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Neue Türen braucht der Kulturpalast

In Dresden wird Automatik installiert Neue Türen braucht der Kulturpalast

Wer früher den Kulturpalast betreten wollte, brauchte Muskeln: Die mit Bronzeplatten versehen Türen ließen sich nur per Hand öffnen. Jetzt sind die Türen restauriert, ein Türflügel wiegt 300 Kilogramm. Aber die Tore zu Dresdens Kulturtempel werden automatisch geöffnet.

Frisch gewachst glänzt die erste montierte Bronzetür.

Quelle: Flechtner

Dresden. Der Kulturpalast erhält seine historischen Eingangstüren zurück. Am Dienstag montierten die Bauleiter Christian Ullmann und Oliver Domke von der Fachfirma Fuchs + Girke Bau und Denkmalpflege GmbH Ottendorf-Okrilla die erste von fünf zentralen Flügeltüren. Es handelt sich um die äußere Flügeltür an der Rosmaringasse. Die nächsten beiden Flügeltüren sollen laut Ullmann in der zweiten Januarwoche eingebaut werden. Die vierte kommt in der dritten Januarwoche hinzu, die fünfte in der vierten.

Die Eingangstüren sind mit Bronzereliefs geschmückt, die während der Sanierung des Kulturpalastes eingelagert waren und in den vergangenen Wochen in Ottendorf-Okrilla restauriert wurden. „Wir haben sie demontiert, gereinigt, Löcher verschlossen und gewachst“, erklärte der Bauleiter. Sechs Wochen habe die Restaurierung der denkmalgeschützten Türen gedauert, insgesamt sind laut Stadtverwaltung Kosten von 25 000 Euro pro Eingang aufgelaufen.

„Wir mussten die Türblätter erneuern“, erklärt Ullmann, die alten aus Holz hätten nicht mehr verwendet werden können. Die Türen seien vollständig neu aufgebaut worden und hätten eine stabile Verkleidung aus Kupfer erhalten. Das hat sich auf das Gewicht ausgewirkt – 300 Kilogramm wiegt jetzt ein Türflügel. Per Hand müssen die Zugänge zum Kulturpalast aber nicht mehr aufgewuchtet werden: In den Erdboden werden Sensoren eingebaut, wie Bernd Adolf erläutert, Oberbauleiter für die Sanierung des Kulturpalastes. „Die Türen öffnen sich automatisch.“ Das sei nicht nur für Menschen mit Behinderung komfortabel, das sei auch eine brandschutztechnische Anforderung.

Die Türen sind nicht die einzige Baustelle am Kulturpalast für das Unternehmen aus Ottendorf-Okrilla. „Wir haben auch die Fassade im Erdgeschoss neu verglast und die Fassaden im Obergeschoss ausgebaut, gereinigt und neu montiert“, erläutert Ullmann. Auch die Geländer im Kulturpalast seien in Ottendorf-Okrilla überarbeitet worden.

Der Kulturpalast wurde im Juli 2012 geschlossen. Die Sanierung des 1969 eingeweihten Gebäudes begann im Herbst 2013. Die Umbauarbeiten werden rund 90 Millionen Euro kosten. Am 28. April 2017 soll das Gebäude feierlich wiedereröffnet werden.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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