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Dresdner helfen Dresdnern Schwibbogen aus Stacheldraht und Beton für die Städtische Galerie Dresden
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08:40 14.12.2017
Sparkassen-Vorstand Joachim Hoof (links) übergibt den Beton-Draht-Schwibbogen an Galerie-Direktor Gisbert Porstmann. Der deutsch-syrische Künstler Manaf Halbouni hat erzgebirgische Volkskunst neu interpretiert, um auf die Parallelen zwischen Weihnachts-Geschichte und heutigen Massenfluchten aufmerksam zu machen. Quelle: Foto: Anja Schneider
Dresden

Auf den ersten Blick könnte man denken, es handelt sich um eine moderne Variante des erzgebirgischen Schwibbogens. Doch bei genauerem Hinschauen sieht der Betrachter, dass da doch noch etwas mehr dahinterstecken muss. Die Kerzen sind mit Stacheldraht umwickelt, aus dem Beton ragen hier und da scharfe Splitter. Der deutsch-syrische Künstler Manaf Halbouni kreierte dieses Werk und die Ostsächsische Sparkasse Dresden ersteigerte den Schwibbogen bei der DNN-Kunstauktion für 1100 Euro. Nun übergab der Vorstandsvorsitzende der Ostsächsischen Sparkasse Dresden, Joachim Hoof, diese Neuinterpretation der Erzgebirgskunst als Dauerleihgabe an Gisbert Porstmann, Direktor der Städtischen Galerie Dresden. Es ist das erste Werk von Manaf Halbouni, das in der Galerie zu sehen ist.

Der Schwibbogen zeige zum einen die Dramatik der Flüchtlingsströme und gleichzeitig rege er den Betrachter an, über die eigene Weihnachtsgeschichte nachzudenken, immerhin gehe es dort auch um die Suche nach einer Herberge in einer fremden Stadt, erklärt Porstmann seine Gedanken zum Werk Halbounis. „Er gibt uns damit den Anlass zum Nachdenken, dass Weihnachten nicht nur friedlich ist. Gerade im Heiligen Land. Halbouni fordert uns dazu auf, einmal den Blick über den Tellerrand zu wagen“, sagt Hoof. Der Künstler selbst konnte leider nicht bei der Übergabe dabei sein, er ist derzeit in Berlin unterwegs.

Von Lisa-Marie Leuteritz

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