Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales 5. Pegida-Geburtstag – Mehrere tausend Menschen für Toleranz auf der Straße
Dresden Lokales 5. Pegida-Geburtstag – Mehrere tausend Menschen für Toleranz auf der Straße
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:12 20.10.2019
Auf dem Neumarkt versammelt sich der Gegenprotest. Quelle: Matthias Rietschel/dpa-Zentralbi
Dresden

Das fremdenfeindliche Bündnis Pegida feiert am Sonntag seinen fünften Geburtstag auf den Dresdner Straßen. Das bleibt nicht unkommentiert: Unter dem Motto „Mit.Menschen.Würde“ riefen das Bündnis Herz statt Hetze und weitere Akteure zur Gegendemo auf. Tausendfacher Protest stellt sich Pegida in den Weg.

Showdown auf dem Neumarkt

Insgesamt drei Demo-Züge laufen unter der Flagge von „Mit.Menschen.Würde.“ Veranstalter berichteten von rund 5000 Demonstranten. Im Bereich des Neumarkts kamen diese nach unterschiedlichen Routen durch die Stadt zusammen. Auch Pegida hat von 14 bis 18 Uhr eine stationäre Kundgebung auf dem Neumarkt angekündigt. Ganz vorne mit dabei: Vorsitzender Lutz Bachmann. Bisher verläuft der Gegenprotest größtenteils friedlich, nur das Pfeifen und Rufen, lassen sich die Demonstranten nicht nehmen, als Bachmann die Pegida-Bühne betritt.

Die Polizei Sachsen meldete auf ihrem Twitter Account, dass aus der Pegida-Versammlung heraus eine übel riechende Substanz auf die Gegendemonstranten geworfen wurde. Ebenfalls zeigte laut Angaben der Polizei Sachsen ein 62-jähriger Pegida-Anhänger den Hitlergruß.

Etwa 4.000 Pegida-Anhänger wurden auf dem Neumarkt erwartet. Etwas weniger kreuzten auf: Die Veranstalter gehen aktuell von 3.000 Pegida-Anhängern aus.

Dreifaches Treiben der Gegendemonstranten

Um die symbolische Uhrzeit fünf vor zwölf begann am Bahnhof Neustadt ein Marsch in Richtung Innenstadt. An der Synagoge wurde gegen 14 Uhr eine Schweigeminute einleget – damit wollen die Demonstranten an den Anschlag von Halle erinnern. Beobachter vor Ort schätzen die Zahl der Gegendemonstranten auf etwa 3000 Menschen.

Parallel trafen sich Vertreter von Parteien und Gewerkschaften am Bahnhof Mitte. Laut DNN-Informationen versammelten sich die dort Parteien SPD, die Grünen und Die Linke. Mit vor Ort: Martin Dulig (SPD) und André Schollbach (Die Linke). Ein weiterer Demo-Zug in Regie der Netzwerke „Chemnitz nazifrei“ und „Leipzig nimmt Platz“ startete 13 Uhr am Hauptbahnhof. Auch ein Friedensgebet in der Frauenkirche fand statt.

Die Polizei hat seit Vormittag ihre Plätze im Stadtgebiet eingenommen.

Das fremdenfeindliche Bündnis Pegida feiert am Sonntag das fünfjährige Bestehen auf den Straßen Dresdens. Drei weitere Demonstrationszüge setzen zeitgleich unter dem Motto „Mit.Menschen.Würde“ ein Zeichen gegen Rassismus und Hetze.

Im Zuge der Demonstrationen kommt es in der Dresdner Altstadt sowie in der Neustadt zu Verkehrseinschränkungen.

Herz statt Hetze: Hier wird am Sonntag protestiert

Fünf vor 12: Treffpunkt 11.55 Uhr Bahnhof Neustadt, anschließend Demo in Richtung Zentrum

12 Uhr: Treffpunkt Bahnhof Mitte

13 Uhr: Kundgebung am Dresdner Hauptbahnhof

14 Uhr: Protest im Bereich Frauenkirche/Neumarkt, Friedensgebet mit Orgelspiel und Gesang in der Frauenkirche

15 Uhr: Kundgebung am Neumarkt

Wie die Initiative „Herz statt Hetze“ am Freitag in Dresden mitteilte, wird Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) auf der Bühne an der Wilsdruffer Straße erwartet. Zudem soll der Dirigent und Leiter der Neuen Jüdischen Kammerphilharmonie, Michael Hurshell, als Vertreter der Jüdischen Gemeinde sprechen.

13.000 Demonstranten stellten sich Pegida 2018 entgegen

Bereits zum vierten Geburtstag der Pegida-Bewegung im vergangenen Jahrhatten sich einige tausend Anhänger auf dem Neumarkt versammelt. Diesen stellten sich damals etwa 13.000 Menschen in den Weg und setzen ein Zeichen für Offenheit und Demokratie.

2018 zog auch die Polizei ein positives Fazit. Nur vereinzelt kam es zu Problemen. Die Beamten stellten insgesamt zehn Straftaten fest, darunter fünf Körperverletzungen.

Von mb

Jede auf See erzeugte Kilowattstunde Windstrom kostet fast doppelt so viel wie eine an Land generierte – vor allem wegen des hohen Wartungsaufwands. Ultraschall-Manschetten können die Kosten senken, sagt Bianca Weihnacht vom Fraunhofer-Institut in Dresden.

19.10.2019

Die Strombörse sei wichtig im Energiesystem der Zukunft, sagt Hubertus Grass. Und negative Preise seien keine Schwachstelle der Energiepolitik. Er reagiert damit auf Warnungen des Physikers Sigismund Kobe in einem DNN-Interview.

19.10.2019

Pegida hat einen Aufmarsch zu ihrem fünften Geburtstag am Sonntag angekündigt. Die selbst ernannten Patrioten müssen jedoch mit vielfältigen Gegenprotesten rechnen. Wer am Sonntag im Dresdner Verkehr unterwegs ist, muss aufgrund der Demonstrationen mit Einschränkungen rechnen.

19.10.2019