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Lokales 1000 Traubeneichen für die Dresdner Heide
Dresden Lokales 1000 Traubeneichen für die Dresdner Heide
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14:13 13.04.2016
Auch Isabell (li.) und Heidi waren am Mittwoch mit Elan bei der Sache. Mit dem „Fahrradlenker“ stachen sie im Waldboden die Pflanzlöcher. Quelle: Bernd Lichtenberger
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Dresden

Seit Mittwoch ist die Dresdner Heide um 1000 Traubeneichen reicher. Dafür sorgten 9.-Klässler aus der 101. Oberschule in Dresden. Mit einiger Mühe brachten sie gemeinsam mit dem sächsischen Forstminister Thomas Schmidt (CDU) und dem Landesforstpräsidenten Hubert Braun die kleinen, aus dem Spessart stammenden Bäumchen unweit der so genannten Schere bzw. des S-Weges in den Boden. Zahlreiche Fotografen und Filmleute beobachteten sie dabei, denn die Pflanzaktion galt als Start in die 8. Sächsischen Waldwochen.

„Was gibt es Schöneres als einen Baum zu pflanzen“, hatte der Minister gesagt, bevor er und die Schülerinnen und Schüler zu den Hohlspaten und sogenannten Fahrradlenkern griffen, mit denen die Pflanzlöcher gestochen wurden. Nun, den Schülern wäre da vielleicht einiges eingefallen. Trotzdem gingen sie mit Elan an die Arbeit, können sie sich doch jetzt zugute halten, ein Stückchen neuen Wald mit gestaltet zu haben. „Dieser Wald – vorwiegend aus Traubeneichen – wird mit den massiven Änderungen des Klimas in Zukunft gut zurechtkommen“, ist Minister Schmidt überzeugt.

Revierförster Heiko Zupke hatte die Fläche ganz bewusst ausgewählt. Bis zum Herbst standen auf ihr noch Fichten. Sie mussten weg, weil über sie der Borkenkäfer hergefallen war. Direkt daneben, wo jetzt ein junger Mischwald wächst, hatte 2007 der Orkan Kyrill gewütet. Deshalb bezeichnete Markus Biernath, Leiter des Forstbezirkes Dresden, die zehn Aar große Pflanzfläche als ein Paradebeispiel für den Waldumbau in der Dresdner Heide. Insgesamt werden so allein in der Heide in diesem Jahr wieder etwa 30 Hektar Wald neu bepflanzt, schätzt Zupke.

Der Staatsbetrieb Sachsenforst will 2016 insgesamt rund 1300 Hektar im Staatswald umbauen und zu diesem Zweck neben jungen Eichen vor allem junge Buchen, Weißtannen und Ahorne pflanzen. Ergänzt wird dieser Baum-Mix mit Wildobst, Schwarzpappeln und Eiben, was die Artenvielfalt erhöht. Insgesamt werden im Staatswald in diesem Jahr sechs Millionen Bäume gepflanzt. Aber auch private und die sogenannten körperschaftlichen Waldbesitzer stellen sich mit ihrem Wald auf den Klimawechsel ein. Langfristiges Ziel ist es, den Laubbaumanteil in den sächsischen Wäldern bis zum Jahr 2100 auf 50 Prozent zu erhöhen. Noch aber dominieren in den Sächsischen Wäldern noch mit zwei Dritteln die Nadelbäume, allen voran Fichten und Kiefern. Auch in der Dresdner Heide. Eine Ausnahme macht der Dresdner Stadtwald mit dem Albertpark. Hier gedeihen längst prächtige Buchen.

Von Bernd Lichtenberger

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