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Künstlergespräch am Dresdner „Monument“

Viele Fragen und „Vielen Dank“ Künstlergespräch am Dresdner „Monument“

Das Interesse der Dresdner am „Monument“-Kunstwerk auf dem Neumarkt ist weiterhin groß, die Meinungen sind weiterhin geteilt. Vom Künstler Manaf Halbouni war am Sonnabend im Rahmen eines Künstlergesprächs vor Ort zu erfahren, dass auch unter Syrern die Ansichten zu den Bussen durchaus unterschiedlich sind.

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Der Künstler Manaf Halbouni (r) und Christiane Mennicke-Schwarz (2.v.r.) beim Künstlergespräch.

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden.  Das Interesse der Dresdner am „Monument“-Kunstwerk auf dem Neumarkt ist weiterhin groß, die Meinungen sind weiterhin geteilt. Vom Künstler Manaf Halbouni war am Sonnabend im Rahmen eines Künstlergesprächs vor Ort zu erfahren, dass auch unter Syrern die Ansichten zu den Bussen durchaus unterschiedlich sind.

Während die einen über „verrückte Deutsche“ schmunzeln, begrüßen andere, dass durch die Installation die Aufmerksamkeit auf das Leid der Menschen in Aleppo gelenkt wird, erläuterte der Künstler. Organisatorin Christiane Mennicke-Schwarz, Leiterin des Kunsthauses Dresden, ergänzte, dass die internationale Presse durchweg positiv über Dresden als Kunststadt berichte. Es sei mutig und wichtig, die Diskussion zu suchen, statt Meinungsverschiedenheiten einfach auszusitzen. Eine Zuhörerin – ungefähr 40 Interessierte hatten sich eingefunden – erkundigte sich auch, ob es in Ordnung sei, dass viele Dresdner die „Monument“-Busse als Plattform nutzen und Botschaften hinterlassen. Man sei davon überrascht gewesen, erklärt Mennicke-Schwarz, nehme die Aufgabe – das Sichten und Bewahren der Zettel – aber dankend an.

Neugier weckte bei den Teilnehmern nicht nur die künstlerische Botschaft, sondern auch die technische Seite. Gefragt wurde unter anderem nach den Löchern im Boden der Busse – durch sie wurden die Ketten während des Aufstellens gezogen - und nach der Statik. „In Aleppo gibt es keine Bauvorschriften“, erklärte Halbouni unter leisem Gelächter, dem schnell wieder Ernst folgte. Denn die Busse in Syrien stehen zum Schutz der Menschen vor Scharfschützen. Mehrere Gesprächsteilnehmer sprachen Halbouni und seinem Team auch Dank für ihr Engagement und ihr Durchhaltevermögen aus.

Die Busse werden nach ihrem Abbau wahrscheinlich an anderen Orten gezeigt. Wo und wann genau, das wollte Mennicke-Schwarz am Sonnabend noch nicht bekannt geben.

Von Franziska Schmieder

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