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Lokales 150 neue Wohnungen an der Löbtauer Straße
Dresden Lokales 150 neue Wohnungen an der Löbtauer Straße
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18:57 05.12.2017
Im Carrée Löbtau entstehen nach neuesten Planungen 150 Wohnungen. Die CG Gruppe AG investiert rund 35 Milionen Euro. Quelle: CG Gruppe / Seidel Architekten
Dresden

Der Marktführer bei der Produktion von Geschosswohnungsbau in deutschen Metropolen kleckert auch in Dresden nicht, sondern klotzt: Sieben Projekte, 400 Millionen Euro Investitionssumme und über 1200 Wohnungen zählte am Dienstag Jürgen Kutz auf, Vorstand der CG Gruppe AG. 90 000 Quadratmeter Wohnfläche und 12 000 Quadratmeter Gewerbefläche heißt das. Im „Carrée Löbtau“ an der Löbtauer Straße entstehen 148 Wohnungen für rund 35 Millionen Euro. Am Dienstag wurde der Grundstein für den Neubau gelegt.

Nur wenige Meter entfernt hat die CG Gruppe vor wenigen Wochen ihr erstes Projekt in Dresden fertiggestellt: In den „Weißeritz Gärten“ sind 92 Wohnungen entstanden, von denen mittlerweile 45 Mieter gefunden haben, wie Bert Wilde erklärte, Leiter der Dresdner Niederlassung des Projektentwicklers. Mit mittlerweile 24 Mitarbeitern stemmt Wilde die millionenschweren Projekte in der Landeshauptstadt, wie Kutz betonte.

Der Neubau an der Löbtauer Straße auf einem brachliegenden Grundstück entlang der Altonaer Straße und der Behringstraße besteht aus einem zweiteiligen Baukörper mit fünf Vollgeschossen und einem beziehungsweise zwei Staffelgeschossen. In diesen werden Maisonette-Wohnungen angeordnet, erklärte Wilde. Mehr als die Hälfte der Wohnungen würden über drei oder mehr Zimmer verfügen und damit für Familien geeignet sein. In der Tiefgarage entstehen 116 Stellplätze, erklärte Rainer Schmidt, kaufmännischer Bereichsleiter im Direktionsbereich Mitte des Baukonzerns Ed. Züblin, mit dem die CG Gruppe seit längerer Zeit zusammenarbeitet.

Schmidt kündigte an, bis zur Fertigstellung des Wohngebäudes im August 2019 insgesamt 9000 Kubikmeter Beton und 900 Tonnen Stahl zu verbauen und machte eine Ansage, die Kutz besonders freute: „Wir haben optimiert und werden die Zahl der Wohnungen auf 150 erhöhen“, so der Züblin-Manager. Im Erdgeschoss sollen einige Ladenflächen entstehen.

Für Wilde ist das „Löbtau-Carrée“ auch ein Referenzobjekt in Sachen innovatives Bauen. Gemeinsam mit dem Pirnaer Büro Seidel + Architekten sei schon vor Monaten ein digitales dreidimensionales Modell von den Baukörpern erstellt worden, das als Grundlage für alle weitere Planungen gedient habe. „Wir versprechen uns einen Innovationsschub, der sich auch auf die Mieten auswirken kann“, erklärte der Niederlassungsleiter. An der Löbtauer Straße beginnt das Preisniveau bei der Nettokaltmiete bei 10,70 Euro pro Quadratmeter.

„Wir wollen Gebäude errichten, in die Polizisten, Krankenschwestern oder Bauarbeiter einziehen können“, nannte Wilde ein Ziel der CG Gruppe. Demnächst werde bei Erfurt der Grundstein für ein hochmodernes Fertigteilwerk gelegt. Dort würden die Bauteile vorgefertigt, die heute noch per Hand auf den Baustellen hergestellt werden müssten. Je nach Baufortschritt würden die Daten im dreidimensionalen Modus an das Werk übermittelt, das dann passgenau die erforderlichen Teile liefern werde. „Damit können wir die Baukosten erheblich senken“, erklärte Wilde.

Seidel + Architekten habe sich in Dresden bereits mit dem Parkpalais an der Wormser Straße/Ecke Spenerstraße einen Namen gemacht und ist vor wenigen Jahren mit dem Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege ausgezeichnet worden. „Wir freuen uns, dass wir eines der renommiertesten regionalen Architektenbüros für unser Projekt gewinnen konnten“, erklärte der Niederlassungsleiter. Die am Bau beteiligten Züblin-Mitarbeiter aus Dresden und Umgebung könnten nun zwei Jahre lang in der Nähe ihrer Familien arbeiten, und auch das Geld für das Vorhaben hat sich die CG Gruppe in der Region besorgt: „Erstmals arbeiten wir bei der Finanzierung mit der Ostsächsischen Sparkasse Dresden zusammen.“

Der Stadtteil Friedrichstadt gehöre zu den Schwerpunkten der Stadtentwicklung in Dresden, erklärte Kutz. Das nahe Stadtzentrum und eine Vielzahl sanierter denkmalgeschützter Gebäude seien positive Standortfaktoren. Die Umgebung sei lebenswert und attraktiv, das Gebiet verkehrlich bestens erschlossen. „Mit unseren Projekten werden wir die hervorragende Entwicklung noch weiter vorantreiben“, so der Vorstand.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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