Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales 59-Jähriger wegen versuchten Totschlags vor Gericht
Dresden Lokales 59-Jähriger wegen versuchten Totschlags vor Gericht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:40 31.08.2019
Ein 59-Jähriger soll einen Nebenbuhler verprügelt und dann mit einem Messer auf ihn eingestochen haben (Symbolbild). Quelle: André Kempner
Dresden

Wegen versuchten Totschlags steht Jens M. seit Freitag vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichts. Der 59-Jährige soll im Januar 2012 einem Koch vor dessen Restaurant in Stäfa in der Schweiz aufgelauert, ihn mit einem Stahlrohr verprügelt und dann mit einem Messer auf ihn eingestochen haben. Er traf Herz, Lunge, Lendenwirbel. Das Opfer wurde lebensgefährlich verletzt, überlebte aber. Grund für die Attacke: Eifersucht.

Alte Bekannte treffen sich wieder

Ein bizarrer Fall. Der Angeklagte, das Opfer und dessen Frau sind alle gebürtige Dresdner, lebten aber in Süddeutschland und der Schweiz. Der Küchenchef und seine Frau kennen sich seit über 20 Jahren. Jens M. kennt sie noch länger, beide haben in Jugendjahren gemeinsam in einem Orchester gespielt. Durch Zufall trafen sich beide 2010 wieder.

Aus der Freundschaft wurde eine Beziehung, von der der Küchenchef, der beruflich stark eingebunden war, lange nichts mitbekam. Erst Wochen vor der Tat erfuhr er von der Dreiecksbeziehung. Der Angeklagte hoffte auf ein gemeinsames Leben mit der Frau, allerdings konnte die sich nicht entscheiden. Jens M. litt darunter, wollte die Sache klären und fuhr zum Restaurant.

Psychische Probleme nach Kletterunfall

Der 59-Jährige, ein passionierter Bergsteiger, hatte 2000 einen Kletterunfall, erlitt schwere Kopfverletzungen und hat seitdem psychische Probleme, war wohl mit der Situation überfordert. „Ich wollte mit ihm reden, ihn aber nicht verletzen“, erklärte er. An den Tathergang könne er sich nicht mehr richtig erinnern. Irgendwie muss die Sache eskaliert sein.

Der Angeklagte wurde in der Schweiz zu neun Jahren verurteilt, allerdings wurde das Urteil nicht rechtskräftig. Da Jens M. in der Haft randalierte, wurde er in einer psychiatrischen Klinik untergebracht, aus der er 2014 floh. Später wurde er in Dresden festgenommen, kam auch hier in Therapie. Die Schweiz übergab den Fall den deutschen Behörden, so wird die Sache in Dresden neu aufgerollt. Der Prozess wird fortgesetzt.

Von ml

Die neunjährige Fine aus Dresden tritt am Sonnabend in der ARD-Sendung „Klein gegen Groß“ an. Ihr Gegner ist ein bekannter Sternekoch.

31.08.2019

Nach der langen Trockenheit sorgen sich die Verwaltungen der Parks in Sachsen zunehmend um Bäume, Blumen und Stauden. In Dresden sind schon Hunderte Bäume abgestorben. Experten warnen vor steigenden Kosten.

31.08.2019

Egal ob Betroffener, Angehöriger oder Berufstätige: Die vierte Pflegemesse „Zukunft Pflege“ will alle ansprechen. Am Wochenende findet sie in der Dresdner Messe statt und widmet sich vier verschiedenen Bereichen. Das Grußwort hält ein Mitglied der Bundesregierung.

31.08.2019