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Lokales 24 Stunden im Einsatz: Ein Tag live mit der Polizei auf Twitter
Dresden Lokales 24 Stunden im Einsatz: Ein Tag live mit der Polizei auf Twitter
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20:49 09.04.2019
Christian Lehmann vom Social Media Team ist bereit für den nächsten großen Einsatz: Gemeinsam mit anderen Kollegen wird er 24 Stunden am Stück über die Arbeit der Dresdner Beamten auf Twitter berichten und dabei direkten Einblick in die Arbeit der Polizisten bieten. Quelle: xcitepress/ce
Dresden

Kurznachricht reiht sich an Kurznachricht, in gleich mehreren Spalten laufen die kleinen Beiträge über den Bildschirm des Laptops. Der tragbare Computer ist das Ar­beitsgerät von Christian Lehmann, ein ständiger Begleiter des Polizeikommissars. Der 28-Jährige ge­hört zum Social Media Team, mit dem Sachsens Polizei in der digitalen Welt Präsenz zeigt. Jetzt erwartet ihn eine besondere Herausforderung: Gemeinsam mit den Kol­legen vor Ort wollen er und das Team 24 Stunden auf Twitter live über den Alltag der Be­amten der Polizeidirektion (PD) Dresden berichten.

Bereits seit einigen Jahren setzt die Be­hörde auf di­gitale Kanäle bei Twitter und Fa­cebook und inzwischen auch In­sta­gram. Christian Lehmann und seine sechs Kollegen des Social Media Teams in­formieren dort täglich über Einsätze, besonders erwähnenswerte Vorkommnisse, be­­ant­worten aber auch Fragen, und leisten Aufklärung. Al­lein auf Twitter kann die Polizei auf 73 000 Follower verweisen – also an­dere Pro­file, die die Meldungen der Be­amten empfangen. Das ist eine vergleichsweise hohe Reichweite.

Polizeiarbeit in aller Breite in Echtzeit

Auch das Geschehen in Dresden und dem Umland findet dort regelmäßig Eingang – wenn Pegida marschiert, alte Weltkriegsbomben entschärft werden oder Po­lizisten bei Blitz für Kids für Sicherheit auf dem Schulweg sorgen. Doch der Alltag der Polizeidirektion in Dresden hat noch viel mehr zu bieten. Genau das wollen die Beamten jetzt von Donnerstagmorgen ab 6 Uhr über 24 Stunden am Stück in ei­nem so genannten Twitter-Marathon in aller Breite in Echtzeit präsentieren.

Mit kurzen Textnachrichten, Fo­tos und Videos werden die Polizisten über eingehende Notrufe, Einsätze vor Ort, aber auch alltägliche Aufgaben und verschiedene Bereiche der für Dresden und die Landkreise Sächsische-Schweiz-Osterzgebirge und Meißen zuständigen Di­rektion berichten – darunter auch Schießtrainings. Einblicke in die Polizeiarbeit, die zugleich bei jungen Leuten Lust auf den Job in Uniform wecken soll, wie Thomas Geithner, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit der Dresdner Polizei erklärt.

20 Mitarbeiter für den Twitter-Marathon abgestellt

Auch andere Polizeibehörden in Deutschland haben mit einem Twitter-Marathon schon für ihre Arbeit geworben. In Sachsen ist das jetzt die erste Aktion dieser Art, soll aber kein Einzelfall und nicht nur auf die Direktion in Dresden beschränkt bleiben. Dass der Auftakt dennoch in Dresden vollzogen wird, hat ei­nen besonderen Grund. Denn die Pressestelle der PD feiert am 23. April ihren 100. Geburtstag. In ei­nem Buch über die Dresdner Staatspolizei von 1928 wird die Gründung des „Presseamtes“ 1919 erwähnt – „durch das das Polizeipräsidium innige Fühlung mit der Tagespresse hält“, wie es dort wörtlich heißt.

Um nun auch auf innige Fühlung mit den Nutzern sozialer Netzwerke zu gehen, werden nun insgesamt 20 Mitar­beiter für den Twitter-Marathon abgestellt. Mehrere Zweier-Teams werden die Einsätze vor Ort begleiten, die übrigen Kollegen halten in der PD die Stellung, kümmern sich dort um die Beiträge – und sind vor allem auch dazu da, auf Anfragen der Nutzer zu reagieren.

Interaktion mit anderen Nutzern

Tatsächlich macht die Interaktion mit anderen Nutzern einen großen Teil der täglichen Ar­beit des Social Media Teams aus, wie der Leiter der Stabsstelle für Kommunikation der Polizei im Innenministerium, Pascal Ziehm, erklärt, wo das Social Media Team angesiedelt ist. Selten bleiben die Tweets, wie die Nachrichten auf Twitter heißen, oder die Beiträge auf Facebook unkommentiert. Nutzer verlangen nach weiteren Infos oder hinterfragen, was die Kollegen dort schreiben. Genau das sei nun auch bei der Aktion ausdrücklich erwünscht, sagt Thomas Geithner.

So funktioniert der Twitter-Marathon

Der Twittermarathon startet am Donnerstag um 6 Uhr und dauert bis Freitag 6 Uhr.

Veröffentlicht werden die Beiträge auf Twitter unter @PolizeiSachsen.

Das Profil auf Twitter ist auch für nicht angemeldete Nutzer unter https://twitter.com/PolizeiSachsen einsehbar – allerdings sind ohne eigenen Account keine Interaktionen möglich.

Der Hashtag lautet #DDrosseLive. Hashtags sind auf Twitter die Schlagwörter, mit denen sich Beiträge filtern und suchen lassen. Angelehnt ist der Begriff an den Funkrufnamen der Dresdner Polizei.

Alternativ zu Twitter können die Beiträge auf www.polizei.sachsen.de oder auf www.dnn.de verfolgt werden.

Von Sebastian Kositz

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