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Talente, die 2016 glänzen konnten

Sportlerwahl 2016 Talente, die 2016 glänzen konnten

Das Sportjahr 2016 ist Geschichte. Nun ist Zeit für die Bilanz. Stadtsportbund und DNN suchen wieder Dresdens Sportler des Jahres. Wählen Sie in sieben Kategorien Ihre Favoriten und bestimmen Sie mit, wer am 8. April auf der Dresdner Sportgala als Sieger geehrt wird. In unserer Kandidatenvorstellung sind heute die Nachwuchsathleten dran.

Schwimmer Louis Dramm von den Dresdner Delphinen stellte mit 14 Jahren zahlreiche Altersklassenrekorde auf. Seine Vorbilder sind Ryan Lochte und Paul Biedermann.

Quelle: imago

Dresden. Das Sportjahr 2016 ist Geschichte. Nun ist Zeit für die Bilanz. Stadtsportbund und DNN suchen wieder Dresdens Sportler des Jahres. Wählen Sie in sieben Kategorien Ihre Favoriten und bestimmen Sie mit, wer am 8. April auf der Dresdner Sportgala als Sieger geehrt wird. In unserer Kandidatenvorstellung sind heute die Nachwuchsathleten dran.

Leichtathlet Jonathan Schmidt vom Dresdner SC hat im vergangenen Jahr sein internationales Debüt gegeben. Das 16-jährige Lauftalent qualifizierte sich über 1500 m für die U18-Europameisterschaften im georgischen Tiflis. Dort verkaufte sich der Schützling von Trainerin Katja Hermann sehr gut und belegte den sechsten Platz. „Es wäre sogar noch mehr drin gewesen, aber ich habe zum Schluss die Lücke nicht gefunden“, haderte der Athlet sogar noch ein wenig. Dennoch kann er auf seinen ersten internationalen Auftritt sehr stolz sein. Schon zu Saisonbeginn hatte er im heimischen Steyer-Stadion mit dem Sieg beim Harbig-Gedenklauf über 1000 m überzeugt. Wenig später knackte er in Karlsruhe über 1500 m die Norm für die U18-EM und auch über 800  m erhöhte er im Laufe des Jahres mehrfach seine Bestleistung. „Er wollte schon immer Läufer werden und er ist ein ganz besessener und ehrgeiziger Typ“, sagt Katja Hermann über ihren Schützling. Schon mit sechs Jahren hatte der Blondschopf an einem Schulcross-Wettbewerb teilgenommen und seine Eltern meldeten ihn dann beim DSC an. Aber er probierte sich auch in der Musik aus, lernte Geige spielen und besuchte das Kreuzgymnasium, bevor er vor reichlich zwei Jahren ans Sportgymnasium wechselte. Seit über drei Jahren trainiert er bei Katja Hermann, die ihm in Zukunft noch viel zutraut: „Jonathan ist nicht nur talentiert und ehrgeizig, sondern er arbeitet auch fleißig für den Erfolg.“ Zum Abschluss der Saison sicherte sich Jonathan Schmidt auch noch bei den Deutschen U18-Meisterschaften den Titel über die 1500 m.

Leichtathlet Frieder Scheuschner vom Dresdner SC konnte sich ebenfalls für die U18-EM in Tiflis qualifizieren. Und wie sein Vereinsgefährte Jonathan Schmidt kehrte der Sprinter mit Platz sechs (über 200 m) in die Heimat zurück. Im Halbfinale stellte er seine persönliche Bestzeit ein, im Finale machten ihm einige körperliche Probleme zu schaffen, doch am Ende war er mit seinem Resultat sehr zufrieden. Erst ein Jahr zuvor war der 17-Jährige, der aus Stralsund stammt, an die Elbe gewechselt, um bei 400-m-Hürden-Junioren-Bundestrainerin Claudia Marx zu trainieren. Zwar musste er letzten Sommer auf die Hürdenläufe wegen Rückenbeschwerden verzichten, dafür aber knackte er gleich über 100 m, 200 m und 400 m flach die Norm für die U18-EM, führte über die 200 m und 400 m auch die deutsche Jahresbestenliste in seinem Altersbereich an. Und weil er über 200 m zu diesem Zeitpunkt sogar in Europa auf Platz zwei der Bestenliste rangierte, entschieden er und seine Trainerin, dass sich der 1,94-m-Riese in Tiflis auf diese Strecke konzentriert.

Mitmachen lohnt!

Machen Sie wieder mit, liebe Leser, und küren Sie Ihre Favoriten für die Sportlerwahl per Internet oder per Post, indem Sie nebenstehenden Coupon ausfüllen und an den Stadtsportbund Dresden, Bodenbacher Straße 154 in 01277 Dresden, schicken. Stimmkarten sind demnächst auch in einigen Filialen der Ostsächsischen Sparkasse erhältlich. Je Kategorie kreuzen Sie bitte nur einen Sportler an. Gewertet werden bei der Auszählung der per Post eingesendeten Stimmkarten nur Originale, keine kopierten Exemplare.
Ihre Stimmabgabe wird mit ein wenig Glück belohnt, denn wir verlosen wieder einige attraktive Preise unter allen Teilnehmern der Umfrage. Die großen Dresdner Sportvereine unterstützen die Sportlerwahl u.  a. wieder mit Eintrittskarten. So stiften die DSC-Volleyballerinnen vier Tickets für ein Heimspiel und einen höherwertigen Preis, die Dresden Monarchs 3 x 2 Eintrittskarten. Auch Handball-Drittligist HC Elbflorenz lobt Tickets aus, Dynamo Dresden stellt 5 x 2 Eintrittskarten für das Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim zur Verfügung. Vom Stadtsportbund Dresden e. V. gibt es zwei Eintrittskarten für den Gala-Abend des Dresdner Sports am 8. April im Internationalen Kongresszentrum am Elbufer sowie zwei Frauenkirchen-Uhren. Die DNN stellen weitere Kleinpreise bereit.

Kanurennsportler Jakob Kurschat vom WSV „Am Blauen Wunder“ kann auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurückblicken. Der 17-Jährige, der in einer Trainingsgruppe mit Olympiasieger Tom Liebscher trainiert, hat sich 2016 für zwei große internationale Höhepunkte qualifiziert. Über die Sichtungsrennen für die Nationalmannschaft erkämpfte sich der Schützling von Trainer Jens Kühn das Ticket für die Junioren-WM im weißrussischen Minsk. Dort schrammte er über 1000 m nur haarscharf an einer Medaille vorbei, belegte im K2 den vierten Platz. Durch hervorragende Leistungen bei den Deutschen Meisterschaften paddelte sich Kurschat ins Team, das an den International Olympic Hope Games in Szeged teilnahm. Und in Ungarn klappte es sogar mit zwei Medaillen über 500 m. Im K2 gewann er die Goldmedaille, im K1 holte er Silber. „Er ist ein sehr ehrgeiziger Athlet, ihn muss man sogar manchmal bremsen. Im vergangenen Jahr hat sich Jakob sehr gut entwickelt. Vor allem die längeren Distanzen sind sein Ding“, sagt Jens Kühn über seinen Schützling, der auch in diesem Jahr noch bei den Junioren starten kann.

Kletter-Ass Johanna Holfeld vom Sächsischen Bergsteigerbund (SBB) hat sich auch im Jahr 2016 überaus erfolgreich geschlagen. Die 17-Jährige bewies bei der Jugend-WM im chinesischen Guangzhou einmal mehr ihre besonderen Qualitäten. Im Leadklettern schaffte sie Platz acht – eine ganz starke Leistung in einem 50 Starterinnen umfassenden Feld. Dazu errang sie beim europäischen Jugendcup im österreichischen Graz in der Teildisziplin Bouldern den 1. Platz, in Soure (Portugal) wurde sie im Bouldern Zweite. Auch auf nationaler Ebene feierte sie einen tollen Erfolg im Leadklettern. Die Elbestädterin gewann bei zwei von drei Stationen beim deutschen Leadcup. Sowohl in München als auch in Neu-Ulm war Johanna nicht zu schlagen und holte sich damit den deutschen Meistertitel bei den „Großen“. Ein Jahr zuvor war sie als Jugendmeisterin schon Zweite bei den Erwachsenen gewesen, nun setzte das Ausnahmetalent noch einen drauf. Zum Klettern ist sie einst durch ihre Eltern gekommen, die sie als Kind schon mitnahmen. So richtig angefangen habe sie aber erst mit zehn Jahren, nachdem sie mit einer Klettergruppe in Südfrankreich war, so erzählt die Dresdnerin. „Bouldern und Klettern macht mir einfach viel Spaß, weil die Bewegungen dabei so abwechslungsreich sind und ich es liebe, Neues auszuprobieren. Außerdem entdeckt man dabei immer wieder wunderschöne Orte“, erklärt Holfeld ihre Leidenschaft für diesen Sport.

Die Ruderinnen Katja Fuhrmann und Katja Rübling , die für den Laubegaster Ruderverein bzw. für den Dresdner Ruderclub starten, haben sich schon im Herbst 2015 zusammengefunden und bildeten im vergangenen Jahr ein erfolgreiches Duo. Sie vertraten die deutschen Farben bei der Junioren-WM in Rotterdam (Niederlande) und bei der Junioren-EM in Trakai (Litauen) jeweils im Zweier ohne Steuermann. Von der JEM kehrten die beiden 17-Jährigen mit einer Bronzemedaille zurück, bei der JWM belegten sie einen guten sechsten Platz. Zuvor musste das Duo, das auf Initiative von Bundesstützpunkttrainer Rüdiger Hauffe entstand, aber sehr viel Kampfgeist entwickeln. Denn bei der wichtigen Nominierungsregatta in Hamburg fanden sich die beiden Katjas plötzlich nur im B-Finale wieder. Für den Platz in einem Großboot hätte das sicher gereicht, aber beide wollten unbedingt zu den Saison-Höhepunkten im Zweier sitzen. Die Dresdnerinnen bissen sich durch, holten dann bei der deutschen Juniorenmeisterschaft Gold im Zweier und sicherten sich damit doch noch das Ticket für die JEM und JWM.

Schwimmer Louis Dramm von den Dresdner Delphinen hat auch 2016 wieder für Furore gesorgt. Bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Berlin präsentierte sich der Schützling von Trainer Peter Bräunlich in glänzender Verfassung und gewann in seiner Altersklasse gleich siebenmal Gold. Beim Jahreshöhepunkt und auch bei anderen Wettkämpfen stellte der 14-Jährige immer wieder deutsche Altersklassenrekorde auf. So auch im November beim Neptunschwimmfest in Rostock auf der Kurzbahn. Angefangen mit dem Schwimmen hat der „Überflieger“ in der 2. Klasse. Zuvor hatte er sich schon in der Leichtathletik und beim Karate ausprobiert, doch das Schwimmen gefiel ihm dann am besten. Er entwickelte sich schnell weiter und ist nach Aussage seiner Trainer ein sehr guter Allrounder, der nicht nur alle Schwimmstile beherrscht, sondern auch über alle Streckenlängen einsetzbar ist. Als seine Vorbilder nennt der Schüler des Sportgymnasiums Ryan Lochte und Paul Biedermann.

Hier gehts zur Online-Abstimmung: www.ssb-dresden.de/sportlerumfrage

Von Astrid Hofmann

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