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Lokales 365-Euro-Ticket in der Warteschleife
Dresden Lokales 365-Euro-Ticket in der Warteschleife
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09:24 09.05.2019
Ob das 365-Euro-Ticket noch vor der Wahl im Stadtrat auf die Tagesordnung kommt, ist noch unklar. Quelle: Archiv
Dresden

Noch ist die Thematik in den Niederungen der Tagesordnung vergraben. Bleibt es dabei, wird vor der Kommunalwahl das Thema 365-Euro-Ticket nicht mehr im Stadtrat beraten. Die CDU hat das Thema als Wahlkampfziel formuliert und will langfristig mit den Dresdner Verkehrsbetrieben (DVB) auf das Angebot hinarbeiten. Die Linken wiederum haben das 365-Euro-Ticket noch vor der Wahl in den Stadtrat eingebracht. Stadtvorsitzender Jens Matthis lässt sich aber noch nicht in die Karten schauen, ob die Fraktion beantragt, das Thema in der Tagesordnung nach vorne zu setzen.

„Es wird seine Zeit dauern, bis alle Prüfungen abgearbeitet sind“, begründet Matthis, warum die Linken sich schon jetzt über das 365-Euro-Ticket Gedanken machen. „Wenn wir die Verwaltung nicht beauftragen, geht nichts voran“, so der Linke. „Das ist der falsche Ansatz“, meint CDU-Fraktionsvorsitzender Jan Donhauser. „Ich unterstelle der Verwaltung, dass sie das 365-Euro-Ticket nicht will. Wenn wir sie beauftragen, wird es nie kommen.“

Der Stadtrat müsse die Dinge schon selbst in die Hand nehmen und mit dem DVB-Vorstand verhandeln, so Donhauser. Auch die Dresdner Bürger sollten gefragt werden, ob es den ÖPNV wie in Wien für einen Euro am Tag geben soll. „Schnellschüsse nützen uns nichts.“

Grüne und SPD verfolgen die Debatte entspannt. „CDU und Linke haben sich in den vergangenen Jahren bei der Stärkung des ÖPNV nicht hervorgetan“, erklärte Grünen-Fraktionsvorsitzender Thomas Löser. „Wenn das 365-Euro-Ticket jetzt eine Debatte darüber auslöst, wie wir die ÖPNV-Angebote verbessern können, sind wir hochzufrieden.“ Ähnlich sieht es SPD-Verkehrspolitiker Hendrik Stalmann-Fischer. Und ist sich mit Löser einig: „Unsere Priorität liegt mehr auf einem echten Bildungsticket, das 15 Euro im Monat kostet.“

Von tbh

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