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Das Themenspecial zum Gedenken an die Zerstörung Dresdens Menschenkette: 11 500 Dresdner gedenken Hand in Hand der Opfer der Bombennächte
Thema Specials Das Themenspecial zum Gedenken an die Zerstörung Dresdens Menschenkette: 11 500 Dresdner gedenken Hand in Hand der Opfer der Bombennächte
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18:35 13.02.2019
Die Menschenkette auf dem Neumarkt. Quelle: xcitepress
Dresden

Hand in Hand gegen das Vergessen: Etwa 11 500 Menschen, darunter Gäste aus Breslau und Coventry, haben sich am Mittwoch in die Menschenkette um die Dresdner Innenstadt eingereiht. Aufgerufen dazu hatte Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert zusammen mit Kirchen, Institutionen, Vereinen und Initiativen. Hand in Hand erinnerten die Teilnehmer an die Zerstörung Dresdens vor 74 Jahren und setzten damit ein weit sichtbares Zeichen des Miteinanders für eine weltoffene, tolerante Stadt.

Oberbürgermeister Dirk Hilbert eröffnete gegen 17 Uhr an der Goldenen Pforte des Rathauses die Veranstaltung mit einer Rede. Darin sagte er unter anderem: „Wir suchen die aktive Auseinandersetzung, statt rückwärtsgewandter Ritualisierung. Nur so können wir erkennen, dass es natürlich noch immer und aktuell wieder Versöhnungslücken gibt. Das zerstörerische Feuer nationalistischer Strömungen in Deutschland, Großbritannien und Polen wird gerade auch von alten Ressentiments geschürt. Deshalb ist es unsere Aufgabe, diese Versöhnungslücken zu schließen. Symbolisch schließen wir sie in der Menschenkette, in die wir uns gleich gemeinsam einreihen. In unseren Köpfen schließen wir sie, indem wir miteinander über die verschiedenen Perspektiven diskutieren, mit denen wir auf Geschichte, Gegenwart und Zukunft blicken. In unseren Herzen schließen wir sie, indem wir uns als Menschen und mit Menschlichkeit begegnen.“

Etwa 11 500 Menschen, darunter Gäste aus Breslau und Coventry, reihten sich am Mittwoch in die Menschenkette um die Dresdner Innenstadt ein.

Nach dem Oberbürgermeisters sprach der Rektor der Technischen Universität Dresden, Prof. Hans Müller-Steinhagen, der die Menschenkette wie auch in den Vorjahren angemeldet hatte. Dann bewegten sich die Anwesenden zu verschiedenen Orten in der Dresdner Innenstadt. Die Menschenkette entstand entlang dem Rathaus zum Altmarkt, Postplatz über die Elbbrücken zum Königsufer, an der Synagoge und auf dem Neumarkt.

Pünktlich 18 Uhr schloss sich die etwa vier Kilometer lange Menschenkette um den Stadtkern. Bekannte und Unbekannte, Nachbarn, Freunde, Familien, Dresdnerinnen und Dresdner, Gäste reichten sich die Hände. Bis 18.10 Uhr läuteten die Glocken der Dresdner Innenstadtkirchen.

13. Februar in Dresden

Das Themenspecial zum Gedenken an die Zerstörung Dresdens

Von DNN

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