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IOC zieht überaus positive Rio-Bilanz

Sportpolitik IOC zieht überaus positive Rio-Bilanz

Inzwischen gehören auch die Rio-Spiele zum Erbe der olympischen Bewegung. Das IOC zieht kaum überraschend eine überaus gute Bilanz. Doch es bleiben auch Erinnerungen an die negativen Seiten der Spiele. Und für Rios Bürger ist das Leben danach nicht immer nur besser.

Christophe Dubi ist beim IOC der Generaldirektor für Olympische Spiele.

Quelle: Rolex Dela Pena

Lausanne. Für die Bürger Rio de Janeiros ist längst der oft schwierige Alltag zurück, während in Lausanne die olympische Bewegung die Sommerspiele an der Copacabana als historischen Erfolg feiert.

Trotz des Dopingskandals um Russland und zahlreicher Pannen sind die Spiele im August für das Internationale Olympische Komitee (IOC) mehr als nur gelungen. Die IOC-Führungsspitze um Präsident Thomas Bach - die Exekutive - zog am 6. Dezember in Lausanne zufrieden Bilanz.

Laut Christophe Dubi, dem Generaldirektor für Olympische Spiele, seien die Spiele für Rio und die olympische Bewegung in jeder Hinsicht ein Gewinn gewesen. "Aus organisatorischer Sicht haben die Spiele funktioniert. Waren Sie perfekt? Nein", sagte Dubi. Doch trotz aller Widrigkeiten hätten die Organisatoren eine außerordentliche Leistung abgeliefert. Und das Erbe der Spiele sei für Rio in puncto Verkehr und als touristische Attraktion groß.

Den Rio-Organisatoren hatte mitten in der sportlichen und wirtschaftlichen Krise Brasiliens Geld gefehlt, um beispielsweise Transport und Versorgung für Zuschauer und freiwillige Helfer reibungslos hinzubekommen.

Der Bundesstaat Rio de Janeiro kämpft nach dem Großereignis weiter gegen die Pleite. Sinkende Öleinnahmen, die Haupteinnahmequelle, wie auch das Erbe der Spiele belasten den Etat. Es mangelt an Geld für öffentliche Aufgaben wie Sicherheit und Gesundheit. Die Kriminalität selbst in eigentlich sicheren Vierteln steigt.

Auf der sportlichen Seite verbucht das IOC beispielsweise mehr als 100 olympische und Weltrekorde als Spitzenleistung sowie die Gold-Debüts von Ländern wie Kosovo gleich bei der erster Teilnahme.

Das IOC hatte vor Rio erheblich in der Kritik gestanden, die russische Mannschaft trotz Beweisen für staatlich geduldetes Doping bei den Winterspielen 2014 starten zu lassen. Russische Sportler traten nach Einzelüberprüfungen in Rio an, mussten sich aber von Konkurrenten und Publikum Pfiffe und Ablehnung gefallen lassen.

Herausragend ist für das IOC, wie die aus Rio gesendeten Bilder im Fernsehen und auf digitalen Plattformen weltweit aufgenommen wurden. "Das waren die am meisten gesehenen Spiele jemals", sagte IOC-Marketing-Direktor Timo Lumme. Niemals zuvor wurde demnach soviel Olympia auf diesen beiden Kanälen übertragen: 350 000 Stunden aus Rio im Vergleich zu etwa 200 000 Stunden aus London 2012. Marktforscher im Auftrag des IOC sagen, dass hinsichtlich der Anziehungskraft und Bekanntheit die Olympischen Spiele alle anderen globalen Sportereignisse hinter sich gelassen hätten.

dpa

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