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Weihnachtsgeschenk für den Dresdner Kulturpalast

Weihnachtsgeschenk für den Dresdner Kulturpalast

Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) hatte am Freitagabend trotz des Nieselregens sichtlich gute Laune, als sie vor dem Kulturpalast aus ihrer Limousine stieg.

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Der Ausbau des Kulturpalastes gestaltet sich komplizierter als gedacht.

Quelle: Hauke Heuer

Kein Wunder: Ihr Parteifreund, Anwärter auf die Nachfolge im Dresdner Rathaus und Innenminister Markus Ulbig (CDU) war gekommen, um Weihnachtsgeschenke zu verteilen.

Mit einer Millionen Euro fördert der Freistaat den denkmalschutzgerechten Ausbau des Kulturpalastes. „Der originalgetreue Innenausbau des Gebäudes ist eine große Herausforderung. Wenn wir dafür zusätzliche Mittel erhalten, ist das eine große Erleichterung – ein echtes Weihnachtsgeschenk“, bedankte sich Orosz.

Eigentlich sind bereits 41 Millionen Euro für den Innenausbau des Kulturpalastes im Budget veranschlagt. Die Aufträge werden derzeit in umfangreichen Ausschreibungen, die noch bis März kommenden Jahres andauern, verteilt. Doch trotz der Planung könnte das Geld nicht reichen.

„Die Dresdner, die künftig in den Kulturpalast kommen, sollen zumindest im Foyer das Gefühl haben, in ihren alten angestammten Kulturpalast zurückzukehren. Dafür sind allerdings Maßnahmen notwendig, mit denen wir so nicht gerechnet haben“, sagt Axel Walther von der Kommunale Immobilien GmbH (KID). So müssen beispielsweise die monolithischen, also aus einem Stein bestehenden, Gipsdecken komplett erneuert werden. Diese konnten vor den Arbeiten nicht zerstörungsfrei geborgen werden. Ein weiterer Kostenpunkt: 1600 Deckenlampen, die komplett nachgebaut werden müssen, um die Installation von moderner Technik wie LED-Lampen, versteckten Rauchmeldern oder einer Notbeleuchtung zu ermöglichen. Die Geländer, die ursprünglich nur aufgearbeitet werden sollten, müssen komplett ersetzt werden. Die Höhe wie auch der Abstand der Sprossen halten nicht die aktuellen Normen ein. „Das muss sein, sonst bleibt noch ein Kind mit seinem Kopf stecken“, erklärt Walther.

Trotz der unerwarteten Komplikationen: Die Planer sind zuversichtlich, im Jahr 2016 mit der Philharmonie eröffnen zu können. Nur der Saal wird wohl noch bis 2017 geschlossen bleiben. Der Grund: Hier wird die restaurierte Orgel eingebaut – ein kompliziertes und langwieriges Unterfangen.

Hauke Heuer

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