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Kulturpalast Am Kulturpalast fallen die Gerüste
Thema Specials Kulturpalast Am Kulturpalast fallen die Gerüste
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18:12 15.08.2016
An der Galeriestraße beginnen ab September die Arbeiten an den Außenanlagen. Quelle: Schneider
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Dresden

Ab 1. September beginnt die Endphase bei der Sanierung des Kulturpalastes. Dann wird das Straßen- und Tiefbauamt an der Südostseite des Gebäudes an der Galeriestraße mit der Neugestaltung der Außenanlagen beginnen. Rund drei Millionen Euro sind für die Gestaltung des Umfeldes rund um die Stadthalle vorgesehen. Die wesentlichen Bestandteile der Außenanlagen wie die Fahnenmasten oder die Springbrunnen sollen erhalten bleiben. Neu werden Fahrradabstellplätze hinzukommen.

Für die Arbeiten am Gebäude bedeutet das: Die ersten Gerüste werden fallen, damit für die Arbeiten an den Außenanlagen Baufreiheit herrscht. „Wir wollen bis Ende August die Fassade schließen“, kündigt Axel Walther an, der Geschäftsführer der für den Umbau zuständigen Kommunalen Immobilien Dresden GmbH & Co KG. Über die Galeriestraße, die Rosmaringasse und die Schlossstraße würden die Bauarbeiter bis zum Vorplatz zurückkehren, im März 2017 soll alles fertig sein – also deutlich vor der Einweihung des Kulturpalastes am 28. April.

Das erfordert hohen Koordinierungsaufwand, denn im Oktober werden die Arbeiten im Außenbereich die Anlieferzone der Baustelle in der Rosmaringasse erreicht haben. „Dann können wir den Lastenaufzug nur noch eingeschränkt nutzen“, so Walther, „wir haben alle Arbeiten auf den Tag genau abgestimmt.“ Jede Seite müsse die Pläne auch einhalten. „Sonst blockieren wir uns.“

Beim Innenausbau lege die KID den Schwerpunkt jetzt darauf, dass die Räume für die Städtischen Bibliotheken so schnell wie möglich fertig werden. „Der Einzug soll ab Januar mit der Möblierung beginnen. Die Bibliotheken haben den höchsten Aufwand aller Nutzer beim Umzug“, weiß Walther. Nicht nur die Regale müssen aufgebaut werden, sondern auch unzählige Bücher hat das Personal einzusortieren.

Die Arbeiten im Gebäude würden planmäßig verlaufen, es herrsche der übliche Stress auf einer Baustelle. Zahlreiche Gebäudeausrüstungsgewerke würden oberhalb der abgehängten Decken Leitungen verlegen, auch hier dürfe kein Unternehmen aus der Reihe tanzen, damit die Terminketten gehalten werden könnten.

Für die Räume an der Galeriestraße, die früher von der Stiftung Frauenkirche genutzt wurden, hat sich inzwischen laut dem KID-Geschäftsführer eine Lösung gefunden. Auf einer Teilfläche werde die Architektenkammer ein Zentrum für Baukultur mit regelmäßigen Ausstellungen einrichten. Die andere Teilfläche werde die Stadt für den Ticketverkauf nutzen, es soll aber auch das Kulturhauptstadtbüro in den Kulturpalast einziehen und von dort aus die Bewerbung um den Titel “Europäische Kunsthauptstadt 2025“ koordinieren.

Die Stiftung Frauenkirche wird in den Räumen im Erdgeschoss an der Galeriestraße, die früher von der Dresden Information genutzt wurden, eine Gaststätte einrichten und vermieten. Gegenwärtig läuft laut Walther die Feinabstimmung zu den Rämlichkeiten, die die Gastronomie im Kulturpalast erhalten soll.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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