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180 Mängel müssen behoben werden: Der Dresdner Kulturpalast wird Ende August fertig

Bauarbeiter haben noch immer zu tun 180 Mängel müssen behoben werden: Der Dresdner Kulturpalast wird Ende August fertig

Ende August soll der Kulturpalast endgültig fertig sein. Das teilte jetzt die Stadtverwaltung auf Anfrage der DNN mit. Der Kulturpalast war zwar schon am 28. April feierlich wiedereröffnet worden. Aber damals waren nur die für die Öffentlichkeit zugänglichen Bereiche wie der Konzertsaal, der Saal der Herkuleskeule und die Räume der Städtischen Bibliotheken fertig.

Die Bibliothek im neuen Kulturpalast ist schon fertig. Andere Bereiche wie die Verwaltung der Philharmonie oder der Herkuleskeule konnten noch nicht genutzt werden.
 

Quelle: picture alliance / Sebastian Kahnert

Dresden.  Ende August soll der Kulturpalast endgültig fertiggestellt sein. Das teilte jetzt der Geschäftsbereich Kultur der Stadtverwaltung auf Anfrage der DNN mit. Der Kulturpalast war nach einem umfangreichen Umbau zwar schon am 28. April feierlich wiedereröffnet worden. Aber damals waren nur die für die Öffentlichkeit zugänglichen Bereiche wie der Konzertsaal, der Saal der Herkuleskeule und die Räume der Städtischen Bibliotheken fertig. Andere Bereiche wie die Verwaltung der Philharmonie oder der Herkuleskeule konnten noch nicht genutzt werden.

Inzwischen sind die großen Baucontainer an der Seite zur Schloßstraße abgebaut worden, die Außenanlagen mit den Fahrradbügeln und Sitzbänken haben Gestalt angenommen. Aber einige Bauarbeiter haben immer noch in dem Gebäude zu tun. So werden gegenwärtig das Abonnemententenbüro der Philharmonie und das Kulturhauptstadtbüro der Landeshauptstadt Dresden für die Nutzung vorbereitet. Am 31. Juli sollen die Flächen im Erdgeschoss auf der Ostseite des Gebäudes neben dem Zentrum für Baukultur an die Mieter übergeben werden, teilte der Geschäftsbereich mit.

Etwas später werden den Angaben zufolge die Flächen des Restaurants „Palastecke“ fertig. Am 15. August sollen sie an den Mieter übergeben werden. Die für das Restaurant vorgesehenen Flächen auf der Westseite des Erdgeschosses waren während des Umbaus als Lager für Baumaterial genutzt worden. Deshalb ist bislang das Bistro in der ersten Etage die einzige gastronomische Einrichtung im Kulturpalast.

Bei den Abnahmen im Gebäude wurden laut Geschäftsbereich Kultur – wie bei einem so umfangreichen Vorhaben meist der Fall – Mängel festgestellt und angezeigt. „Die überwiegende Zahl der Mängel- und Restleistungen wurde bereits abgearbeitet“, hieß es aus dem Kulturrathaus. Aktuell seien durch die Firmen noch rund 180 Mängel abzuarbeiten. Dabei handele es sich überwiegend um kleinere Problemstellen wie Kratzer bei Farbanstrichen oder schlecht schließende Türen.

Bei der Nutzung des Konzertsaales haben sich nach Kenntnis der Kulturverwaltung bisher vier Unfälle ereignet. Nach Berichten von Konzertbesuchern seien die steilen Ränge besonders für in ihrer Mobilität eingeschränkte Personen ein Problem.

Keine neuen Erkenntnisse gibt es laut dem Geschäftsbereich zu den Kosten des Umbaus. Im Mai hatte Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Die Linke) die vorläufigen Gesamtkosten mit 105,49 Millionen Euro beziffert. 2012 hatte der Stadtrat reine Baukosten von 81,5 Millionen Euro beschlossen. Diese hatten sich auf 96,7 Millionen Euro erhöht. Hinzu kommen die Kosten für Ausstattung, Außenanlagen und Fördermittel für den Denkmalschutz. Medienberichte, dass weitere Nachforderungen in Millionenhöhe bei der Verwaltung eingegangen seien, bestätigte die Kulturverwaltung nicht.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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