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Dresden reibt sich weiter am Kunstwerk Monument

Bürgerversammlung Dresden reibt sich weiter am Kunstwerk Monument

Die Dresdner Kunstinstallation Monument auf dem Neumarkt sorgt weiter für jede Menge Reibung. Ein Bürgerdialog am Donnerstagabend im Verkehrsmuseum zog deutlich über 150 Besucher an. Der Lichthof des Hauses war voll. Nicht jeder Besucher bekam einen Sitzplatz ab.

Ein Bürgerdialog am Donnerstagabend im Verkehrsmuseum zog deutlich über 150 Besucher an.

Quelle: S. Lohse

Dresden. Die Dresdner Kunstinstallation Monument auf dem Neumarkt sorgt weiter für jede Menge Reibung. Ein Bürgerdialog am Donnerstagabend im Verkehrsmuseum zog deutlich über 150 Besucher an. Der Lichthof des Hauses war voll. Nicht jeder Besucher bekam einen Sitzplatz ab.

Schon zu Beginn waren die Fronten klar. Von Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch vorgelesene Leserbriefe sorgten für ein erstes Applausduell, je nachdem, was der Schreiber ausdrückte. "Reibung erzeugt Wärme", begann Klepsch und hoffte auf ein bisschen Wärme.

Die gab es nur bedingt: "Pseudokunstwerk"; „grauenhafte Gegenüberstellung"; die zur Eskalation beitrage; Das sei keine Kunst, Busse hochkant aufzustellen; "Die Busse am Neumarkt sind für mich Schrott"; Die Installation sei scheinheilig, es gebe keine Flüchtlinge und Oberbürgermeister Dirk Hilbert spucke den Toten des 13. Februar ins Grab – so eine Auswahl der Wortmeldungen der Gegner. Vor allem ältere Männer war es, zum Teil bekannte Pegida-Gesichter und einige der Worteifrigsten schon seit anderthalb Wochen fast täglich am protestieren oder demonstrieren.

Die Dresdner Kunstinstallation Monument auf dem Neumarkt sorgt weiter für jede Menge Reibung. Ein Bürgerdialog am Donnerstagabend im Verkehrsmuseum zog deutlich über 150 Besucher an. Friedlich wurden dabei die weiter sehr unterschiedlichen Meinungen vorgetragen.

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Doch auch die andere Seite gab es: Dankbarkeit, dass endlich moderne Kunst im Stadtzentrum angekommen ist. "Ich danke unserer Stadtregierung, dass es möglich ist"; Das Monument sei "ein Mahnmal von allerfeinster Qualität"; Die hochkant aufgestellten Busse bedeuteten Nachzudenken, was Krieg bedeutet, das fehle im wieder aufgebauten Dresden. "Ich bin ergriffen, ich halte das für eine ganz großartige Idee", wurde genauso geäußert wie "ich möchte ausdrücklich danken für die Installation. Vor allem Lampedusa hat mich sehr berührt".

Den drei Moderatoren gelang es, Ausgewogenheit herzustellen. Tatsächlich hielten sich Befürworter und Gegner die Waage, auch wenn die Gegner lauter klatschten. Gesprochen wurde reichlich, die zwei Stunden reichten längst nicht, um alle Themen zu behandeln. Es wurde allerdings weniger mit- als nebeneinander her geredet, was auch am Format der Bürgerversammlung lag. Befürworter und Gegner redeten, auf die Argumente der anderen gingen aber lediglich die ein, die beruflich da waren. Vor allem Christiane Mennicke-Schwarz, Leiterin des Kunsthauses, versuchte immer wieder mit großer Geduld, Vorwürfe zu entkräften und den erkrankt fehlenden Manaf Halbouni zu erklären.

Immerhin, es blieb friedlich, gegenteilige Meinungen wurden nur selten verlacht. Gebrüllt wurde gar nicht. Entsprechend waren die Organisatoren am Ende zufrieden: Es werde geredet.

S. Lohse

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