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Wirtschaftspreis So geht’s aufwärts“ Uhrenmanufaktur Nomos gewinnt DNN-Wirtschaftspreis
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11:34 05.10.2018
Feierliche Preisverleihung im Lingnerschloss: (vordere Reihe, links beginnend) DNN-Verlagsleiter Armin Stroeve, EBE-Co-Chef Uwe Sprossig, Steinmetz Sven Schubert, IBH-Chefin Sandra Horn, Nomos-Chef Uwe Ahrendt (mit dem Hauptpreis in der Hand), Alexander Wüstenhagen von Hörgeräte-Dippe und IHK-Präsident Andreas Sperl. In der hinteren Reihe (v. l. n. r.): Bestatter Uwe Billing, OSD-Vorstand Heiko Lachmann, „1st Mould“-Chef Max Stauß, Sattler Tom Büttner, DNN-Chefredakteur Dirk Birgel, Wirtschaftsminister Martin Dulig und HWK-Präsident Jörg Dittrich. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Die Gewinner des DNN-Wirtschaftspreises „So geht's aufwärts“ stehen fest: Die Uhrenmanufaktur „Nomos“ aus Glashütte gewinnt den ersten Preis, gefolgt vom Pirnaer Spritzgussproduzenten „1st Mould“ und der „Schubert Steinmetz und Steinbildhauer GmbH“ aus Dresden. Das gab eine Jury aus Vertretern der Dresdner Neuesten Nachrichten, des sächsischen Wirtschaftsministeriums, der Ostsächsischen Sparkasse Dresden (OSD), der Industrie- und Handelskammer (IHK) Dresden sowie der Handwerkskammer (HWK) Dresden am Dienstagabend auf einer Festveranstaltung im Lingnerschloss Dresden bekannt.

Trägt mit seinem Team den Ruf mechanischer Uhren aus dem Müglitztal in die Welt: Nomos-Geschäftsführer Uwe Ahrendt.

„Als wir den DNN-Wirtschaftspreis ,So geht’s aufwärts’ im Jahr 2003 ins Leben gerufen haben, wollten wir den Sachsen Mut machen in schwierigen Zeiten“, erinnerte DNN-Chefredakteur Dirk Birgel an den ursprünglichen Impetus für den ältesten Wirtschaftspreis einer Tageszeitung im Freistaat. „Heute steht Sachsen super da: Wir haben nahezu Vollbeschäftigung, die Konjunktur brummt – und dennoch ist die Stimmung im Eimer und so schlecht wie nie zuvor seit der Wende.“ Gerade deshalb bedürfe es Vorbilder. Und dazu zählen eben jene Unternehmer und ihre Mitarbeiter, die in diesem Jahr den DNN-Wirtschaftspreises „So geht's aufwärts“ gewonnen haben. „Ich würde mir wünschen, dass sie die Stimmung im Land prägen“, betonte Dirk Birgel.

Auch Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) sieht diese Diskrepanz: „Die Stimmung ist nicht gut“, schätzte er ein. Gerade Unternehmen wie „Nomos“ würden dem etwas entgegen setzen und eine klare Haltung zeigen: Wir verteidigen unsere Werte und ein vielfältiges Sachsen. Denn Weltoffenheit sei unverzichtbar für wirtschaftlichen Erfolg – und daher im Interesse der Unternehmerschaft.

Das gilt besonders auch für den Erstplatzierten. „Nomos Glashütte“ sei „ein Unternehmen, bei dem sich traditionelles Handwerk, mit Wissenschaft und Schöngeist, mit Ingenieurskunst und Fingerspitzengefühl vereinen“, formulierte Laudator Heiko Lachmann von der OSD. Die aus diesen Traditionen und Tugenden heraus handgefertigten mechanischen Uhren sind weltweit begehrt – in den USA genauso wie in China und anderswo im In- und Ausland.

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Nicht auf Massenware, sondern auf Qualitätsprodukte in kleinen Serien ist auch der Zweitplatzierte ausgerichtet: „1st Mould“ stellt in Pirna besondere Spritzgussteile für Kunden in der Medizin-, Elektro- und Gehäusetechnik, für die Automobilindustrie, die Verpackungsbranche her – und bald auch für die Flugzeugindustrie. Darüber hinaus übernehme das Unternehmen soziale Verantwortung in einer tief gespalteten Gesellschaft, betonte IHK-Präsident Andreas Sperl: 1st „Es fördert Schulen, Vereine und Gemeindezentren. Und es hilft geflüchteten Familien bei der Integration. Das ist keine Selbstverständlichkeit und verdient größten Respekt.“

International orientiert ist auch der Drittplatzierte: Zu den ersten Berufskollegen, die Steinmetz Sven Schubert fest anheuerte, gehörten wandernde Gesellen aus Frankreich. Zudem verbindet er immer wieder Kunst und Technologie – beides ist ohne internationale Vernetzung kaum denkbar: Die Roboter, die seinen Steinmetzen bei Grobarbeiten helfen, liefert ein schwedisch-schweizerisches Unternehmen. Die Baudenkmale, die er restauriert, stammen größtenteils aus Stilepochen, in denen deutsche Baumeister Impulse aus anderen Ländern aufsaugten. „Die Schubert Steinmetz und Steinbildhauer GmbH zeigt in besonderem Maße, wie weit der technische Fortschritt im Handwerk Einzug gehalten hat und welche Möglichkeiten die Digitalisierung bietet“, würdigte HWK-Präsident Jörg Dittrich das Unternehmen und den Unternehmer. „Sven Schubert hat das Handwerk ins Digitalzeitalter geführt.“

Von Heiko Weckbrodt

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