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Sechs starke Typen, die 2016 Großes leisteten

Sportlerwahl 2016 Sechs starke Typen, die 2016 Großes leisteten

Das Sportjahr 2016 ist Geschichte und Zeit, Bilanz zu ziehen. Stadtsportbund und DNN suchen ab sofort wieder Dresdens Sportler des Jahres. Wählen Sie in sieben Kategorien Ihre Favoriten und bestimmen Sie mit, wer am 8. April auf der Dresdner Sportgala als Sieger geehrt wird. Heute stellen wir die nominierten Athleten vor.

Tom Liebscher feierte bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro mit dem Gewinn der Goldmedaille im Kajak-Vierer seinen bislang größten sportlichen Erfolg.

Quelle: imago

Dresden. Das Sportjahr 2016 ist Geschichte und Zeit, Bilanz zu ziehen. Stadtsportbund und DNN suchen ab sofort wieder Dresdens Sportler des Jahres. Wählen Sie in sieben Kategorien Ihre Favoriten und bestimmen Sie mit, wer am 8. April auf der Dresdner Sportgala als Sieger geehrt wird. Heute stellen wir die nominierten Athleten vor.

Kanu-Sportler Tom Liebscher vom KC Dresden hat bei den Olympischen Spielen in Rio seine bisherige Laufbahn gekrönt. Der 23-Jährige gewann gemeinsam mit Max Rendschmidt, Max Hoff und Marcus Groß Gold im Kajak-Vierer über 1000 Meter. Damit schaffte der Sportsoldat und Student des Verkehrsingenieurwesens Historisches: Er holte das erste olympische Edelmetall für Dresdner Kanuten seit 36 Jahren. Dafür hat der 1,89 m große Modellathlet, der einst durch seine Schwester zum Kanusport kam und 2003 erstmals ein Paddel in die Hand nahm, auch sehr viel investiert. Schon in den vergangenen Jahren arbeitete der Schützling von Heimtrainer Jens Kühn hart und sammelte viele Erfolge. In der olympischen Saison erhöhte der ehrgeizige Kanute die Schlagzahl noch einmal, verwehrte sich selbst zum Beispiel über Monate jeden Schluck Alkohol, um sich seinen Traum von olympischem Edelmetall zu erfüllen. Zwar hatte er im K2 über 200 m mit seinem Potsdamer Partner Ronald Rauhe die erhoffte Medaille mit Platz fünf noch verfehlt, dafür aber klappte es im K4. Zuvor hatte der Dresdner übrigens bei der EM in Moskau, die als Generalprobe für Rio galt, Gold über 500 m und Bronze mit Rauhe über 200 m erkämpft. Für seinen Olympiasieg erhielt Liebscher im November das Silberne Lorbeerblatt.

Speerwerfer Lars Hamann vom Dresdner SC hat in der vergangenen Saison so weit geworfen wie noch nie zuvor in seinem Leben. Bei 85,79 m steht seine Bestleistung derzeit. Und der 27-Jährige zeigte große Konstanz, übertraf in 14 Wettkämpfen insgesamt elfmal die magische 80-Meter-Marke und er überbot dabei fünfmal die Olympia-Norm für Rio (83 m). Sportlich absolvierte er also seine beste Saison überhaupt – aber die Spiele am Zuckerhut musste der Schützling von Katharina Wünsche und Steffen Krüger enttäuscht am Fernseher verfolgen. Denn die große Leistungsdichte gerade in dieser Disziplin sorgte dafür, dass drei andere deutsche Speerwerfer – einschließlich des späteren Olympiasiegers Thomas Röhler – noch besser waren als der Dresdner. So lagen Glück und Pech für den Polizeimeister eng beieinander. Bei der DM hatte er Rang fünf belegt und bei der EM in Amsterdam schied er im Vorkampf leider aus.

Mitmachen lohnt!

Machen Sie wieder mit, liebe Leser, und küren Sie Ihre Favoriten für die Sportlerwahl per Internet oder per Post, indem Sie den Coupon ausfüllen, welcher der DNN beiliegt und ihn an den Stadtsportbund Dresden, Bodenbacher Straße 154 in 01277 Dresden, schicken. Stimmkarten sind demnächst auch in einigen Filialen der Ostsächsischen Sparkasse erhältlich. Je Kategorie kreuzen Sie bitte nur einen Sportler an. Gewertet werden bei der Auszählung der per Post eingesendeten Stimmkarten nur Originale, keine kopierten Exemplare.
Ihre Stimmabgabe wird mit ein wenig Glück belohnt, denn wir verlosen wieder einige attraktive Preise unter allen Teilnehmern der Umfrage. Die großen Dresdner Sportvereine unterstützen die Sportlerwahl u.a, wieder mit Eintrittskarten. So stiften die DSC-Volleyballerinnen vier Tickets für ein Heimspiel und einen höherwertigen Preis, die Dresden Monarchs 3 x 2 Eintrittskarten. Auch Handball-Drittligist HC Elbflorenz lobt Tickets aus, Dynamo Dresden stellt 5 x 2 Eintrittskarten für das Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim zur Verfügung. Vom Stadtsportbund Dresden e.V. gibt es zwei Eintrittskarten für den Gala-Abend des Dresdner Sports am 8. April im Internationalen Kongresszentrum am Elbufer sowie zwei Frauenkirchen-Uhren. Die DNN stellen weitere Kleinpreise bereit.

Wasserspringer Sascha Klein vom Dresdner SC gehört seit vielen Jahren zur Weltspitze. Für den Nachwuchs ist der 31-Jährige durch seinen Ehrgeiz, Willen und die professionelle Trainingseinstellung ein großes Vorbild. Im Mai 2016 feierte der gebürtige Eschweiler mit seinem langjährigen Synchronpartner Patrick Hausding bei der EM einen Riesenerfolg – zum neunten Mal in Folge holte sich das Duo, das 2013 auch schon den WM-Titel gewann, die Goldmedaille. Im Einzel-Finale schrammte der Schützling von Boris Rozenberg als Vierter nur knapp an einer Medaille vorbei. Mit großen Hoffnungen reiste Klein, der auch diesmal im Vorfeld mit einigen Verletzungen zu kämpfen hatte, nach Rio. Doch im Finale des Turm-Synchronspringens leisteten sich die Olympia-Zweiten von 2008 den einen oder anderen Patzer zu viel und so fehlten am Ende sechs Punkte zur Medaille. Dennoch bewiesen Klein/Hausding mit dem vierten Rang einmal mehr, dass sie zur absoluten Weltelite zählen. Im Einzel belegte Sascha Klein, der jetzt noch eine Saison dranhängt, den neunten Rang.

Wasserspringer Martin Wolfram vom Dresdner SC und Trainingsgefährte von Sascha Klein strahlte nach den Spielen in Brasilien am Ende überglücklich. Obwohl der 24-Jährige auch bei seiner zweiten Olympia-Teilnahme vom Verletzungspech verfolgt wurde, sprang er im Finale vom Turm auf einen glänzenden fünften Platz. „Für mich fühlt sich das wie eine Medaille an“, meinte der Elbestädter später. Denn im Halbfinale hatte sich der Rozenberg-Schützling eine Verletzung der Bizepssehne zugezogen. „Die Schmerzen waren so groß, dass wir überlegt haben, ob es überhaupt weitergeht“, erinnert sich das „Steh-auf-Männchen“, das dann aber wieder sein Kämpferherz auspackte. Trotz des Handicaps zog er das Finale mit beeindruckender Leistung durch. Damit übertraf er sein Top-Resultat von London vier Jahre zuvor, als er mit ausgekugelter Schulter Achter wurde, noch einmal deutlich. Darauf kann der Sportsoldat der Bundeswehr, der bei der EM 2016 in London Rang acht erreicht hatte, mehr als stolz sein. Zumal ihn auch im Vorfeld der Olympischen Spiele Verletzungsprobleme immer wieder ausgebremst hatten. Jetzt ist zu hoffen, dass Wolfram nach einer weiteren Schulter-OP bald wieder fit ist.

Skilangläufer Richard Leupold vom Skiklub Dresden-Niedersedlitz hat im März vergangenen Jahres am Großen Feldberg im Schwarzwald zwei deutsche Meistertitel im Skilanglauf errungen. Erstmals musste sich der 19-Jährige über die 50-Kilometer-Distanz mit den Herren der Zunft messen, was ihm in der von ihm bevorzugten klassischen Technik hervorragend gelang. Als Gesamtfünfter konnte er den zweiten Junior im Feld um mehr als drei Minuten hinter sich lassen und sich seinen ersten Titel in der Königsdisziplin erkämpfen. Anschließend sicherte sich der Dresdner mit seinem Oberwiesenthaler Trainingskameraden Vincent Waller im Teamsprint ebenfalls souverän den deutschen Meistertitel der Juniorenklasse. Leupold, der schon seit mehreren Jahren in Oberwiesenthal trainiert und dort das Sportgymnasium besucht, konnte somit erneut seine Topform unter Beweis stellen, nachdem ihm bereits bei der Junioren-Weltmeisterschaft in den rumänischen Karpaten mit einem fünften Platz im Sprint das beste Herrenergebnis gelungen war. Das Skilanglaufen erlernte Richard Leupold übrigens als Kind in Norwegen, als seine Familie aus beruflichen Gründen einige Jahre in der Nähe von Oslo lebte. Dass er in Oberwiesenthal im Training auch ab und zu Eric Frenzel, den Olympiasieger in der Nordischen Kombination, begegnete, ist für ihn ein besonderer Anreiz.

Sportakrobat Tim Sebastian vom Dresdner SC hatte mit seinem Riesaer Partner Michail Kraft mit EM-Bronze 2015 für eine kleine Sensation gesorgt. An diese Leistung konnte das Duo auch im vergangenen Jahr anknüpfen. Im April erkämpfte sich der 21-jährige Elbestädter mit seinem Partner bei der Weltmeisterschaft in China einen starken sechsten Platz. Zugleich konnten sie sich damit für die World Games in diesem Jahr in Polen qualifizieren. Ein großartiger Erfolg für die beiden Jungs bei ihrem WM-Debüt bei den Erwachsenen. Und sie präsentierten sich auch bei weiteren wichtigen Wettkämpfen 2016 in starker Form. So setzten sie sich bei der 15. Auflage des internationalen Sachsenpokals in Riesa durch, schlugen dabei sogar die beiden Russen Pavel und Alexandr Andreev. Im September verteidigte das Duo in Russland seinen Titel beim Zolotov-Cup, erreichte sogar in der Balance-Übung eine neue Bestpunktzahl. Fast eine „Pflichtübung“ war dann in Hoyerswerda die DM, bei der die beiden Sportakrobaten dreimal Gold holten. Im November hatten sie dann auch maßgeblichen Anteil daran, dass die Sachsenauswahl ihren Titel bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften verteidigen konnte.

Hier geht´s zur Online-Abstimmung: www.ssb-dresden.de/sportlerumfrage/

Von Astrid Hofmann

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