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Lokales 150 000 Pillen im Gepäck: Mongolen sollen Betäubungsmittel geschmuggelt haben
Dresden Lokales 150 000 Pillen im Gepäck: Mongolen sollen Betäubungsmittel geschmuggelt haben
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14:03 16.08.2019
Symbolfoto Quelle: picture alliance/dpa
Dresden

Anfang Mai zogen Zollfahnder auf der A 17 zwei Mongolen, die sich als Diplomaten ausgaben, aber keine waren, mit 70 Kilogramm Heroin aus dem Verkehr. Nicht der erste Fang dieser Art in der Gegend, wie die Verhandlung am Donnerstag am Landgericht zeigte. Bereits am 17. Dezember 2018 wurden zwei Mongolen auf einem Parkplatz in Bad Gottleuba gestellt, die ihren Wagen mit Psychopharmaka beladen hatten – insgesamt 150 000 Tabletten. Die beiden reisten aus Tschechien ein, waren mit einem Mercedes mit russischen Diplomatenkennzeichen unterwegs, dessen Fahrzeugpapiere aber gefälscht waren.

Geschäfte in ganz Europa

Einer der Angeklagten, Munkhbat T., ist wirklich Diplomat – mongolischer Handelsattaché in Ulan-Ude in Russland. Allerdings war seine Aufenthaltsgenehmigung schon zwei Monate abgelaufen, als er kontrolliert wurde. Orgil E. – ein Schamane – hatte gar kein Visum. Er wollte sich zu den Vorwürfen auch nicht äußern. Munkhbat T. dagegen erzählte ausführlich eine ziemlich ungewöhnliche Geschichte.

Der 53-Jährige machte Geschäfte in ganz Europa – zum Teil für sein Land, aber auch für seine eigne Firma. Er sei im Dezember 2018 in Ungarn gewesen und wollte von da aus nach Berlin, erklärte Munkhbat T. Er habe dort mit einer deutschen Firma über den Bau von Getränkeabfüllanlagen in der Mongolei sprechen wollen. Nur wie? Er spricht neben mongolisch und russisch ein bisschen chinesisch, aber kein englisch oder deutsch. „Das wäre schon irgendwie gegangen“, sagte er. Der Mitangeklagte sei als Fahrer mitgekommen.

Offene Fragen

Den Benz mit den falschen Papieren hätte er von einem Bekannten in der mongolischen Botschaft in Ungarn bekommen, sagte der 53-Jährige. Der hätte ihm den Wagen, in dem sich mehrere Pakete befanden, an einer Tankstelle in Budapest übergeben. „Er sagte, dass ich die Pakete mitnehmen und ihn, wenn ich in Berlin bin, anrufen soll. Jemand würde sie abholen. Ich habe nicht gefragt, was da drin ist.“

Da stellen sich einige Fragen: Wieso übernimmt ein mongolischer Diplomat an einer Tanke in Ungarn ein Auto mit gefälschten Papieren und einem russischen Diplomatenkennzeichen, engagiert einen Fahrer, der keine Papiere hat und fährt mit dem Auto und Paketen, bei denen er angeblich nicht weiß, was drin ist, nach Berlin? Der Prozess wird fortgesetzt.

Von Monika Löffler

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