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Olympia-News Slalom-Weltmeister verabschieden ihre Disziplin
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Olympia 2016
10:38 10.08.2016
Franz Anton (l) und Jan Benzien starten in Rio zu den letzten Rennen ihrer Disziplin. Quelle: Orestis Panagiotou
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Rio de Janeiro

Egal, wie die beiden Slalom-Kanuten Franz Anton und Jan Benzien in Rio abschneiden - sie werden in jedem Fall in Erinnerung bleiben. Und zwar als letzte deutsche Starter im Canadier-Zweier bei Olympischen Spielen überhaupt.

Nach dem Rio-Großereignis wird die traditionsreiche Wildwasser-Disziplin gestrichen und zugunsten der Geschlechtergerechtigkeit durch einen weiteren Frauen-Wettbewerb im olympischen Programm ersetzt. "Gender equality" lautet das Zauberwort, dem sich sowohl der Kanu-Weltverband ICF als auch das Internationale Olympische Komitee unterworfen haben. Somit müssen möglichst gleich viele Männer- und Frauenwettbewerbe innerhalb eines Sports ausgetragen werden.

"Da nimmt man natürlich auch Abschiedsschmerz bei den Sportlern wahr", sagt der deutsche Verbandschef Thomas Konietzko, selbst nicht ganz unbeteiligt an der Entscheidung. Als Mitglied im "Board of Directors" des ICF musste er die Canadier-Zweier mit hinauswerfen. Andererseits wartet nun auf ein Duo die große Chance, die letzte olympische Goldmedaille zu holen. "Die Sportler wissen, dass sie ein historisches Rennen vor Augen haben", sagt Konietzko. Anton spricht von einem "Kindheitstraum", der in Rio in Erfüllung gehe. "Jahrelang habe ich drauf hingearbeitet, jetzt hab ich's geschafft."

Die Canadier-Zweier steigen am Donnerstag in Halbfinale und Finale. Dass die beiden Leipziger Weltmeister Anton und Benzien in den Endlauf vorstoßen, gilt angesichts ihrer Vorleistungen als sicher. Zusammen waren sie im Vorjahr in der Nähe von London zum WM-Titel gepaddelt. "Viele Jahre waren wir im Canadier-Zweier nicht konkurrenzfähig, aber seit kurzem sind wir in den wichtigen Rennen erfolgreich", weiß Konietzko.

Mit Platz vier im Vorlauf haben Anton und Benzien ihre gute Form nachgewiesen - Kajak-Einer-Starterin Melanie Pfeifer dagegen schaffte nur hauchdünn den Sprung unter die Top 15. Dabei war die Augsburgerin zuletzt zweimal WM-Dritte und wurde im Mai Europameisterin - auch sie gilt als Medaillenkandidatin. "Der Vorlauf spielt keine Rolle mehr, die Karten werden jetzt neu gemischt", sagt Bundestrainer Michael Trummer.

dpa

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