Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Dresdens Sportler des Jahres Diese Dresdner Sportlerinnen trumpften 2017 auf
Thema Specials DNN-Aktionen Dresdens Sportler des Jahres Diese Dresdner Sportlerinnen trumpften 2017 auf
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:31 19.01.2018
DSC-Turnerin Marlene Bindig verabschiedete sich 2017 bei den Deutschen Meisterschaften mit einer Silbermedaille am Boden vom Leistungssport.  Quelle: Fotos (4): Matthias Rietschel
Anzeige
Dresden

 Auf ein erfolgreiches und ereignisreiches Jahr kann Turnerin Marlene Bindig vom Dresdner SC zurückblicken. Es war ihr letztes als Leistungssportlerin, denn bereits im Herbst begann sie mit einem Studium in Südtirol einen neuen Lebensabschnitt. Doch zuvor verabschiedete sie sich bei den Deutschen Meisterschaften im Juni in der ausverkauften Berliner Max-Schmeling-Halle mit einer Glanzvorstellung. Nachdem sie zwei Jahre zuvor mit dem Gewinn des Meistertitels am Boden für Furore gesorgt hatte, krönte sie nun ihre Karriere noch einmal mit einer Silbermedaille an ihrem Lieblingsgerät. Bekannt für ihre Eleganz und Ausdrucksstärke erhielt die damals 20-Jährige für ihre tolle Bodenkür die zweithöchste Wertung und musste am Ende nur der Titelverteidigerin und späteren Balken-Weltmeisterin Pauline Schäfer den Vortritt lassen.

DSC-Turnerin Marlene Bindig verabschiedete sich 2017 bei den Deutschen Meisterschaften mit einer Silbermedaille am Boden vom Leistungssport. Quelle: Matthias Rietschel

Für die Dresdnerin, die mit vier Jahren begann und die gesamte Zeit für den DSC startete, hätte der Abschluss nicht schöner sein können. Auch wenn es für sie nicht für Berufungen in die Nationalmannschaft reichte, konnte sie doch für das eine oder andere Achtungszeichen sorgen. Mindestens genauso emotional wie in Berlin verabschiedete sich der Schützling von Tom Kroker im November beim Bundesliga-Finale in der heimischen DSC-Halle endgültig von der Turnbühne. Mit ihrer Riege gewann sie den Wettbewerb der 2. Bundesliga, trug mit einer sehr guten Bodenübung zum Erfolg bei.

Kanu-Rennfahrerin Steffi Kriegerstein vom KC Dresden hat im abgelaufenen Jahr eindrucksvoll bewiesen, dass ihre olympische Silbermedaille von Rio keinesfalls ein Zufall oder eine Eintagsfliege war. Die 25-Jährige bestätigte ihren bislang größten Erfolg auch beim Saison-Höhepunkt 2017. Bei der Weltmeisterschaft im tschechischen Racice holte sie mit ihren Teamgefährtinnen Tina Dietze (Leipzig), Franziska Weber (Potsdam) und Sabrina Hering Hannover) mit dem K4 hinter den favorisierten Ungarinnen erneut Silber. Heimtrainer Jens Kühn jubelte anschließend: „So nah kamen sie zuletzt nie an die Ungarinnen ran.“

Seit 2009 trainiert sie am Stützpunkt bei Trainer Jens Kühn, der sie zur Weltspitze führte. Seither hat Kriegerstein von allen internationalen Höhepunkten Edelmetall mit nach Hause gebracht. Die Sportsoldatin, die in Mittweida Medienmanagement studiert, steckt derzeit schon wieder mitten in der Vorbereitung auf die neue Saison. Und die ehrgeizige Athletin sagt: „Wir wollen mit dem Vierer gern auch einmal ganz oben stehen.“

Für Wasserspringerin Tina Punzel vom Dresdner SC ging es im vergangen Jahr wieder Schlag auf Schlag. Bei den Deutschen Meisterschaften im Mai in Aachen erkämpfte sich der Schützling von Boris Rozenberg schon fast erwartungsgemäß dreimal Edelmetall – zweimal Gold und einmal Silber. Mit den Titeln vom Dreimeterbrett und im Synchron von 3 m sowie Rang zwei vom Einmeterbrett gehörte sie zu den erfolgreichsten Teilnehmern. Im Juni folgte dann die Europameisterschaft in Kiew, bei der sie an zwei der insgesamt vier Medaillen der deutschen Athleten beteiligt war. Vize-Europameisterin wurde die 22-Jährige mit der Leipzigerin Friedrike Freyer im Dreimeter-Sychron, dazu gewann sie mit dem Berliner Lou Massenberg Bronze im Mixed-Synchron.

Tina Punzel war an zwei der vier deutschen EM-Medaillen beteiligt. Quelle: Archiv

Beim Saison-Höhepunkt, der WM im Juli in Budapest, sprang die Tochter zweier ehemaliger Wasserspringer zum Auftakt vom Einmeterbrett zu einem sehr guten sechsten Platz. Es folgten Rang neun im Synchron mit Freyer und zum Abschluss der Titelkämpfe erkämpfte sie mit Lou Massenberg einen starken vierten Rang im Mixed-Synchron. Überaus erfolgreich konnte Tina Punzel das Jahr 2017 abschließen. Gemeinsam mit ihrem Vereinsgefährten Martin Wolfram sicherte sie sich beim Grand Prix im australischen Gold Coast den Sieg im Mixed-Synchron und erkämpfte sich dazu mit der Berlinerin Lena Hentschel Silber im Brett-Synchron. Für sie war es zugleich ein blendender Auftakt für die neue Saison.

Shorttrackerin Anna Seidel vom EV Dresden hat sich im vergangenen Jahr wieder zurückgekämpft. Die 19-Jährige hatte sich im Juni 2016 beim Training bei einem bösen Sturz eine Fraktur des zwölften Brustwirbels zugezogen, musste operiert werden und anschließend viele Wochen, ja Monate pausieren. Die EM Anfang des Jahres ließ die Olympia-Teilnehmerin von 2014 noch aus, gab dann aber im Februar beim Heim-Weltcup in Dresden ihr Comeback nach achtmonatiger Wettkampf-Abstinenz. Zwar lief noch nicht alles nach Wunsch, aber sie zeigte, dass mit ihr wieder zu rechnen ist.

Shorttrackerin Anna Seidel lief 2017 zu einem deutschen Rekord über 1000 m. Quelle: Matthias Rietschel

Bei der WM in Rotterdam klappte vieles schon besser und sie erreichte mit Rang 14 über die 500 m, Rang 20 über 1000 m und Rang 23 über 1500 m sowie den 17. Platz im Gesamtklassement sehr achtbare Resultate. Seit Sommer ackerte Anna Seidel gemeinsam mit einigen Teamgefährten bei der holländischen Spitzentrainerin Wilma Boomstra für die Olympia-Saison. Mit großem Erfolg, wie die Ergebnisse bei den Weltcups zeigten. Souverän sicherte sich die Abiturientin des Sportgymnasiums die Qualifikation für die Winterspiele in Pyeongchang. Mit einem deutschen Rekord über 1000 m und dem Erreichen von Halb- bzw. Viertelfinals bewies das Talent, das sie zu alter Stärke zurückgefunden hat. An diesem Wochenende will sie das auch bei der Heim-EM untermauern.

Louisa Stawczynski schaffte 2017 den Durchbruch, wurde EM-Dritte. Quelle: dpa

Wasserspringerin Louisa Stawczynskivom Dresdner SC gelang in der vergangenen Saison der Durchbruch auf internationalem Terrain. Vorher hatte sie bei den Deutschen Meisterschaften in Aachen mit dem Titelgewinn vom Einmeterbrett sogar ihre erfahrenere Vereinsgefährtin Tina Punzel auf Platz zwei verwiesen. Bei der EM in Kiew setzte die gebürtige Berlinerin noch einen drauf. Der Schützling von Boris Rozenberg erkämpfte sich im Feld der besten Springerinnen von Europa die Bronzemedaille. Damit gelang der 20-Jährigen nach Platz sechs im Jahr zuvor eine deutliche Leistungssteigerung. „Sie ist schnellkräftiger geworden und das bestandene Abi hat ihr sicher auch Flügel verliehen“, meinte Boris Rozenberg, der ihr diesen Erfolg durchaus zugetraut hatte. Bei der WM in Budapest konnte sich Louisa Stawczynski vom Einmeterbrett auch ins Finale springen und belegte am Ende einen guten achten Platz.

Shorttrackerin Bianca Walter

Bianca Walter will an diesem Wochenende bei der Shorttrack-Heim-EM überzeugen. Quelle: Matthias Rietschel

 vom EV Dresden gehört in ihrer Sportart schon zu den Dauerbrennerinnen. Seit 1999 ist die Tochter der früheren Eisschnellläuferin Skadi Walter aktiv, seit 2006 gehört sie zur Nationalmannschaft. Zu ihren größten Erfolgen gehörte 2010 der Gewinn des Europameistertitels mit der Staffel. Jetzt aber wartet auf die Polizei-Meisterin der Bundespolizei das Highlight ihrer Karriere: nach zwei vergeblichen Anläufen hat es endlich mit der Qualifikation zu Olympia geklappt. Ausschlaggebend dafür waren ihre Leistungen 2017 im Weltcup, wo sie sich mit sehr guten Platzierungen und einem deutschen Rekord über 500 m das Ticket für Südkorea sicherte. Bei der EM im vergangenen Jahr erreichte die 27-Jährige Platz 16 im Mehrkampf, bei der WM kam sie auf Rang 20. An diesem Wochenende will sie bei der Heim-EM in der EnergieVerbund-Arena eine gute Generalprobe für Olympia hinlegen.

Hier geht´s zur Online-Abstimmung: www.ssb-dresden.de/sportlerumfrage

Mitmachen lohnt!

Machen Sie wieder mit, liebe Leser, und küren Sie Ihre Favoriten für die Sportlerwahl per Internet oder per Post, indem Sie den in der DNN abgedruckten Coupon ausfüllen und an den Stadtsportbund Dresden, Bodenbacher Straße 154 in 01277 Dresden, schicken. Stimmkarten sind demnächst auch in einigen Filialen der Ostsächsischen Sparkasse erhältlich. Je Kategorie kreuzen Sie bitte nur einen Sportler an. Gewertet werden bei der Auszählung der per Post eingesendeten Stimmkarten nur Originale, keine kopierten Exemplare.

Ihre Stimmabgabe wird mit ein wenig Glück belohnt, denn wir verlosen wieder einige attraktive Preise unter allen Teilnehmern der Umfrage. Die großen Dresdner Sportvereine unterstützen die Sportlerwahl u.a, wieder mit Eintrittskarten. So stiften die DSC-Volleyballerinnen vier Tickets für ein Heimspiel und einen höherwertigen Preis, die Dresden Monarchs 3 x 2 Eintrittskarten. Auch Handball-Drittligist HC Elbflorenz lobt Tickets aus, Dynamo Dresden will ebenfalls wieder ein attraktives Angebot machen. Vom Stadtsportbund Dresden e.V. gibt es wieder zwei Eintrittskarten für den Gala-Abend des Dresdner Sports am 8. April im Internationalen Kongresszentrum am Elbufer sowie zwei Frauenkirchen-Uhren. Die DNN stellen weitere Kleinpreise bereit.

Von Astrid Hofmann

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige