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Sechs starke Teams auf Erfolgskurs

Sportlerwahl 2016 Sechs starke Teams auf Erfolgskurs

Das Sportjahr 2016 ist Geschichte und Zeit, Bilanz zu ziehen. Stadtsportbund und DNN suchen ab sofort wieder Dresdens Sportler des Jahres. Wählen Sie in sieben Kategorien Ihre Favoriten und bestimmen Sie mit, wer am 8. April auf der Dresdner Sportgala als Sieger geehrt wird. Heute stellen wir die besten Mannschaften vor.


Quelle: Matthias Rietschel

Dresden. Die Volleyballerinnen des Dresdner SC haben in der vergangenen Saison Geschichte geschrieben. Und das gleich in mehrfacher Hinsicht. Das Team von Trainer Alexander Waibl holte sich zum dritten Mal in Serie die Meisterschale, machte damit den ersten Titel-Hattrick in der Vereinsgeschichte perfekt. Nachdem die Mannschaft zuvor im Februar schon den DVV-Pokal gewonnen hatte, feierten die Elbestädterinnen zum zweiten Mal nach 1999 das Double. Auch in der Champions League lieferten sie starke Vorstellungen und gehörten am Ende zu den Top-12 von Europa. Schon der 28. Februar ging in die Vereinsannalen ein. Denn der DSC trug sich in der Mannheimer SAP-Arena, die erstmals Austragungsort des Pokalfinales war, als Premierensieger ein. Und das vor der Rekordkulisse von 12 000 Zuschauern. Zugleich war der knappe 3:2-Erfolg gegen Allianz MTV Stuttgart schon ein Vorgeschmack auf das Meisterschaftsfinale. Nachdem das Waibl-Team die Hauptrunde auf Platz eins abgeschlossen hatte, im Viertelfinale und Halbfinale die Teams aus Köpenick und Münster jeweils in zwei Spielen bezwungen hatte, ging das Finale gegen den Rivalen aus Stuttgart über die volle Distanz von fünf Spielen. Am Ende dieser aufreibenden Nervenschlacht krönten die DSC-Damen am 2. Mai mit einem 3:0-Heimsieg ihre überragende und bislang erfolgreichste Saison, sicherten sich zugleich die direkte Qualifikation für die Champions League.

Die Volleyballerinnen des Dresdner SC haben in der vergangenen Saison Geschichte geschrieben

Die Volleyballerinnen des Dresdner SC haben in der vergangenen Saison Geschichte geschrieben.

Quelle: Matthias Rietschel

Den Dresdner Eislöwen gelang nach einer Spielzeit mit Höhen und Tiefen erstmals seit 2011 wieder der Einzug in ein Play-off-Halbfinale. Zwar scheiterten die Elbestädter dann gegen Titelverteidiger und Vorrundensieger Bietigheim, doch allein das Erreichen der Vorschlussrunde war ein großer Erfolg, an den Wochen vorher nur die wenigsten geglaubt hätten. Als Trainer Thomas Popiesch im Sommer den Kader zusammengestellt hatte, war das Ziel, besser abzuschneiden als im Jahr zuvor. Hieß also, das Halbfinale zu erreichen. Lange Zeit lief es in der Hauptrunde auch gut, doch eine Niederlagenserie Ende 2015 ließ die Eislöwen in der Tabelle zurückfallen und kostete Popiesch seinen Job. Der Kanadier Bill Stewart übernahm Anfang Januar das Zepter. Zwar musste er mit seinen Jungs den „Umweg“ über die Pre-Play-offs nehmen, doch nach einem packenden dritten Spiel besiegten die Blau-Weißen die Crimmitschauer und erreichten das Viertelfinale. Da ging es ausgerechnet gegen die Bremerhavener, die inzwischen Popiesch als Trainer angeheuert hatten. Am Ende einer nervenaufreibenden Serie bezwangen die Eislöwen im siebenten und entscheidenden Spiel in eigener Halle die Nordlichter mit 6:1. Damit schafften die Blau-Weißen den Sprung ins Halbfinale und schickten Bremerhaven und Popiesch in den vorzeitigen Urlaub. In dieser Saison steuern die Dresdner weiter auf Erfolgskurs und als Vierte den direkten Einzug in die Play-offs an.

Den Dresdner Eislöwen gelang nach einer Spielzeit mit Höhen und Tiefen erstmals seit 2011 wieder der Einzug in ein Play-off-Halbfinale

Den Dresdner Eislöwen gelang nach einer Spielzeit mit Höhen und Tiefen erstmals seit 2011 wieder der Einzug in ein Play-off-Halbfinale.

Quelle: dehli-news

Mit den Basketballern der Dresden Titans spielte sich im vergangenen Jahr eine weitere Mannschaft in der Landeshauptstadt in den Fokus. Dabei sah es bis Januar nicht so aus, als würden die „Elberiesen“ den Aufstieg von der Pro B in die 2. Bundesliga Pro A schaffen, denn das Team stand auf Tabellenplatz neun, als Steven Clauss das Traineramt von Vorgänger Thomas Krzywinski übernahm. Doch der Verein lotste neben Clauss mit dem US-amerikanischen Point Guard Randal Holt auch einen starken Werfer an die Elbe. Am Ende scheiterten die Titans sportlich zwar im Halbfinale an den Fraport Skyliners Juniors, am Grünen Tisch schafften sie den Aufstieg dann aber doch. Allerdings sind mittlerweile sowohl Clauss als auch Holt weg, der Verein steht in der Pro A abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz und hat im Grunde keine Chancen mehr auf den Klassenerhalt.

Mit den Basketballern der Dresden Titans spielte sich im vergangenen Jahr eine weitere Mannschaft in der Landeshauptstadt in den Fokus

Mit den Basketballern der Dresden Titans spielte sich im vergangenen Jahr eine weitere Mannschaft in der Landeshauptstadt in den Fokus.

Quelle: M. Rietschel

Für die Fußballer von Dynamo Dresden und die schwarz-gelbe Fangemeinde war 2016 ein Traumjahr. Nach nur zwei Spielzeiten in der 3. Liga schaffte Dynamo nach dem bitteren Abstieg 2014 die Rückkehr ins Bundesliga-Unterhaus. Die beiden Väter dieses Erfolges heißen Trainer Uwe Neuhaus und Sport-Geschäftsführer Ralf Minge. Beide schafften es, eine Mannschaft zusammenzustellen und zu formen, die zahlreiche Rekorde brach, die so souverän wie selten ein Team durch diese Liga marschierte und die am Ende völlig verdient aufstieg. Justin Eilers und Pascal Testroet schossen sich mit 41 gemeinsamen Toren in die Geschichtsbücher, Dynamo kassierte in 38 Spielen nur zwei Niederlagen, legte mit 26 Punkten nach zehn Spielen einen neuen Startrekord hin, hatte die meisten Zuschauer im Stadion und mit Marvin Stefaniak den besten Vorbereiter (19 Assists) der Liga aller Zeiten. Vom 3. bis zum 38. Spieltag stand Dynamo auf dem Platz an der Sonne, ehe Kapitän Michael Hefele am 14. Mai den Meisterpokal in die Höhe reckte. Und auch nach dem Aufstieg setzt sich die Erfolgsgeschichte fort. Mit 31 Punkten aus 19 Spielen steuern die Schwarz-Gelben auf die erfolgreichste Zweitliga-Saison zu. Aktuell sind sie nur vier Zähler vom direkten Aufstiegsplatz entfernt.

Für die Fußballer von Dynamo Dresden und die schwarz-gelbe Fangemeinde war 2016 ein Traumjahr

Für die Fußballer von Dynamo Dresden und die schwarz-gelbe Fangemeinde war 2016 ein Traumjahr

Quelle: imago

Die Volleyballer des VC Dresden haben sich nach schwerer Zeit im vergangenen Jahr in der 2. Bundesliga zurückgemeldet. Schon zwischen 2007 und 2012 hatten sich die Elbestädter ununterbrochen in der zweithöchsten Spielklasse etabliert, schafften 2012 sogar den Aufstieg in die 1. Bundesliga. Nach internen Streitigkeiten wurde der ersten Männermannschaft im Dezember 2014 allerdings die Lizenz entzogen. Der Verein musste Schulden abstottern, konnte sich aber sportlich langsam wieder erholen. Mit Sportdirektor Sven Dörendahl als Trainer gelang den VC-Spielern in der Saison 2015/16 mit einem grandiosen Durchmarsch in der 3. Liga Ost die Qualifikation für die 2. Bundesliga. Schon vier Spieltage vor Schluss konnten die VC-Männer feiern. Denn nach dem 15. Saisonsieg hatten die Dörendahl-Schützlinge 15 Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten Marktredwitz und damit war ihnen Platz eins nicht mehr zu nehmen. Ende Januar gab dann auch der Vorstand grünes Licht für den Zweitliga-Aufstieg. Schließlich hatte der VC noch an den Nachwirkungen des Lizenzentzuges zu knabbern. Aber die Verantwortlichen erfüllten alle Hausaufgaben für die Lizensierung, ohne dabei finanzielle Risiken einzugehen. So starteten die Elbestädter mit einem Mini-Etat, dem neuen Trainer Marco Donat und einem Team von „jungen Wilden“ in die 2. Bundesliga. Bisher spielen die VC-Akteure eine gute Saison, sind derzeit im Mittelfeld platziert.

Die Volleyballer des VC Dresden haben sich nach schwerer Zeit im vergangenen Jahr in der 2

Die Volleyballer des VC Dresden haben sich nach schwerer Zeit im vergangenen Jahr in der 2. Bundesliga zurückgemeldet.

Quelle: S. Manig

Die Sportakrobaten des Dresdner SC Tom Mädler, Florian Vitera, Erik Leppuhner und Sebastian Grohmann haben im Frühjahr bei der WM im chinesischen Putian Geschichte geschrieben. Die Herrengruppe gewann bei den Junioren sensationell die Bronzemedaille. Es war das erste WM-Edelmetall überhaupt für die DSC-Sportakrobatik. „Die Vier sind über viele Jahre gemeinsamen Trainings zu einem Team gewachsen, dass sich gegenseitig anspornen und beflügeln kann. Gemeinsam die beste Leistung abzurufen, gelingt nur bei bedingungslosem Zusammenhalt. Der Lohn dafür ist überwältigend“, sagte eine überglückliche Trainerin Petra Vitera nach dem Riesenerfolg. Dabei mussten die vier Jungs schon an ihre Leistungsgrenze gehen, um die Teams aus Usbekistan und Polen zu schlagen.

Die Sportakrobaten des Dresdner SC Tom Mädler, Florian Vitera, Erik Leppuhner und Sebastian Grohmann haben im Frühjahr bei der WM im chinesisch

Die Sportakrobaten des Dresdner SC Tom Mädler, Florian Vitera, Erik Leppuhner und Sebastian Grohmann haben im Frühjahr bei der WM im chinesischen Putian Geschichte geschrieben

Quelle: Sebastian Schipfel

Von Astrid Hofmann

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