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Lokales 100 Jahre Posaunenchor Dresden-Striesen
Dresden Lokales 100 Jahre Posaunenchor Dresden-Striesen
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12:19 13.09.2019
Vater Sebastian Siegel (Trompete) übt mit seinem Sohn Benjamin Siegel das Spielen der Posaune. Quelle: Foto: Dietrich Flechtner
Dresden

Blechblasinstrumente gemeinsam wohlklingend tönen zu lassen, ist in der evangelisch-lutherischen Versöhnungskirche in Dresden gut gepflegte Tradition: 100 Jahre existiert der Posaunenchor der Gemeinde. Das soll am Sonntag, 15. September, 9.30 Uhr, mit einem Festgottesdienst gefeiert werden. Die etwa 20 Bläser unter Leitung von Kantorin Margret Leidenberger wollen Werke aus unterschiedlichen Zeiten erklingen lassen. Verstärkung bekommen sie aus Bläserchören anderer Gemeinden.

Für Benjamin Siegel wird das sein erster großer Auftritt mit einem richtigen Ensemble. Zwei Stücke sollen die vier Jungbläser mitspielen, zu denen der neunjährige Grundschüler gehört. Er bläst Posaune. Eine aus Messing wäre für seine Kinderarme zu schwer, deshalb ist seine aus gelbem Plastik gefertigt. Um richtig gute Klänge da rauszuholen, übt er eifrig, mehrmals in der Woche; an den Montagnachmittagen in der Gemeinde mit Sebastian Schöne; zu Hause mit seinem Vater Sebastian Siegel. Der 41-jährige Elektrotechnik-Ingenieur hat für diese privaten Lektionen extra seine Trompete hervorgeholt, die mehrere Jahre gut verpackt schwieg. Denn Sebastian Siegel hat sich derzeit für den Gesang entschieden, im Chor der Kirchgemeinde.

Ohne Verstärker weithin vernehmbar

Die Jungbläser werden mit Sorgfalt gefördert. Sie sorgen dafür, dass der Posaunenchor nicht zu einem Altmännerverein wird, sondern sich ständig verjüngt.

Der Vorteil eines Posaunenchores: Er ist mobil, kann sich überall und jederzeit aufstellen und braucht dazu keinen Strom. Und: Auch ohne Verstärker ist er weithin vernehmbar. Zum Beispiel beim alljährlichen Adventsblasen auf dem Schillerplatz oder auf dem Striesener Friedhof. Auch vom Hausmannsturm des Schlosses oder vom Ernemannturm haben sie Choräle ertönen lassen und so für Aufsehen gesorgt.

Ins Freie hinaus zu gehen, vernehmbar zu sein, gehört bei dieser Art Kirchenmusik dazu. In den 1920er Jahren bliesen sie vor und nach dem Gottesdienst auf Hinterhöfen und Straßen. Darüber berichtet hat Kurt Dartscht, der Tenorhorn spielte und den Chor 1919 mit gründete. In einem Tagebuch hat er zahlreiche Details festgehalten, die uns heute eine lebendige Vorstellung von jener Musik im öffentlichen Raum geben. Etwas davon erfahren kann man akustisch, in alten Fotos und Dokumenten bei einer fröhlichen „Historischen Bläserstunde“ am 7. Oktober, 19.30 Uhr, im Gemeindesaal der Versöhnungskirche.

Internet: www.kirchgemeinde-dresden-blasewitz.de

Von Tomas Gärtner

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