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Dresdner Skulptur "Monument" CDU fordert: Stadtrat bei Themen wie „Monument“ einbeziehen
Thema Specials Dresdner Skulptur "Monument" CDU fordert: Stadtrat bei Themen wie „Monument“ einbeziehen
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15:22 01.03.2017
Der Stadtrat hätte bei der Installation des Kunstwerks „Monument“ auf dem Neumarkt einbezogen werden müssen, findet die Dresdner CDU und wünscht sich ein transparenteres Verfahren. Quelle: S. Lohse (Archiv)
Dresden

Der Stadtrat hätte bei der Installation des Kunstwerks „Monument“ auf dem Neumarkt einbezogen werden müssen. „Wir hätten uns ein transparentes Verfahren im Vorfeld gewünscht“, erklärte der CDU-Fraktionsvorsitzende Jan Donhauser. „Beim Aufstellen von Kunstwerken im öffentlichen Raum sollte prinzipiell der Stadtrat eingebunden werden.“ Das hätte die teilweise heftigen Reaktionen auf das Kunstwerk abmildern können. „Es war ja auch für uns überraschend, dass da plötzlich auf dem Neumarkt Busse stehen“, so der Fraktionsvorsitzende.

Die Kunstkommission der Landeshauptstadt hatte das Aufstellen der drei Busse auf dem Neumarkt entschieden, in diesem Gremium ist die CDU mit einem Mitglied vertreten. „Das reicht uns aber nicht. Das Thema hätte mindestens in den Kulturausschuss gehört“, findet Donhauser. In dem Zusammenhang sei auch eine Gleichbehandlung zu fordern. Es gebe Gewerbetreibende am Neumarkt, die lange auf die Genehmigung für das Aufstellen von Weihnachtsdekoration warten müssten. „Bei den Bussen ging alles ganz schnell.“

Der Forderung der AfD-Fraktion, die drei Busse so schnell wie möglich abzubauen, billigt Donhauser keine Erfolgsaussichten zu. Die AfD hatte einen Eilantrag für die Stadtratssitzung am Donnerstag angekündigt. „Das wird der Oberbürgermeister wohl mangels Eilbedürftigkeit nicht zur Beratung zulassen“, vermutet Donhauser.

Die Installation „Monument“ des deutsch-syrischen Künstlers Manaf Halbouni bewegt die Gemüter. Das Kunstwerk, das eine Verbindung zwischen der Situation der Menschen im Nahen Osten und Europa herstellen soll, wird ebenso leidenschaftlich abgelehnt wie begrüßt. Es habe aber einen nicht zu unterschätzenden positiven Marketingeffekt, erklärte jüngst Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Die Linke). „Dresden ist deutschlandweit und international in aller Munde.“

Thomas Baumann-Hartwig

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