“

Kinderfreundliches Verkehrsnetz

Ein sicheres Radwegenetz liegt dem ADFC am Herzen. „Kinder und Jugendliche sollen sich selbstständig und sicher durch die Stadt bewegen können“, betonte eine Sprecherin. Entsprechend viele Kinder waren bei der Demo – sei es im Anhänger oder auf dem eigenen Rad. Fast nicht dabei waren Dezibel – die Redebeiträge waren akustisch kaum wahrnehmbar und Klingel- und Hupkonzerte eher rar.

Von ttr

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